Kuriosa: NPD und Odin – und ein Plastik-Wikinger…

GegenRechts: AG in Liblar zeigt Nazis den kalten Spachtel

Erftstadt. Eigenangaben zufolge hat sich am Ville Gymnasium in Erftstadt-Liblar eine AG gegründet, die sich für Zivilcourage und gegen Rechtsextremismus engagieren will. In einer ersten Aktion der „AG Courage“ seien an der Schule und in deren Umfeld vor einer Woche rund 80 Aufkleber der Neonazi-Gruppe „Freien Kräfte Köln“ (FKK) abgekratzt worden. Zudem sollen fünfzehn Plakate entfernt worden sein, die für einen Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Berlin warben. Die „AG Courage“ will aber nicht nur auf Neonazi-Aktivitäten reagieren, sondern ebenso agieren. Der gemeinsame Austausch, Workshops und Projekte für Zivilcourage seien ebenso wie ein Besuch des NS-Dokumentationszentrums in Köln und ein Informationsstand im Verlauf des Schulfestes geplant. [© Klarmann]

Rechts: Neonazis marschierten in Randerath auf

Heinsberg. Im Anschluss an ihre Teilnahme an eine Demonstration gegen „Kinderschänder“ in Marl [1] haben sich Neonazis aus der Region am Samstag einer in Heinsberg-Randerath stattfindenden Kundgebung einzelner Bürger angeschlossen. Dies berichten Lokalpresse [2], Veranstalter [3], Neonazis und Polizei. Besagte tägliche „Mahnwache“ aus bürgerlichen Kreisen wird seit rund einem Jahr abgehalten und richtet sich gegen einen in Randerath lebenden, aus der Haft entlassenen Sexualstraftäter. NPD und Neonazis hatten deswegen unlängst weitere Proteste [4] und Flugblatt-Aktionen [5] angekündigt, Neonazis selbst hatten dazu aufgefordert, sich den abendlichen Bürgerprotesten „ordentlich angezogen“ anzuschließen [6].

Unter der völlig vermurksten Überschrift „Skinheads demonstrieren bei Karl D.“ [7] berichtet die Lokalpresse, zahlreiche Streifenwagen der Polizei seien am Sonnabend nach Randerath beordert worden. „Der Grund war eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Demonstranten, die am Bahnübergang unweit der Wohnung von Karl D. lautstark ihren Unmut gegen die Anwesenheit des […] Sexualstraftäters kund taten.“ Anlass für die Polizeipräsenz sei gewesen, dass „sechs Fahrzeuge mit ‚Skinheads’ am Ortsrand“ aufgetaucht seien. „18 Personen [Skinheads; sic!] seien anschließend nach Randerath gekommen, um die Proteste an diesem Tag zu unterstützen. Deshalb skandierten über 40 Protestler ihre Parolen gegen Karl D. […].“

Laut Lokalpresse sollen an jenem Abend also bürgerliche Protestler und Neonazis einen Schulterschluss vollzogen haben. Neonazi-Kreise selbst behaupten derweil in einem Szeneforum, „knapp 30 Kameraden der Kameradschaft Aachener Land“ hätten sich der bürgerlichen „Mahnwache“ angeschlossen. Der Veranstalter besagter Bürgeraktion berichtet selbst von rund 30 bis 40 zusätzlichen Personen vor Ort, die er offenbar nicht zu den täglichen Besuchern seiner Aktion zählte. Die Polizei will bei der täglichen „Mahnwache“ am Samstagabend indes genau 33 Demonstranten gezählt haben, darunter zirka zwanzig Personen, die sie der rechtsextremen Szene zurechnete. Demnach wären die Neonazis in der Überzahl gewesen.

Thomas Brauckmann, Mitorganisator der täglichen „Mahnwache“ gegen den Sexualstraftäter in Randerath, will den Neonazis dennoch erklärt haben, man werde „keine Randale, keine politischen Aussagen und keine Übergriffe gegen den Kinderschänder“ zulassen. „Mitgebrachte Transparente w[u]rden von uns abgelehnt. Und es funktioniert, keine Randale!“ Zudem schreibt Brauckmann in dem Posting in einem Forum [3]: „Unser Beitrag zur Deeskalation [war] die friedliche Durchführung der Demo, die Polizei zeigt[e] Präsenz und die Medien werden uns zerreißen.“ Vor rund einem Jahr hatte Brauckmann Neonazis noch abgewiesen, die sich dem Protest anschließen wollten – obschon sich zuvor auch wiederholt einzelne Neonazis unter die Bürgerproteste gemischt hatten.

