Rechts: Neonazis wehren sich – mit Flugblättern wegen einer Bluttat

Stolberg. Neonazis haben heute Flugblätter an mindestens einer Schule in dem benachbarten Eschweiler anlässlich der Stolberger Bluttat an einen angeblichen „Kameraden“ verteilt. Wie „Klarmanns Welt“ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, sollen einige der Tatverdächtigen die besagte Schule besuchen. Neonazis brachten deswegen Flugblätter im Umlauf, in denen es heißt „Deutsche wehrt Euch!“ Aufgerufen wird zum „Kampf gegen [den] multikulturellen Terror“. Gefragt wird, ob die Empfänger wollen, „dass eure Kinder getötet werden.“ Die Flugblätter beziehen sich auf die Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen am vergangenen Freitag, die ein 19-jähriges Todesopfer forderte. Das Opfer verklärt die rechte Szene als „Märtyrer der Bewegung“ [1]. Unterdessen beklagt die NPD, dass eines ihrer Mitglieder, der 17-jährige Begleiter des Opfers in der Tatnacht, von Migranten bedroht werde.

Laut eines Berichtes der Lokalpresse ist die Ursache der Bluttat ein Beziehungsdrama [2]: „Nach den Recherchen der Kriminalisten im Aachener Polizeipräsidium wurde die Freundin eines Mitglieds aus der Gruppe der mutmaßlichen Täter in einem solchen Forum des Internets von einem Mitglied aus der Gruppe um den 19-Jährigen aus Eschweiler ‚angemacht’.

Darüber habe es dann eine intensive und kontroverse Diskussion zwischen mehreren Beteiligten gegeben – aber eben virtuell via Internet. Allerdings sei der Zwist dort bereits beigelegt gewesen, erklärt der Pressesprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, ‚als sich die beiden Gruppen dann wirklich zufällig am Freitagabend in Stolberg begegneten’. 

Aus dem zufälligen Zusammentreffen entwickelte sich aber neuer Streit, der letztlich in der tödlichen Messerattacke des 18-Jährigen gegen den nur ein Jahr älteren Berufsschüler aus Eschweiler mündete.“

Wie „Klarmanns Welt“ weiter erfuhr, ist derzeit die Polizeipräsenz im Umfeld von Schulen in Stolberg und Eschweiler, die die Jugendlichen, der Täter und das Opfer besuch(t)en, hoch. Offenbar werden Vergeltungsaktionen befürchtet. [© Klarmann]

[1] FREUNDE UND ELTERN DES ANGEBLICHEN NEONAZIS FORDERN ENDE DER LÜGEN; JUNGER RECHTSEXTREMIST BEI MESSERSTEICHEREI IN STOLBERG GETÖTET?; STICHWORTE ZU DEM GETÖTETEN 19-JÄHRIGEN UND WIE DIE BRAUNSZENE DAMIT UM GEHT…; CHAOSTAGE RUND UM MÄRTYRERKULT IN STOLBERG – ZWEI AUFMÄRSCHE GEPLANT
[2] Direktlink


4 Antworten auf “Rechts: Neonazis wehren sich – mit Flugblättern wegen einer Bluttat”


  1. 1 martin von der gleichen ip wie klau S. 08. April 2008 um 19:37 Uhr

    wenn es nicht so traurig wäre…, fast schon wieder lustig. kleine jungs mit braunem scheiss inner birne verteilen flugblätter zitat „Gefragt wird, ob die Empfänger wollen, „dass eure Kinder getötet werden.“ ja seid wann haben den 18 und 19 jährige schon kinder von 18 oder 19 jahren. ist das ein bonmot?

  2. 2 NW 08. April 2008 um 20:35 Uhr

    Es ist ein allgemeiner Apell an Schueler, Lehrer und Eltern gleichermassen. Es folgen noch viele andere, teils groessere Aktionen. Es werden sich die Zwerge von der Antifa noch Umschauen! Hasta la Vista Antifascista :D

  3. 3 tkwm 08. April 2008 um 23:17 Uhr

    Was machen die „Kameraden“ denn, wen am 12. und 26. die Gegendemo der Antifa angeführt wird von den Eltern des Erstochenen? Auf die eindreschen? Abstechen? Schießen? Trauern? Oder was?
    Bleibt zu Hause „Kameraden“ und tut mal was sinnvolles, besucht mal eure Eltern im Altersheim, fegt die Strasse oder macht einen Spielplatz sauber, tut mal was nützliches für die Gesellschaft. Anstatt den Ermordeten ein zweites Mal umzubringen.

  4. 4 martin von der gleichen ip wie klau S. 08. April 2008 um 23:25 Uhr

    @nw

    du hast das bonmot nicht verstanden oder du bist telektuell nicht in der lage.

    blabla

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