Aachen. Nachdem Vertreter von NPD und „Kameradschaften“ mehrfach rechtliche Schritte gegen „Klarmanns Welt“ und Michael Klarmann als Journalist angekündigt und eingeleitet haben, hat sich der Wahl-Aachener dazu entschlossen, nun ebenso rechtlich gegen Vertreter aus der Braunszene vorzugehen. Unter anderem wurden seit Montag mehrere Sachverhalte an den Anwalt des „Deutschen Journalisten-Verbands“ (DJV) übergeben, u.a. wegen der unerlaubten Nutzung seiner Texte und Bilder durch Neonazis auf deren Homepages. Überdies kam es zu Unterlassungsklagen wegen verschiedener Behauptungen, die Klarmann verunglimpfen. Parallel dazu wurden Strafanzeigen erstattet wegen Beleidigung, falscher Verdächtigung, Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Sachbeschädigung und Bedrohung. Die Strafanzeigen betreffen u.a. NPD-Funktionäre aus der Region sowie Anführer und Webmaster von „Kameradschaften“ und der Neonazi-Feindaufklärung „Anti-Antifa“.

Der 40-jährige Journalist und Fachreferent über die Neonazi-Szene begründet diesen Schritt damit, dass er die andauernden Bedrohungen und Beleidigungen aus dem rechtsextremen Lager nicht mehr hinzunehmen bereit sei. Da die Braunszene nun selbst mehrfach gegen ihn rechtlich vorgegangen sei und die Verfahren ihn Zeit und Geld raubten, verstehe er sich nicht mehr bloß als Beobachter, Fachmann, Rechercheur und Journalist, der als Berufsrisiko „Hasswellen“ aus dem rechten Lager tatenlos hinnehme.
In einem Fall habe ihm die rechte Szene sogar E-Mails untergejubelt, die er als Leserzuschriften publiziert habe, erläuterte Klarmann. Umgehend sei es daraufhin zur Androhung rechtlicher Schritte vonseiten des mutmaßlichen Absenders gekommen, da sich dieser von „Klarmanns Welt“ verunglimpft gefühlt habe. Nur mit Mühe sei es ihm gelungen, so Klarmann, anhand gespeicherter IP-Daten und dem Hinweis aus Szenekreisen über die An- und Abwesenheit eines Verdächtigen, darlegen zu können, das er Opfer einer Intrige geworden sei. In diesem Fall habe er nun Anzeige erstattet wegen Nötigung und Vortäuschung einer Straftat.

Klarmann kündigte an, künftig nicht nur Anzeigen zu erstatten oder zivilrechtliche Schritte einzuleiten, wenn er selbst betroffen ist. Schon im Falle von Hassvideos gegen seine Person, die unter „YouTube“ abrufbar sind, habe er Anzeigen gegen Unbekannt und gegen einen ihm namentlich bekannten Urheber erstattet. Strafantrag habe er ebenso gestellt gegen die Urheber eines „Steckbriefs“, den Neonazis Mitte 2007 in seinem Wohnumfeld verteilt hatten. Klarmann: „Gerade junge Leute meinen immer, ihnen könne nichts passieren. Aber nicht selten kommt es vor, dass Informanten oder Aussteiger plaudern.“ In einem Fall liege ihm eine Eidesstattliche Versicherung vor, dass Videos von einer Person produziert wurden.
Klarmann ergänzte, dass er als Szenekenner, Rechercheur und Dank seiner Informanten über Hintergrundwissen verfüge. Er werde in den kommenden Tagen daher weitere Strafanzeigen erstatten gegen ihm namentlich bekannte Neonazis aus der Region. Unter anderem hätten diese in Internet-Foren, via E-Mail oder über Videoportale Straftaten begangen, etwa Verherrlichung des NS-Regimes, Verbreitung von NS-Propaganda, Holocaust-Leugnung, Volksverhetzung, Bedrohung von Gegnern, üble Nachrede, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, Verbreitung verbotener Literatur und Musik.
Klarmann erinnerte zudem daran, dass ihm anhand von Videoaufzeichnungen und Fotografien sowie Gedächtnisprotokollen zahlreiche Informationen vorliegen, die für Strafverfolgungsbehörden relevant seien. Neben diesem Fundus verfüge er über zahlreiche Informationen durch Szene-Quellen über begangene Straftaten. Der Wahl-Aachener erklärte, in diesen Fällen mit den Sicherheitsbehörden künftig sehr eng zu kooperieren. Besonders bei Aktionen, wo die Dokumentationseinheiten der Einsatzhundertschaften oder des Staatsschutzes nicht vor Ort gewesen seien, werde er künftig seinen Quellenschutz lockern, sagte Klarmann.
