Aachen. Im Aachener Ortsteil Richterich scheinen in letzter Zeit Jugendliche – darunter auch Rechtsextremisten – heftig aneinander zu geraten. Einem Bericht [1] in der Lokalpresse zufolge spitzte sich dabei die Lage am Wochenende zu. So sammelten sich demnach offenbar am Sonnabend gegen 21.30 Uhr bis zu 20 teils vermummte Jugendliche und wollten einen Gegner attackieren. Sie traten demnach, nachdem sie mehrfach an dessen Haus geklingelt und ihren Gegner aufgefordert hatten, herauszukommen, auch eine Scheibe der Haustür ein. Hintergrund scheinen länger schwelende Konflikte zwischen zwei Jugendgruppen zu sein. In einer davon bewegt sich mindestens ein Rechtsextremist, der nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ im Umfeld der „Kameradschaft Aachener Land – Sektion Herzogenrath“ aktiv ist.
Laut Lokalpresse drängt sich der Verdacht auf, da der attackierte Jugendliche dunkle Hautfarbe hat, dass es sich um ein rassistisches, fremdenfeindliches Pogrom handelte. Die Polizei verwies jedoch auf Anfrage darauf, dass beide Gruppen in der Vergangenheit mehrfach aneinander geraten seien. Offenbar sei die Tat von Samstag eher als Rache zwischen den Jugendlichen zu verstehen, denn als rechtsextrem motivierte Tat. In der Nachbarschaft des Übergriffs tauchten indes unlängst auch Nazi-Schmierereien – ein Hakenkreuz und das Kürzel «ACAB» (All Cops are Bastards) – auf. Rund eine Stunde später fiel oben genannter Rechtsextremist dann im Ort auf, weil er einen anderen Jugendlichen beleidigte und vorläufig festgenommen wurde.
Richterich liegt im Norden Aachens und grenzt an den Herzogenrather Stadtteil Kohlscheid an, wo auch die „Kameradschaft Aachener Land – Sektion Herzogenrath“ angesiedelt ist. Schon vergangenes Jahr war es in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wegen eines Treffens von Leuten aus jenem Umfeld in Richterich zu einem Polizeieinsatz nebst Beschlagnahmungen gekommen. Anlass war das laute Abspielen rechter Rockmusik und das Aufhängen einer rechten Flagge. Damals war auch der heute 18-jährige Sohn eines Polizeibeamten ins Visier der Ermittler geraten. Er gehört den rechtsradikalen Alemannia-Fans und der örtlichen Neonaziszene an und bewegte sich zeitweise im Umfeld der „Aachen Ultras“.
Zu Karneval 2008 kam es in Richterich erneut zu rechten Vorfällen, u.a. feierten Neonazis in größeren Gruppen in örtlichen Lokalitäten, am Festzelt wurden ihnen teilweisen Platzverweise erteilt. Sowohl der 18-Jährige, als auch der nun erneut aufgefallene 17-Jährige sollen an Fettdonnerstag dabei gewesen sein, als Neonazis linke attackierten [3]. Laut örtlicher Antifaschisten war der 17-Jährige auch dabei, als Neonazis im März eine Antifademo angriffen [4]. Als die Polizei Mitte Januar KAL-Leute und andere Neonazis am Holzgraben in Gewahrsam genommen hatte, weil sie rechte Parolen skandierten, soll ebenso der 17-Jährige unter den Rufern gewesen sein. [© Klarmann]
[1] Direktlink
[2] Grundgedanken des Nationalen Widerstands Herzogenrath und der schnöde Alltag (Link führt zum alten Blog.)
[3] AUSEINANDERSETZUNGEN ZWISCHEN NEONAZIS UND ANTIFASCHISTEN AN KARNEVAL
[4] NEONAZIS GREIFEN ANTIFADEMONSTRATION AN
Die Namen der Jugendlichen werden in den Artikeln nicht genannt, aber trotzdem glaube ich nur anhand der Beschreibung der verschiedenen Vorfälle in denen die Jugendlichen verwickelt waren zu wissen, um welche Naziwelpen es sich hier handelt. Unglaublich interessant das.
Andere Frage; wieso wird in der AZ davon berichtet und in der AN nicht? Ist doch alles unter der gleichen Redaktion in mache. Und wieso erst jetzt?
zu der frage: als freier mitarbeiter bin ich nicht immer in betriebliche abläufe eingebunden oder, so doch, befugt, darüber auskunft zu erteilen. mik
ACAB steht für 16 Diesel also 8 Cola /8 Pils:)
Abgesehen davon braucht der Junge mal ein schönes Praktikum in ’nem Behindertenheim. Das lehrt Freude am Leben ( durch die meist grundpositive Einstellung der Bewohner dort)
und Respekt.
