Rechts: Ermittlungen wegen Neonazi-Aufmarsch am Sonnabend

Stolberg. Die Polizei ermittelt derzeit wegen verschiedener Straftatbestände gegen Teilnehmer des NPD-„Trauermarsches“ anlässlich einer Bluttat am vergangenen Sonnabend. Neben den Ermittlungen gegen einen Neonazi, der im Gerangel mit Polizisten sechs der Beamten mit Reizgas verletzt haben soll, glaubt die Polizei, dass weitere Straftaten begangen wurden. Die Behörde wird die Staatsanwaltschaft Aachen daher auf Taten hinweisen, die möglicherweise die Straftatbestände der Volksverhetzung und Bedrohung zuzurechnen sein könnten. Polizeipräsident Klaus Oelze sagte heute vor Pressevertretern, die Staatsanwaltschaft müsse dann prüfen, ob Straftatbestände erfüllt seien und Strafverfahren eingeleitet werden müssten. Hintergrund sind Parolen, die man gegenüber Migranten mit geballten Fäusten skandiert hatte – was als Bedrohung anzusehen sei. Zudem, sagte Oelze, werde gegen den Anmelder des Aufmarsches wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Auflagen ermittelt. Hintergrund sei, dass der spontan angemeldete „Trauermarsch“ als Schweigemarsch angemeldet gewesen und das Skandieren von Parolen untersagt worden war. Zum Ende hin waren indes Parolen skandiert worden. [© Klarmann]


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