Rechts: NPD in Düren sorgt sich um den Frieden in Nahost

Düren. Der NPD-Kreisverband Düren kündigt in Kooperation mit der Neonazi-Gruppe „Kameradschaft Aachener Land“ einen Vortragsabend zum Thema „Pulverfaß Nahost“ an. Die Veranstaltung mit dem Referenten Richard Melisch soll am 5. April ab 17.30 Uhr stattfinden, einen Ort nennt die NPD nicht. Der geladene Autor aus Wien hat Szeneangaben zufolge jahrelang als Wirtschaftsvertreter und Geschäftsmann im Nahen Osten gelebt und ist heute als Buch- und Zeitschriftenautor aktiv. Einer NPD-Veröffentlichung zufolge ist Melisch zwischen dem 29. März und 5. April auf „Rednerrundreise“ in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und NRW. Sein Buch „Pulverfaß Nahost“ erschien ähnlich wie andere Titel in einem Verlag, der als rechtsextremistisch und revisionistisch angesehen wird. In seinen Kreisen gilt Melisch als scharfer Kritiker der Globalisierung, der USA und Israels. [© Klarmann]


12 Antworten auf “Rechts: NPD in Düren sorgt sich um den Frieden in Nahost”


  1. 1 Klaus Störtebecker 03. April 2008 um 12:25 Uhr

    Da würde ich gerne dran teilnehmen…..

    die Nahostfrage ist natürlich sehr interessant , lässt sich aber im Rahmen des derzeitigen Wirtschaftsmodells nicht lösen.

    npd-kontaktfunk steht im flyer auf deren „weltnetzseite“. viel spass mit den brüdern… mik

  2. 2 Fencheltee 03. April 2008 um 13:54 Uhr

    Ich dachte die Brüder wollen sich um Ihre „Heimat“ kümmern? Naja dann sollen die mal ihren Wahlkampf nach Israel verlagern. Die können da ja mal eine Demo machen… Lach

  3. 3 Jennifer S. 03. April 2008 um 17:34 Uhr

    @ störtebecker: nö du, eigentlich ist das weniger spannend. ausgangspunkt ist der reflex: „wir deutschen“ haben das europäische judentum vernichtet. das war böse. aber wir haben nicht die eier das zuzugeben, also brauchen wir jetzt irgendwas um zu zeigen, dass wir nicht die einzigen bösen sind. dann der geniale einfall: wir zeigen einfach das „die juden“ auch böse sind. dann können wir weiter antisemitische scheiße labern und zugleich die eigene geschichte ein bisschen aufpolieren…prima idee. auf dem vortrag wirst du also folgendes hören: „die juden“ sind voll gemein, brutal, hinterhältig, rachsüchtig und furchtbar schlechte menschen – öh… israelis natürlich. geil. das sind zufällig auch die altbekannten stereotype, da brauchen „wir“ nicht mal was neues zu lernen, könnte ja sonst noch kompliziert werden. guter schachzug. ok: „die juden“ als die „totalen täter“ – noch schlimmer als „die deutschen“. mann, wenn das mal nicht entlastet. der konflikt ist total einfach (warum haben das die anderen eigentlich noch nicht erkannt?!): „die juden“ sind an allem schuld, „die palästinenser“ „verteidigen“ nur sich selbst und ihre heimat. voll national und mit dem prima nebeneffekt: da kann fascho sich dann auch gut mit identifizieren und auch mal opfer sein (nach der vorlage der letzten tage in aachen scheinen die da ja drauf zu stehen). nun muss mensch sich auch nicht mehr mit der deutschen geschichte auseinandersetzten. für mich hört sich das alles verdammt unsexy und langweilig an. aber wenn man auf alte männer und ödes gelaber steht…

    merci. mik

  4. 4 Klaus Störtebecker 03. April 2008 um 18:33 Uhr

    @jennifer

    Ich wollte an der Veranstaltung eigentlich auch nur im Rahmen meiner sonstigen pol. Arbeit teilnehmen.
    Und diese ist sehr konträr zu der NPD-Ideologie .
    Mir gefiel dein “ Eiervergleich“. Sehr nett. Ich benutze das auch öfters.

  5. 5 NW 03. April 2008 um 22:17 Uhr

    Jennifer du schreibst geistigen Duenschiss, wenn ich das mal so sagen darf. […]

  6. 6 Jennifer S. 04. April 2008 um 11:19 Uhr

    hoho @NW, jetzt kommst du ja mit den hammerargumenten. bin schwer beeindruckt…

  7. 7 Leser 04. April 2008 um 12:44 Uhr

    Bei dieser Veranstaltung dürfte es wohl eher darum gehen, sich antisemitischen Verschwörungs- und Vernichtungsphantasien hinzugeben, gut getarnt als „Infoabend“.

  8. 8 Carsten 06. September 2008 um 17:42 Uhr

    Sehr interessanter Ansatz, zur Unterscheidung von legitimer Kritik an Israel und verdecktem Antisemitismus, der sich unter dem Deckmantel der Israelkritik leider auch aus der Mitte der Gesellschaft und gerne auch aus linken Kreisen heraus breitmacht, anhand der sogenannten drei D’s:
    Dämonisierung, Doppelstandards und Delegitimierung.

    http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/sharansky.htm

  9. 9 Peter 06. September 2008 um 18:12 Uhr

    Diese Sympathie zu Nahost wundern mich bei der NPD nicht. Schaut man sich zB. Mahler an, der an der „Holocaustkonferenz im Iran teilnahm, denke ich ist auch dem dümmsten Menschen klar was Sache ist. Rechtsextremisten haben eine Sympathie für dieses System, insbesondere denke ich, das dabei der Judenhass eine wesentliche Rolle spielt.

  10. 10 Peter 06. September 2008 um 18:15 Uhr

    @ NW ; Erst mal in der Partei die Judenhetze und Ausländerhetze beiseite legen, dann Abstand zu kriminellen Systemen wie dem Iran und dann, wenn eine Ebene geschaffen ist, den Dialog über Nahost führen!
    Jedoch sollte der Dialog nicht mit „Braunen“ aus Österreich geführt werden!

  11. 11 Peter 06. September 2008 um 18:41 Uhr

    @ Leser
    Sie sagen es, mal abwarten wird bestimmt spannend!

    WAR bestimmt „spannend“…mik

  12. 12 Peter 07. September 2008 um 10:53 Uhr

    Hier noch etwas zum zum demokratischen Grundsatz, der Treue zum Grundgesetz und der Verfassung der NPD;

    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2769038/iialvn/index.html

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