Rechts/GegenRechts: NPD-Aufmärsche und Gegendemonstration in Düren [update]

Düren. Ohne besondere Störungen wurden am Freitagabend sowohl ein Aufzug der NPD in der Dürener Innenstadt als auch die angemeldete Gegendemonstrationen der Antifa Düren beendet. Das Konzept der Polizei ging auf. Um Konfrontationen zwischen den Demonstranten von Beginn an nicht aufkommen zu lassen, hatte die Dürener Polizei mit einem großen Aufgebot von Beginn an deutliche Präsenz gezeigt. Die polizeilichen Ziele, die Polizeidirektor Josef Henkel mit dem Einsatzkonzept vor allem verfolgte, waren die Gewährleistung von Grundrechten wie Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit sowie die Gewährleistung der Sicherheit für die Dürener Bürgerinnen und Bürger. So konnte auch die Veranstaltung des „Bündnisses gegen Rechts“ in der Christuskirche ohne nennenswerte Vorkommnisse gewährleistet werden.

Beide Demonstrationszüge bewegten sich in Abständen ab etwa 17.30 Uhr durch die Dürener Innenstadt. Sie wurden kurz nach 19 Uhr von den jeweiligen Versammlungsleitern für beendet erklärt. Auch die unmittelbar folgende Spontandemonstration der NPD „Gegen Polizeiwillkür“ verlief störungsfrei. Während an der Veranstaltung der Antifa etwa 250 Personen teilnahmen, wurden bei der NPD-Demo etwa 60 Teilnehmer gezählt. Ausdrücklich lobt die Polizei die Dürener Bevölkerung, die für die Einsatzmaßnahmen der Polizei, wie aus vielen Gesprächen heraus zu hören war, volles Verständnis zeigte. Mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger wandten sich im Laufe des heutigen Tages mit ihren Sorgen und Fragen über das eingerichtete Bürgertelefon an die Polizei. [Textquelle: redigierter Polizeibericht]

Nach vorläufigen Infos von Antifaschisten wurde vier Gegendemonstranten entweder ein Platzverweis erteilt oder sie wurden demnach kurz in Gewahrsam genommen. Wegen des Verstoßes gegen die Auflagen – offenbar die Nutzung einer untersagte Aussage/Parole [1] – wurden von einem Teilnehmer des NPD-Aufmarsches laut Polizei die Personalien aufgenommen; nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ dürfte es sich dabei um einen der Redner gehandelt haben. „Klarmanns Welt“ berichtet später ausführlich über den makaberen „Trauermarsch“ der NPD. Die Vollversammlung des BgR, gegen das sich der NPD-Aufmarsch richtete, besuchten nach vorläufigen Schätzungen mehr als 500 Menschen. [© Klarmann]

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Siehe auch: Christuskirche unter Polizeischutz (Mitarbeit: Klarmann)

Siehe ebenso: Großaufgebot der Polizei hat alles im Griff

[1] Laut Polizei war Flug als Redner nicht den Behörden gemeldet worden. Man habe dessen Personalien aufgenommen, da die vorherige Nicht-Meldung des Redners gegenüber den Behörden zu Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Versammlungsauflagen führten. Dieser Verdacht richtet sich also nicht gegen die Inhalte von Flugs Rede, sondern dagegen, dass ihn die Versammlungsleitung zuvor nicht der Polizei gemeldet hatte. mik


1 Antwort auf “Rechts/GegenRechts: NPD-Aufmärsche und Gegendemonstration in Düren [update]”


  1. 1 Bobso 13. Februar 2008 um 17:25 Uhr

    Finde interessant, dass der leitende Polizeidirektor von einer Wahrung des Demonstraztionsrechts spricht, wenn Demonstranten dazu aufgefordert werden, die „Vermummung abzulegen (Sonnenbrille und Kappe), da sie ja gegen das Vermummungsgesetz verstoßen würde. Never trust the police!

    ich truste the police zwar…an weitere kommentaroren: bitte anmerkungen künftig etwas konkretisieren, damit auch nicht dabei gewesene leserinnen und leser deren sinn ganz begreifen können. danke. mik

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