Stolberg. Die NPD in der Region und im Rheinland muss einen schweren Schlag wegstecken. Wie „Klarmanns Welt“ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wird der Vorsitzende des NPD-Kreisverbands Aachen, Willibert Kunkel, seine Partei verlassen und einen eigenen Stadtverband der rechtpopulistischen Wählerinitiative „pro NRW“ gründen. Dem Vernehmen nach wird er dabei von seiner ehemaligen Parteifreundin Anja Zysk unterstützt. Zysk hatte seinerzeit in Aachen studiert, war dann nach Hamburg gewechselt und hatte dort den Vorsitz des NPD-Landesverbandes übernommen. Nach internen Grabenkämpfen, in denen Zysk sogar indirekt als Jüdin beschimpft wurde, hatte sie den Landesvorsitz abgeben müssen und war aus der NPD ausgetreten.
Kunkels Austritt dürfte für die NPD ein harter Schlag ins Kontor sein. Sie verliert nicht nur einen Kreisvorsitzenden, sondern ebenso einen Besitzer im Landesvorstand und den Fraktionsvorsitzenden im Stolberger Stadtrat. Dort saß die NPD bislang mit zwei Vertretern und einem Hospitant der DVU im Stadtrat. Durch Kunkels Parteiwechsel verliert die NPD zudem den Fraktionsstatus im Stolberger Rat und muss künftig auf Steuergelder und das eigene Büro verzichten. Vorläufig dürfte Oliver Harf, der zweite NPD-Ratsmann in Stolberg, den Vorsitz des NPD-Kreisverbandes Aachen übernehmen. Szenequellen zufolge soll Kunkel seinen Austritt damit begründen, dass ihm der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren, Ingo Haller, zu mächtig geworden sei. Immer wieder habe Haller gedroht, Kunkel zu entmachten und dessen Posten im Parteivorsitz zu beanspruchen. Hallers starke NPD-Jugend soll schon in Putschpläne involviert gewesen sein, hieß es.
Rudolf Motter von der DVU in Stolberg soll dem Vernehmen in einem Gespräch mit Kunkel diesen scharf angegangen sein. Der heutige Fraktions-Hospitant hatte im Jahr 2003 einen neuen DVU-Verband in der Region aufgebaut, nachdem Kunkel diesen 2002 aufgelöst hatte. Kunkel war 1999 für die DVU in den Stolberger Rat gewählt worden, hatte sich jedoch im Jahre 2002 von der zentralistisch geführten Partei getrennt. Kunkel war damals nebst DVU-Gefolge geschlossen der NPD beigetreten. Motter soll Kunkel wegen seines neuerlichen Wechsels einen „Umfaller ohne Rückrad“ genannt haben, heißt es.
Kunkel selbst war für eine Stellungnahme nicht bereit. Er kündigte für den Dienstagabend eine Presseerklärung an. Es heißt, nicht nur Hallers Machtansprüche, sondern ebenso der Umgang mit seinem „Ziehkind“ Zysk habe ihn in den letzten Monaten stark bewegt. Zysk lebt angeblich schon seit Monaten wieder in Stolberg. Erste Gespräche mit „pro NRW“ seien so positiv verlaufen, dass Kunkel nun „pro Stolberg“ gründen will, hieß es aus Szenekreisen. Sein Ratsmandat will er offenbar ebenso wie beim Wechsel 2002 für seine nun neue Partei wahrnehmen. [© Klarmann; ACHTUNG: dieser Text war ein APRILSCHERZ!]
April, April!
Da treibt der Kunkel ja die nächste „tote Sau“ mit Peitschenhieben durch’s Dorf.
Erinnert mich an „Raskalnikoff“:).
April April -.-
@alle: viele kommentare des heutigen tages unter dem aprilscherz wurden erst am abend frei geschaltet.
Die Aprilscherze werden auch immer langweiliger!
Hallo Michael,
Betreff.: Dein Bericht Ku. usw.
Dein Bericht ist ein schöner Aphorismus
und ein sehr guter Aprilscherz!
mfG
Willibert
dieser kommentar wird nur unter vorbehalt veröffentlicht, da sich noch nicht nachprüfen ließ, ob er wirklich von w. kunkel stammt. bis auf widerruf wird dennoch davon ausgegangen, dass er authentisch ist, da die original-IP von einem server der kommunen stammt. mik
lustig lustig….warum wird mein kommentar nicht nicht gezeigt
wird doch
mik
Und, war früher nicht alles besser?
APRILSCHERZ: Landesinnenministerium verbietet Kameradschaft Aachener Land [nicht]
http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/131351336
Ich dachte, dass der Aprilscherz dieses Jahr ins Wasser fallen müsse?
ohne regen draußen…? das geht nunehmal gar nüscht. mik