GegenRechts/Geschichte: Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen…

Eschweiler. Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis in ganz Deutschland Bücher von Schriftstellern, die ihnen aus „rassischen“ oder politischen Gründen verhasst waren. Nach den Büchern wurden wenige Jahre später auch Menschen in Deutschland ermordet und in den Vernichtungslagern der Nazis verbrannt. Der SPD-Stadtverband Eschweiler erinnert am Mittwoch, 9. April, 20 Uhr, im Kulturzentrum Talbahnhof (Raiffeisen-Platz) mit einer Lesung an die damals verbrannten Dichterinnen und Dichter. Nach einer kurzen Einführung in die historischen Hintergründe und die kulturgeschichtliche Bedeutung der Bücherverbrennung stellen der Kulturwirt und Schauspieler Walter Danz sowie der Journalist und Literaturwissenschaftler Horst Schmidt u.a. „verbrannte Dichter“ und einige kürzere Texte dieser Autoren vor – Erich Kästner, Bertolt Brecht, Oskar Maria Graf, Kurt Tucholsky, Anna Seghers, Joseph Roth, Klaus Mann, Walter Hasenclever, Mascha Kaleko und Irmgard Keun. Der Eintritt ist frei. [Textquelle: redigierter SPD-Infotext]