Der 40-Jährige begründete diesen für einen Journalisten sehr unüblichen Schritt damit, dass er es nicht mehr einsehen wolle, dass er wiederholt übelsten Drohungen, Verleumdungen und Beleidigungen ausgesetzt sei – was ihn und seine Familie weit bis ins Privatleben hinein belaste. Künftig werde er zwar als Journalist seine Quellen schützen, falls aber die Belastung als Privatmann zu groß werde, könne er für die strickte Trennung von Beruf und Privatleben nicht mehr garantieren. [© Klarmann; auch in Form einer Pressemitteilung („Steckbrief“-Scan kann durch den Befehl „Bild in neuem Fenster anzeigen“ o.ä. vergrößert werden.) ACHTUNG: dieser Text war ein APRILSCHERZ!]
April, April!
wenn sie sich da soooo sicher sind, ist das ihre sache…mik
lieber mik,
heute morgen gleich 2 artikel mit 1.april-scherz-potenzial?!
nicht schlecht! hast dich ja mächtig ins zeug gelegt trotz deiner vielen arbeit.
weitermachen….schreibt ein treuer leser
der eine scherz sollte die anderen etwas vor allzu schneller entdeckung schützen…mik
ps @alle: viele kommentare des heutigen tages unter den aprilscherzen wurden erst am abend frei geschaltet.
Ein sehr konsequenter Schritt.
Wenn sich alle an die Regeln der „Demokratie“ halten,
und die Schlapphüte ihre Arbeit machen…..
tja, dann wird’s unterhaltsam.
Ein Sprichwort meines Grossvaters ( 65 Jahre KPD):
„In Gefahr und höchster Not , bringt der Mittelweg den Tod.“
Viel Kraft, Viel Glück.
Das Flugblatt ist wieder mal ein Schmankerl, auch wenn die ganze Sache nicht zum Lachen ist. Also die Antifa, eine Organisation dessen einziges Erklärtes Ziel die Verhinderung radikal nationalistischer Tendenzen zugunsten demokratischer Strukturen ist, ist „antidemokratisch“. Also sind radikal nationalistische Tendenzen demokratisch? Zumindest ist das die Gleichung, die sich aus dieser Behauptung ergibt.
Herr Klarmann,
ich denke sie wollten dieses mal keinen Aprilscherz machen
wieso, als mitglied der „lügenpresse“ kann ich doch schreiben, was ICH will.
und als scherz erklären, wann ICH was will.
mik
Ich hoffe sehr, dass es sich eben NICHT um einen Aprilscherz handelt, wenn doch, rate ich, genau diese angekündigten Schritte einmal anzudenken…
Die Gerechtigkeit der deutschen Justiz ist sicher eine eher schwierige Sache, aber vielleicht wird einigen der braunen Herren und kleinen Jungs so nkalr, dass es eben hier NICHT um ein Spiel geht.
Genau den Eindruck machen leider die meisten Äusserungen in den Kommentaren hier, besonders zum Überfall auf die Antifa-Demo. Die Äusserungen klingen wie „heldenhafte“ Spassberichte von Hooligan Aktionen und genau so scheint auch die Denke der Herrschaften zu funktionieren…
Schön wäre es da, wenn neben einigen längeren Krankenhausaufenthalten auch gerichtliche Folgen dem Braunvolk klarmachen, dass dieses „Spiel“ zu ernst ist, um gespielt zu werden…
Dem Grossvater vom Störtebecker kann ich nur zustimmen!!!
Dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen!!
Carsten
danke für den erfolgswunsch. mik
Und, war früher nicht alles besser?
APRILSCHERZ: Landesinnenministerium verbietet Kameradschaft Aachener Land [nicht]
http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/131351336
Kleiner Hinweis, falls manche es allzu schnell wieder vergessen wollen:
Dieser Text wurde am Morgen des 1. April 2008 online gestellt und am Abend des 1. April 2008 als Aprilscherz deklariert.
Was war nun wohl der wirkliche Aprilscherz?
Naja der war aber nicht besonders gut ….. da gab es schon bessere -.-
Sehr infantil.
Ich darf auf Willhelm Tell verweisen, der für“ Scherze “ und „Amüsement“ den ersten Pfeil zurück in den Köcher stack.
Aus welchen Beweggründen betreiben Sie das hier?
ich betreibe dies als feldversuch, um zu ergründen, wer alles welche kommentare von sich lässt. mik. ps. mist, merke gerade, der 1. april ist vorbei…
@ Klarmann
Schon mal was von Tor- Netzwerken gehört?
Mit der Ip kann man sich den Kolben polieren.
Die Staatsanwaltschaft könnte beim Provider Ip abfragen . Sie Können garnichts..
Wieder die Frage ……Scherz / Ernst
Tot/Leben
Sekt/Selters
Tee/Kaffee
kaffee bitte! mik
Bei Ihrem Humor sicherlich einen schwarzen Kaffee.
http://contracafe.com/
argh habs mir extra alles durchgelesen un dachte es sei echt…kein schlechter fake!:)
ich dachte heute morgen jedoch, es wäre schon wieder so weit:
http://klarmann.blogsport.de/2009/03/27/gegenrechts-kameradschaft-ist-mehr-als-nur-ein-mord/
mik