Laut Polizei lag der Behörde bis heute morgen keine Anmeldung für einen von NPD und Neonazis angekündigten Aufmarsch [4] in Randerath vor. [© Klarmann]

[1] Haller und Reitz werden einiges zu Schreien haben
[2] Weil Realsatire einfach alles darf, erlaubt sich „Klarmanns Welt“ auch auf diesen M*** hinzuweisen: Direktlink
[3] Foren-Posting
[4] Neonazi-Aufmarsch in Heinsberg-Randerath offenbar am 20. Februar; NPD will abermals in Randerath aufmarschieren
[5] NPD-Verteilaktionen im Raum Heinsberg wegen Sexualstraftäter
[6] NPD will abermals in Randerath aufmarschieren
[7] Korrekt müsste es lauten: „Neonazis demonstrieren gegen Karl D.“

Rechts: Merkel und der rotsozialistische Mob in brauner Uniform

Wegberg. Die rechtsextreme Welt im Kreis Heinsberg scheint weiter muntere Beiträge einer rasch wachsenden Irrationalität zu liefern. Hatte sich etwa der Erkelenzer NPD-Ratsmann Holger Wilke für ein würdigeres Gedenken an die Opfer des Holocaust stark gemacht und wurde dafür von seiner Partei zurückgepfiffen [1], verschickt nun ein Senior aus Wegberg ein selbst verfasstes Buch offenbar besonders an Händler und Gewerbetreibende. Er weist sie zudem darauf hin, dass „zu Zeiten des Nationalsozialismus“ lediglich ein „rotsozialistische[r] Mop in brauner Uniform“ sein Unwesen trieb. Sein Buch wurde laut Buchhandel.de [2] jedoch im NPD-eigenen Verlag „Deutsche Stimme“ (DS) publiziert, der Autor selbst gibt indes an, sein Buch im Eigenverlag veröffentlicht zu haben. Da auf dem Cover eine „Tyr Edition“ angegeben ist, könnte der DS-Verlag nur als Vertrieb des Buches fungieren.

Laut Verlagstext erschien das Buch „Wer nicht dabei war, weiß nichts. Aus dem Leben eines Zeitzeugen 1928 – 2006“ von Heinz T. Mainz (82) schon im Jahre 2006 – scheint sich aber nicht sonderlich gut verkauft zu haben. Denn via Post soll der Rentner derzeit sein „unerwünschte[s] Buch“ tatsächlich „Exklusiv vom Autor!“ in größerer Anzahl an Menschen verschickt haben, deren Adresse er möglicherweise in Branchen- oder Telefonbüchern fand. Ein den Büchersendungen unerlaubterweise beiliegendes Rundschreiben richtet sich dabei speziell an „Handwerk – Handel und Gewerbe!“ Während andere Autoren indes ihre Bücher über den Buchhandel verbreiten lassen, glaubt Mainz, wegen der „panische[n] Angst der Herrschenden vor der Wahrheit“ hätten die „Herrschenden“ alle Hebel in Bewegung gesetzt, den Verkauf zu behindern. Erstaunlich, dass ein Mann aus dem Kreis Heinsberg davon ausgeht, ausgerechnet seinen Lebenserinnerungen wohne so viel Macht inne…

Die Buchankündigung des DS-Verlags liest sich zahmer und erinnert an jene Bücher, in denen Menschen üblicherweise bei Druckkostenzuschuss-Verlagen ihre persönlichen Erinnerungen in Minimalauflage publizieren lassen: „Als Zeitzeuge hält der Autor Rückblick auf fast acht Jahrzehnte. Er schildert sein Leben von der Kindheit im Dritten Reich in Mönchengladbach-Rheydt bis in die nahe Gegenwart. Seinen Fronteinsatz mit 17 Jahren, die Flucht aus der Gefangenschaft, die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre in den Ruinen seiner Vaterstadt Rheydt und den Wiederaufbau gibt der Autor eindrucksvoll wieder. Er erzählt von seiner Sturm- und Drangzeit im Nachkriegsdeutschland, über Schwarzmarktgeschäfte im niederrheinisch-holländischen Grenzgebiet, schnelle Motorräder, schöne Frauen, beschreibt seinen beruflichen Werdegang vom Handwerksburschen bis zum Bauunternehmer […].“