Na Herr Störtebecker da sind wir wieder lustig.
„Abgesehen davon braucht der Junge mal ein schönes Praktikum in ‘nem Behindertenheim. Das lehrt Freude am Leben ( durch die meist grundpositive Einstellung der Bewohner dort)
und Respekt.“
Na das halte ich doch für ne Gute Idee, um so mehr Freude desto mehr Kraft!Denn wie heißt es so schön […]
Aber ob das die Situation beheben kann
ACAB hat ganz eindeutig im Sprachgebrauch von Nazis diese unzulässig pauschalisierend gegen PolizistInnen gerichtete Bedeutung. Denn wer nicht unzulässig pauschalisieren kann, ist als Rassist oder Rassistin eine Niete.
Im Sprachgebrauch von Linken steht ACAB für Anarcho Communists Are Beautiful.
Gruß allen AntifaschistInnen in der Aachener Region.
ich konnte den vorfall miterleben
und da war 1 (möchtegern) nazi dabei.
die anderen waren alle deutsch aber nicht rechts!!!!!!!!!!
keep cool westside
Der „Racheakt“ fand soweit ich weiß aus dem Grund statt, dass das „Opfer“ einige Tage zuvor einen Jugendlichen aus Richterich in einer Unterführung nähe des Täterhauses mit mehreren Leuten zusammengeschlagen hat.
Auch wenn ich die Racheaktion in dieser Form nicht gutheiße muss ich dennoch schmunzeln, wenn der ursprüngliche Täter plötzlich zum unschuldigen Opfer wird bzw. es so aussehen lässt
„In einer davon bewegt sich mindestens ein Rechtsextremist, der nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ im Umfeld der „Kameradschaft Aachener Land – Sektion Herzogenrath“ aktiv ist.“
Oh nein, mind. einer von mind. 20 ist ein Rechtextremist ! Vielleicht ist auch einer ein Demokrat ? Oder einer wählt die Grünen ?
Desweiteren sollten sie auch erwähnen wie groß diese Sektion der KAL ist
als wöllte ich dem tigerentenclub seine existenzberechtigung streitig machen…mik
@Anarcho Communist: Wie heißt es so schön? Ironie und Sarkasmus leben davon, verstanden zu werden. Sollte das nicht der Fall sein, wär’s doch besser, einfach den Rand zu halten.
Und mal am Rande gesagt: Es ist nicht schlimm, wenn man mit 14 noch nicht soviele Fremdwörter kennt. Da musst du dann nicht ne halbe Stunde vorm Lexikon brüten, um so nen pseudo-intellekten Blödsinn herbei zu zaubern
Zu dem Bericht: Seit wann ist es denn bitte eine Tatsache, dass „an Fettdonnerstag […] Neonazis linke attackierten“??? Bis jetzt kamen sie doch nie über ein „sollen“, „laut örtlichen Antifaschisten“, „angeblich“, etc. hinaus!?! Oder hab ich was verpasst? Und wenn ja: Wo sind denn die Belege dafür?
Falls die Begegnung zwischen der „handvoll antifaschistischer Jugendlicher“ und den „[e]twa 35 kostümierte[n] Neonazis“ auf dem Markt gemeint sein soll: Selbst aus ihrem Bericht geht eindeutig hervor, dass die Antifas nicht angegriffen wurden. Nebenbei gesagt: Wenn ein paar Antifas an Karneval auf ne Horde Neonazis trifft und dann nichts besseres zu tun hat, als sich zu vermummen, mit Antifa-Parolen zu provozieren und den Sicherheitsdienst zu attackieren, ohne dass es zu einer Auseinandersetzung mit den Neonazis kommt, haben sie in meinen Augen dann keine Berechtigung groß rum zu heulen und man kann erst Recht nicht von einem Angriff sprechen…
[…]
neuer nik, altes problem. mik
Vielleicht solltet ihr mal überlegen das die Presse „nicht immer“ die Wahrheit spricht und vielleicht stimmt ja auch nicht alles was hier geschrieben ist, aber ich kann euch versichern das fast alles was in der Aachener Zeitung steht vollkommene „Regen“scheisse is.
Zitat: Vielleicht ist auch einer ein Demokrat ? Oder einer wählt die Grünen ?
