Rechts: Anklage gegen 86-jährigen mutmaßlichen SS-Mörder…

…titelt die Lokalpresse [1] und berichtet über den Fall eines ehemaligen SS-Mannes, der in den Niederlanden wegen Mordes verurteilt wurde, sich der Strafe aber durch Flucht nach Deutschland entzog. Nachdem die Justiz lange in dem Fall nicht konsequent tätig wurde, will sie nun doch gegen den 86-Jährigen, der heute in einem Eschweiler Altenheim lebt, Anklage erheben. [© Klarmann]

[1] Direktlink


14 Antworten auf “Rechts: Anklage gegen 86-jährigen mutmaßlichen SS-Mörder…”


  1. 1 Michi 14. April 2008 um 20:21 Uhr

    […]

    heldengedenken fällt hier aus. mik

  2. 2 Oldenburg 14. April 2008 um 22:05 Uhr

    Warum muss man so alte Menschen noch vor Gericht zerren? Eine Zumutung!

    stimmt. schon immer. diese alten, ausgemergelten körper in den KZs, ganz ohne hauptverhandlung…mik

  3. 3 martin von der gelichen IP wie Klau S. 14. April 2008 um 22:14 Uhr

    Machen Sie doch bitte eine “ ab 21″ Sektion auf damit man sich mit dieser Logorohe befassen kann.

  4. 4 Oldenburg 15. April 2008 um 9:09 Uhr

    @ stimmt. schon immer. diese alten, ausgemergelten körper in den KZs, ganz ohne hauptverhandlung…mik

    Also ganz wie in der Bibel steht: Auge um Auge… Oder,wie soll ich das verstehen?
    In der Bibel steht auch: Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! (zumindest sinngemäß!)

    nun kommen sie mir mit der bibel…nazis und neonazi verstanden/verstehen sich als kämpfer und missachte(te)n menschenrechte. warum wollen sie sie dann noch nutzen, wenn es ihnen nutzt? und wenn der alte herr vor etwa zwei jahren noch in einem tv-beitrag protzen konnte mit seinen taten, dann kann er auch mal eben vor gericht gestellt werden. den stein hat er damit selbst mehrfach geworfen. mik

  5. 5 Oldenburg 15. April 2008 um 11:03 Uhr

    Meinte damit: Gerade wer jetzt am lautesten „Nazis raus!“ schreit, sollte einmal in sich hinein hören:
    Seid ihr Euch sicher, das ihr Euch damals nicht der NSDAP angeschlossen
    hättet?
    Ich für meinen Teil, kann die Frage nicht verneinen, da ich zu dieser Zeit nicht gelebt habe. Daher werde ich diesen Mann nicht verurteilen. Nun sterben die sog. Täter und die Opfer langsam aus… Die Erpressung unseres „Gewissens“ wird also nicht mehr so einfach sein.
    „Menschenrechte“… die werden täglich verbogen… wie es den Machthabern aus aller Welt passt… Solange die Kohle rollt… (siehe z.Zt. in China, der Türkei, usw.)

    ich denke, sie hätten sich sicher eher der NSDAP angeschlossen, als meinereiner. erpressung des gewissens? feinstes nazijargon… und tschüss, herr wortergreifer…mik

  6. 6 Ellen 15. April 2008 um 13:59 Uhr

    Habe lange überlegt, ob ich mich zu diesem Thema äußern „soll“ und will. „OK, die Entscheidung ist gefallen!“
    Ich weiß nicht was ich damals getan „hätte“.
    Allerdings weiß ich SEHR genau, dass ich dankbar dafür bin, nie in die Situation gekommen zu sein, diese Frage ernsthaft entscheiden zu müssen.
    Jede Äußerung hierüber ist also hypothetisch.
    Die Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus ist meines Erachtens ohnehin nicht mit schwarz-weißen Denkmustern zu klären oder mit „Unschulds- oder Schuldzuweisungen“.
    Bin überzeugt, dass solche Kategorien vor allem dazu beitragen, das Thema noch weitere Generationen unter der Decke zu halten.
    Schaue ich als Tochter oder Enkelin auf die Situation stellt sie sich mir möglicherweise ganz anders dar, als wenn ich beispielsweise als Pflegekraft oder als Unbeteiligter darauf schaue.
    Und wenn ich dann noch meine heutige Moral draußen lasse, erschließen sich womöglich sogar ganz andere Zugänge.
    Deshalb bleiben Täter trotzdem Täter und trotzdem gehören oftmals noch andere Dimensionen dazu.
    Was macht man mit nem „Täter“, der danach bereut, sich kritisch distanziert oder, oder, oder?
    Daher bitte ich herzlich, die „Sandkiste“ wieder zu verlassen.
    Das Thema ist wahrlich ernst genug und ambivalente Gefühle gehören, seit ich mich intensiv mit dieser Problematik beschäftige, zu meiner emotionalen und rationalen Wirklichkeit.