Doch Mainz ist nur halb so handzahm, wie die Verlagsinfo Glauben machen will. In dem den Büchersendungen beiliegenden Rundbrief zückt er alle Register des Rechtsextremismus, der konservativen Revolution, des extremsten Antikommunismus und der sich solide ausgedachten Verschwörungstheorie. Sein Buch sei den „herrschenden ‚Gutmenschen’ in Berlin […] wegen der darin enthaltenen Wahrheiten ein Dorn im Auge. Deswegen sind die Buchhandlungen angewiesen [sic!], dieses Buch/Autobiographie […] nicht auszulegen bzw. zu verkaufen.“ Das alles erinnere an „das – Dritte Reich- und de[n] ehemaligen Unrechtsstaat – DDR“. Bundeskanzlerin Merkel stamme bekanntlich aus der DDR, wo sie – dies weiß der Autor – „bereits als antiwestliche pro- kommunistische-rotsozialistische FDJ Agitatorin in stasinahen Kreisen ihr Observationsunwesen, gegen westlich orientierte Personen trieb!“

Ob Mainz derlei ebenso in seinem Buch verbreitet, ist (dem Autor dieser Zeilen derzeit noch) unklar. In seiner „wahrheitsgemäßen Autobiografie“ will er jedoch – „wenn auch sehr vorsichtig zum eigenen Schutz“ – auf die „regierungsseitigen Verbrechen am deutschen Volk“ hinweisen. Unterdrückung freier Gedanken, so der Mann, dessen Eigenverlag nach einer in Neonazi-Kreisen beliebten Rune benannt ist und dessen Buch über den Verlag der in Teilen offen neonazistisch auftretenden NPD vertrieben wird, habe es in Deutschland auch schon gegeben – nämlich „zu Zeiten des Nationalsozialismus, als der rotsozialistische Mop [sic! (3)] in brauner Uniform, in unmittelbarer Verwandtschaft zu den Kommunisten, schon das Sagen hatte. Es wiederholt sich alles in der Geschichte,“ schreibt Mainz weiter und will damit offenbar andeuten (s.o.), dass Merkel und Demokratie den Nationalsozialisten näher sind, als die wirklichen Neonazis ihrem historischen Vorbild.

Mainz ruft zudem in seinem Schreiben dazu auf, mit „vereinten Kräften die notwendige Aufklärung unseres unterdrückten Volkes zu betreiben.“ Für den Anfang sollten die Empfänger ihm jedoch bitte 12,50 Euro überweisen. „Um die Weitergabe an jüngere Menschen, denen bisher nur Müll und geistiger Durchfall von den ‚Gutmenschen’ hinsichtlich des – DEUTSCHEN SEINS – infiltriert wurde, erlaube ich mir zu bitten.“ [© Klarmann]

[1] Der ewige Judenhass; NPD-Einzelkämpfer fordert würdigeres Gedenken an die jüdischen Opfer der Nazis
[2] Detailansicht
[3] Gemeint sein dürfte der Mob, also eine Masse von Menschen, die sich nicht eben nett benimmt. Mop[p] hingegen ist die Bezeichnung für ein Putzgerät, das zur Fußbodenreinigung genutzt wird.

Gedenken: Stolpersteine als größtes dezentrales Mahnmal und soziale Skulptur

Aachen. Dessen „Stolpersteine“ seien „das größte dezentrale Mahnmal an die Schrecken des Nationalsozialismus,“ lobte der Schulleiter des Bischöflichen Pius-Gymnasiums, Norbert Weitz, den Kölner Künstler Gunter Demnig. Dieser war Gast im „Aachener Europa-Forum“ besagter Schule. Demnig sagte, er sehe sein „dezentrales Kunstwerk“ wegen der Mitarbeit zahlreicher Schüler, Bürger und Angehöriger heute als eine „soziale Skulptur“.

