Aachen. Die Polizei hat bei Ermittlungen zu einem Dachstuhlbrand an der Ortsteilgrenze von Rothe Erde und Eilendorf eine ausländerfeindliche Schmiererei entdeckt. Laut Polizeibericht seien die Beamten während des laufenden Einsatzes durch einen Anwohner auf den Schriftzug auf der Fahrbahn eines in der Nähe des Brandortes gelegenen Parkplatzes hingewiesen worden. Das betroffene Haus liegt in der Hüttenstraße. Der Schriftzug „Fak Ausläder raus“ (laut Polizei „wörtlich übernommen“ [1]) sei in etwa 15 Zentimeter großen Buchstaben in krakeliger Schrift und mit Kreide auf die Fahrbahn geschrieben worden. Ein Anwohner habe den Schriftzug bereits gegen 3.30 Uhr bemerkt habe, als er nach Hause kam.
Dazu, ob der Schriftzug mit dem Brand in Zusammenhang steht, teilte die Polizei nichts mit. Die Brandermittlungen würden andauern, hieß es dazu bislang. Laut Polizei wurde der Dachstuhlbrand am 23. Februar, gegen 5.10 Uhr, gemeldet. Betroffen davon war ein Mehrfamilienhaus mit der Hüttenstraße, Hausnummer 182. Beim Eintreffen der Feuerwehr und polizeilicher Einsatzkräfte hätten die Bewohner – zwei deutsche und eine bosnische Familie – das betroffene Haus bereits verlassen und seien vorübergehend in einem bereitgestellten Bus untergebracht worden. Die Wohnungen unterhalb des vom Brand betroffenen Trockenspeichers seien bewohnbar geblieben. Der Sachschaden betrage zirka 50.000 Euro, teilte die Polizei mit. Die Brandursache sei nicht bekannt. Konkrete Hinweise auf Fremdverschulden hätten sich bislang jedoch nicht ergeben.
Das Haus selbst ist Teil eines Kunstprojektes, bei dem verschiedene Fassaden von benachbarten Häusern der Hüttenstraße mit Gemälden verziert wurden. Durch die multikulturelle Prägung des Viertels vermitteln diese Bilder meist auch Collagen und Bilder zum Thema multikulturelle Gesellschaft, Toleranz und friedliches Miteinander. Das Haus in der Hüttenstraße 182 trägt ein solches Bild auf seiner Fassade [2]. [© Klarmann]
[1] Bild kann in der Galerie der AN eingesehen werden: Direktlink
[2] siehe: Direktlink
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