Brühl. Die Polizei des Rhein-Erft-Kreises war gut vorbereitet. Am Freitag (28.3.) fand in der Brühler Innenstadt eine ordnungsgemäß angemeldete Demonstration und Kundgebung statt. Eine „Kampagne gegen autonome Nationalisten“ wollte über neofaschistische Tendenzen aufklären. Das Konzept der Polizei ging auf. Mit gut ausgebildeten Kräften wurde die Veranstaltung geschützt. Gefährdungen wurden konsequent verhindert. Im Vorfeld der Veranstaltung und während der Veranstaltung mussten gegen 26 potenzielle Störer Platzverweise ausgesprochen werden. Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Sie waren den Platzverweisen der Beamten nicht nachgekommen. Eine Person wurde vorübergehend festgenommen, weil sie einen Schlagstock bei sich hatte. Diese erwartet ein Strafverfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes. [Textquelle: Polizeibericht; fürs erste mal nur der…]
Na also, es geht doch. Und warum nicht so am 27.03.08 in Aachen?
könnte sein, dass die offizielle lesart etwas anders ausgefallen ist, als die inoffizielle, mik. siehe:
http://klarmann.blogsport.de/2008/03/26/dokumentation-demonstration-gegen-veranstaltungsverbot-des-bruehler-buergermeisters-als-start-einer-antinazi-kampagne/#comment-221
Werter Aachener,
der Grund dafür, warum es in Brühl geklappt hat, dürfte daran gelegen haben, dass die Nazis dort versuchten eine Kundgebung, die gut abgeschirmt war zu attakieren, während sie in Aachen eine Demo angriffen.
Hätten sie den auf die Kundgebung folgenden Demozug aus irgendeiner Seitenstraße angegriffen, hätte die Polizei auch keine Chance gehabt. Die Nazis allerdings auch nicht. Bei den Brühler Demoteilnehmer_innen hatte ich nämlich nicht den Eindruck, dass sie die Straftäter_innen einfach so abhauen gelassen hätten.
werter brühlbesucher,
können ja nicht alle so toughe antifa-checker_innen sein, ne. in aachen ging es nicht darum, irgendwelche faschos der ’staatsmacht‘ auszuhändigen. wenn das dein anspruch ist, bitte, ist mir egal. es ging darum, den angriff abzuwehren, das wurde gemacht.
mich kotzen diese entsolidarisierungen von genoss_innen langsam ziemlich an. solidarität ist was anderes, aber vielleicht ist das ja wirklich in dem bereich antiquiert?
Bericht in der Lokalpresse:
http://www.ksta.de/html/artikel/1206878684044.shtml
Aus Sichter der Organisatoren/Demonstranten:
http://de.indymedia.org/2008/03/212006.shtml
„Eine Person wurde vorübergehend festgenommen, weil sie einen Schlagstock bei sich hatte. Diese erwartet ein Strafverfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes.“
Die Bild lässt Grüßen, rede doch einfach nicht wenn du keine Ahnung hast.
Die Person, die festgenommen wurde, wurde dies weil sie gegen das VERSAMMLUNGS recht verstoßen haben soll, da sie eine Fahne mit sich geführt hat.
Laut Versammlungsgestz zählt dieser Gegenstand auch unter die verbotenen, da er „als Waffe eingesetz werden könnte“, was dann schon verboten ist.
Es wird jedoch weder mit einem Strafverfahren wegen unerlaubtem Waffenbesitz (wie auch bei einer FAHNE?!) noch mit einem wegen des angeblichem verstoß gegen das Versammlungsrecht gerechnet.
Soviel dann zum Slogan „Organisierter Journalismus“
GRML
sagen die worte „dokumentiert“ und „fürs erste mal nur“ was? mik