„Stolpersteine“ sind Pflastersteine mit Gedenktafeln aus Messing, die Demnig als Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit verlegt. Demnig schilderte bei seinem Vortrag seinen künstlerischen Werdegang bis hin zu der besonderen Art, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. „Spuren“ hatte Demnig dabei schon immer gelegt, etwa bei Aktionskunst-Projekten mit Farb- oder Schriftspuren. In Kassel etwa zog er zur Mahnung einen Kreidekreis um die im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Bomber zerstörte Innenstadt. In Köln zeichnete der zuerst mit Farbe, später mit Gedenktafeln im Boden den Weg nach, den 1.000 deportierte Sinti und Roma 1940 zurücklegten. So entstand die Idee mit den „Stolpersteinen“.

Seit Jahren verlegt er diese in Bürgersteigen vor Häusern, in denen die Opfer der Nazis – Juden, Widerstandkämpfer, Behinderte, Christen – bis zu ihrer Deportation gelebt haben. Dabei werden Namen, Geburtstage, falls bekannt Todestag und Todesart in die Messingoberfläche eingraviert. Demnig sagte, er bringe so „die Namen dorthin zurück, wo die Menschen zu Hause waren – und wo das Grauen eigentlich begann.“ In Aachen wurden bisher 23 Gedenksteine, in Hamburg rund 3.000 und in ganz Europa fast 23.000 Gedenksteine verlegt. In 14 Jahren habe er drei Morddrohungen erhalten und unzählige Diskussionen losgetreten, sagte Demnig.

Eben dies meine er mit dem Begriff „soziale Skulptur“, sagte der Kölner. Oft recherchierten Schüler, Anwohner und Bürger das Schicksal der von den Nazis Ermordeten, finanzierten „Stolpersteine“ über Spenden. Heute seien Schulklassen und Angehörige bei der Verlegung anwesend, teilweise reisten diese aus Israel und den USA an. Man bewege also Menschen und bringe diese zusammen. Auch wenn alles bei ihm zusammenlaufe, ohne seine Helfer ginge es nicht, so Demnig.

Und schilderte bewegende Erlebnisse. Etwa von den Angehörigen eines Opfers, die bei der Verlegung sagten, sie wüssten nicht, wie ihr Verwandter ausgesehen habe, da in der NS-Zeit alle Bilder verloren gegangen seien. Ein alter Schulfreund des später Ermordeten, der der Verlegung beiwohnte, war erstaunt – und besaß ein Gruppenfoto seiner früheren Klasse. Oder die vielen Schüler, die in Krefeld Biografien von Opfern recherchiert hatten und auf eigene Kosten die Steine verlegen lassen wollten. Nur der Stadtrat wollte keine Verlegung zulassen. Die Schüler starteten ein Bürgerbegehren, benötigten für dessen Durchführung 6.000 Unterschriften und konnten gut 13.000 vorlegen. Daraufhin knickte der Rat ein und die Gedenksteine wurden verlegt. [© Michael Klarmann; für AN]

Rechts: Light-Faschisten nennen Antifaschisten Voll-Faschisten

Erftstadt/Bergheim. Nachdem die Antifa Erftstadt vor einer Woche mit Flugblättern und einem Offenen Brief an die Lokalpolitik vor der rechtsradikalen und fremdenfeindlichen „Bürgerbewegung Pro NRW“ gewarnt hat, nennt diese die Antifa in einem Replik nun „Faschisten“. Autor des Textes ist offenbar der Software-Entwickler und stellvertretende Vorsitzende des „Pro NRW“-Kreisverbandes Bonn, Dirk Kramer. Diesen gibt zumindest der Quelltext besagten Beitrages auf der Homepage des „Pro-NRW“-Kreisverbandes im Rhein-Erft-Kreis als „Administrator“ an.

Ob die örtlichen „Pro“-Mitglieder zu wenig Erfahrung im Umgang mit Antifaschisten haben, ihnen also das rhetorische Grobgefühl fehlt, diese Niederzuschreiben, oder ob mangelndes Technik-Verständnis zur Pflege einer Homepage überwiegen, ist unklar. In dem Text jedenfalls wettert „Administrator“ im Namen des Kreisverbandes aufgrund der Antifa-Aktivitäten über die Gegner als „[r]ot lackierte Faschisten aus Erftstadt“, die öffentlich dazu aufrufen würden, „Steine, Eier und Flaschen auf Polizisten und Demokraten“ zu werfen.