Überleg doch bitte erstmal was du da schreibst du kennst wahrscheinlich niehmanden der dort dabei gewesen ist, ich kann dir versichern das das alles Neo`s waren und manche halt mehr (z.b die 2 die festgenommen wurden)
wir kriegen euch alle
oh, die NPD droht wieder…? mik
@Anonym :
Zitat : „Überleg doch bitte erstmal was du da schreibst du kennst wahrscheinlich niehmanden der dort dabei gewesen ist, ich kann dir versichern das das alles Neo`s waren und manche halt mehr (z.b die 2 die festgenommen wurden)“
Schön das Sie mich dutzen, waren wir schon so weit ? Sie können mir also versichern, dass die Jungs alle „Neo`s“ sind ? 20 jugendliche Neonazis ? Skinheads mit Springern und Glatze ? Bestimmt mein Freund, machen sie doch bitte erst mal ihre Hausaufgaben bevor sie mir hier etwas versichern, kapische
Krieg‘ ich neuerdings keine Antworten mehr auf mein kritisches Hinterfragen?
Weiterer Bericht in der Lokalpresse:
http://www.az-web.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=506547&_wo=Lokales:Aachen
[Wenn für jedes mit Edding oder größerem Geschütz geschmierte HK so viel Wirbel gemacht würde in Aachen…]
„Überleg doch bitte erstmal was du da schreibst du kennst wahrscheinlich niehmanden der dort dabei gewesen ist, ich kann dir versichern das das alles Neo`s waren und manche halt mehr (z.b die 2 die festgenommen wurden)“
Ich kenne die Personen auch, vermutlich sogar besser als du, da ich in Richterich wohne. 2 Personen sind definitiv rechtsradikal, der Rest beteiligte sich nur aus Rachegründen der Person gegenüber, dabei war vollkommen uninteressant welche Hautfarbe der werte […] hat, sie haben nichts näheres mit der rechten Szene zu tun, also nenne sie nicht einfach ohne das geringste Hintergrundwissen „Neonazis“!
Das „Opfer“ hat schon mehrere Androhungen des Schulverweises wegen Gewalttätigkeit und mehrfachem Diebstahl erhalten und fällt auch in der Öffentlichkeit häufig durch Gewalttätigkeit auf, es hat hier also kein Unschuldslamm erwischt.
Das klingt so als würde ich die Täter hier in Schutz nehmen, mache ich in gewisser Hinsicht auch, aber nur weil mich diese Pauschalisierung in letzter Zeit ankotzt. Jeden Tag wird über rechtsextremistische Vorfälle berichtet, das Bericht über das HK in Richterich ist wohl die Spitze, denn es befindet sich dort seit schon ungefähr 2 Jahren. Die Jugendlichen auf dem Spielplatz wurden also zu Unrecht angezeigt.
Soll jetzt jedes Mal, wenn irgendwo eine Schmiererei auftaucht, darüber berichtet werden!? So wie ich das mitbekomme bestärkt das nur den Tatendrang der Rechten, da sie sich an der Popularität ihrer Taten erfreuen.
Was ich von den 2 Extremisten abgesehen von diesem Fall hier halte, muss ich hier jetzt nicht sagen, denn darüber denke ich ähnlich wie Herr Klarmann..
nur mal für meinem hintergrund: schreiben hier zwei michas? jedenfalls gibt es zwei, die sich mit unterschiedlichen mail-adressen eintragen… mik
Moin ….
Das waren keine Neonazis,ausser einer vielleicht.
Evtl. sind die anderen Mitläufer,aber die kann man nicht dazu zählen …
Und wieso müssen es ausgerechnet Rechte gewesen sein?Die linken sind doch auch für solche Aktionen bekannt..
Gruß
die gradwanderung zwischen mitläufer und neonazi ist manchmal putzig schmal, erst recht, wenn man ins gruppengefühl und die „erlebniswelt“ eintaucht und man sich vor einem haus aufbaut und der mob das herauskommen eines gesuchten fordert – ob zum gemeinsamen verhauen, zum abschieben oder zum in einen sonderzug setzen…bürgerwehr-haftig ist es allemal, und wenn dabei neonazis mitmischen, soundet es doch etwas anders, als wenn es eine spontane jugendbandenaktion ist… und sind linke mobs schon so vor häusern aufmarschiert? mik
@ Tina: Mhhh, ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber bei mir schmieren die Linken keine Hakenkreuze an Wände. Außerdem baut das Führerprinzip doch auf Mitläufern oder „Hinterherläufern“ auf, oder sehe ich das falsch?
@ klarmann
anscheinend schreiben zwei verschiedene
momentan scheint es sortiert: da gibt es einen michael, einen micha-rechts (ex-micha 1) und sie als micha…mik