  7. 7 Klaus Störtebecker 15. April 2008 um 17:26 Uhr

    Daher werde ich diesen Mann nicht verurteilen.
    @Oldenburg
    Dafür sind auch Gerichte zuständig.
    Zitat Millitärgesetzbuch 3. Reich:
    § 47 des zur Tatzeit geltenden Militärstrafgesetzbuches sagte dazu aus:

    „(1) Wird durch die Ausführung eines Befehls in Dienstsachen ein Strafgesetz verletzt, so ist dafür der befehlende Vorgesetzte allein verantwortlich. (2) Es trifft jedoch den gehorchenden Untergebenen die Strafe des Teilnehmers: erstens, wenn er den ihm erteilten Befehl überschritten hat, oder zweitens, wenn ihm bekannt gewesen ist, dass der Befehl des Vorgesetzten eine Handlung betraf, welche ein bürgerliches oder militärisches Verbrechen bezweckte.“

    Also Herr Oldenburg….dann mal weiter rumwühlen in der Pseudoethik die Sie plegen.

  8. 8 NW 15. April 2008 um 21:03 Uhr

    Was ist das fuer ein System?! Aber gut das ist man gewohnt in der BRD. Es geht immer nur um die Nazi-Verbrecher/en!! Ewige Schuld bis zum xxxx Jahrhundert. Verbrechen der Nazis? Wir haben dafuer gebüsst […]

    der rest war nazischeiß. der anfang ist „wir“-geschreibsel eines pennälers, der ja schon so viel gebüßt hat…mik

  9. 9 Micha 16. April 2008 um 0:14 Uhr

    Niemand kann heute sagen, wie er früher gehandelt hätte, da wir alle nicht aus dieser Zeit stammen…Wenn die Eltern einen von klein auf nationalsozialistisch erzogen haben, wird es nur in sehr wenigen Ausnahmen zu „Rebellen“ gekommen sein, wie soll man sich sonst erklären, dass eine Regierung ein ganzes Volk so in die falsche Richtung leiten konnte, wie es dem NS-Regime damals gelungen ist?

    Ich denke, dass der zu verurteilende Mann seine Fehler nicht einmal einsehen KANN, weil er fest von der damaligen Ideologie überzeugt ist.
    Ihn für diese Taten einzusperren ist aus heutiger Sicht auf jeden Fall angebracht, aber letztendlich sinnlos, denn seine besten Jahre hat er wohl lange hinter sich.

    seine besten jahre? als niederländer dürfte er, anders als junge deutsche, nicht nationalsozialistisch erzogen worden sein. er war freiwilliger der SS, und zwar in seinen besten jahren… mik

  10. 10 Ellen 16. April 2008 um 9:08 Uhr

    „Wenn die Eltern einen von klein auf nationalsozialistisch erzogen haben, wird es nur in sehr wenigen Ausnahmen zu “Rebellen” gekommen sein, wie soll man sich sonst erklären, dass eine Regierung ein ganzes Volk so in die falsche Richtung leiten konnte, wie es dem NS-Regime damals gelungen ist?“

    War letztens zweimal im Film „Die Welle“. Hier kann man eine leise Ahnung davon erhalten wie faschistische Erziehung „tickt“ und wie man auch unter heutigen Bedingungen noch glatt auf den Zug aufspringen kann. (Der Film basiert auf einem sehr realen Experiment in den 80er Jahren, in Amerika)
    Es sind leider oftmals nicht allein die dämlichen Fascho-Glatzen und Trampel-Sessionen, (wie am 12.04.) die Menschen für so etwas empfänglich machen.
    Und noch eins, lieber „Michi“: „Soooooo prickelnd anders haben scheinbar auch nachfolgende Generationen ihre Kinder nicht erzogen!“;-)
    Woher sonst der Zulauf bei den Rechten?
    Außerdem, auch die sogen. “ faschistische Erziehung“ fällt nicht vom Himmel und ihre Prägungen gehen über „1933″ hinaus.
    Und wenn man dann noch anfängt, das Thema „Nationalsozialismus“ auf die eigene Familie herunter zu brechen, kann man manchmal Überraschungen erleben;-)*
    In diesem Sinne: „Für eine Gesellschaft OHNE Nazis!“*

  11. 11 Herr aus Oldenburg 16. April 2008 um 9:39 Uhr

    Da können unsere Moralisten reden, wie sie wolle. Ich fühle keine Schuld. Warum auch? Nur weil irgendwelche Wissenschaftler, Politiker oder deren Helfer von der Antifa, das gerne hätte? Ja klar…
    Ich hab damals nicht gelebt. Basta!

    sie sind ja „nur“ auf dem weg, das „damals“ wieder möglich zu machen…mik

  12. 12 NW 16. April 2008 um 18:26 Uhr

    Richtig Klarmann!
    *Klatsch klatsch*

  13. 13 Klar, Mann? 16. April 2008 um 21:04 Uhr
  14. 14 Der Demokrat 17. April 2008 um 5:50 Uhr

    Mord darf in einem Rechtsstaat nicht verjähren.
    Es ist nur eine Schande das dem der Prozess nicht schon eher gemacht wurde.

    Der Demokrat

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.