Die Vorwürfe haben zwar konkret mit den kritisierten Antifa-Texten wenig zu tun, reihen sich aber nahtlos ein in die zahlreichen rechtsradikal bis neonazistisch motivierten Versuchen, politische Gegner als „Faschisten“ und Gewalttäter zu diskreditieren. Zwar schreibt „Administrator“ zuerst noch von der „AntiFA Erftstadt“, nennt sie im Folgenden jedoch nur „FA-Funktionäre“ – gemeint sind damit im Duktus, den sowohl Neonazis, Rechtsradikale und völkisch-nationale Rechts-Konservative für ihre Gegner nutzen, „Faschisten-Funktionäre“. Eben jenen Vorwurf äußert dem Beitrag zufolge auch der Vorsitzende der „Pro NRW“-Fraktion im Bergheimer Stadtrat, Jürgen Hintz:

„Mit Faschisten ist kein Staat zu machen, das muss jedem klar sein. Wer sich so klar wie die Erftstädter Steinewerfer gegen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit positioniert, der hat den Boden des Grundgesetzes längst verlassen. Unsere Rechtsabteilung prüft gerade rechtliche Schritte gegen die Autoren des Briefes und des Internetblogs. Auch die Staatsanwaltschaft wird sicher ein großes Interesse an diesen in meinen Augen volksverhetzenden und zum Landfriedensbruch aufrufenden Äußerungen haben. Trotz aller Schwierigkeiten, die [uns] Demokraten von faschistischer Seite bereitet werden, stehen wir natürlich klar zu unserem Auftrag. […] Null Toleranz für Extremismus von rechts und links!“

Was Hintz und sein „Administrator“ verschweigen sind Sätze aus einer redigierten Pressemitteilung [2] des NRW-Verfassungsschutzes: Gefahr für die Demokratie in Nordrhein-Westfalen droht laut der Innenbehörde derzeit insbesondere von der Regionalpartei „Pro NRW“. „‚Pro NRW’ ist ein trojanisches Pferd des Rechtsextremismus für die Kommunalwahlen,“ warnte Wolf. Sie wolle die Gemeinde- und Kreisvertretungen als Bühne für ihre antidemokratische und ausländerfeindliche Ideologie nutzen. „‚Pro NRW’ versucht sich in ein bürgerliches Gewand zu kleiden. In Wahrheit schürt sie wie ‚pro Köln’ Bürgerängste gegen den Bau von Moscheen,“ erklärte Wolf. Vermischt mit ausgrenzenden fremdenfeindlichen Parolen verteufele sie den Islam und schüre bei den Menschen bewusst Sorgen vor Überfremdung… [© Klarmann]

[1] Antifa-Flugblätter gegen die Contra-NRW-Hetzprediger
[2] Wachsende Gewaltbereitschaft, aber auch eine neue Biedermännerei im politischen Kampf

Mitterechts: REP haben linken Türken, äh, Deutschen wieder ganz doll lieb

Alsdorf. Die Zeiten, in denen der notorische Fremdenfeind Alfred Spicher die Geschicke der rechtsradikalen „Die Republikaner“ (REP) in Alsdorf lenkte, dürften langsam vorbei sein. Hatte Spicher sich einst in einer Wählerschelte aufgeregt, dass mit Metin Sak ausgerechnet die Partei „Die Linke“ nun „mit dem ersten Türken“ in den Rat einziehe [1], sollen die beiden REP-Ratsleute in der Ratssitzung am 4. Februar pro Sak gestimmt haben. Wie aus Ratskreisen zu erfahren war, stimmten auch jene REP-Vertreter bei der Wahl der Stadtratsvertreter für den kommenden Integrationsrat für eine Listenverbindung von Bündnis-Grünen und Linkspartei. So wurde Metin Sak auch mit den Stimmen der REP über besagte Liste in den Integrationsrat gewählt. Schon im Oktober hatten die Alsdorfer REP um deren Neu-Mastermind, Andreas Weber, für ein humaneres Asylrecht gestimmt [2]. [© Klarmann]

[1] Ein Türke bleibt ein Türke und ein REP ein REP so wie ein Neonazi ein Nazi ist
[2] REP sind auch mal nett zu den Asylanten



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