Rechts: Same Kunkel as every year…

Stolberg. Wie in den Vorjahren [1] hat es sich der NPD-Kreisvorsitzende Aachen und Stolberger Ratsmann, Willibert Kunkel, nicht nehmen lassen, am 1. Mai das Gewerkschafts-Familienfest vor dem Stolberger Rathaus zu besuchen. Örtliche Antifaschisten und Polizeibeamte sagten gegenüber „Klarmanns Welt“, der NPD-Funktionär habe das von der IG Metall organisierte Fest mit zehn bis fünfzehn Rechtsextremisten besucht. Kunkel – damals noch DVU-Ratsmann – war offenbar bis zum Jahr 2002 Mitglied der IG Metall gewesen. Er hatte zuvor sogar das Amt eines Vertrauensmanns in einem Stolberger Großbetrieb bekleidet und zeitweise auch das Vertrauenskörperwesen geleitet. Einem Ausschlussverfahren war Kunkel, offenbar nach seinem Übertritt in die NPD, durch Austritt aus der IG Metall zuvorgekommen. Der NPD-Lokalpolitiker – ebenso Beisitzer im Landesvorstand seiner Partei – hält jedoch seitdem an der Tradition fest, provokativ das Familienfest seiner Ex-Gewerkschaft mit zwischen fünf bis zwanzig Gleichgesinnten zu besuchen. [© Klarmann]

[1] Regionalbraunes tanzt in den Mai; Kunkels Tag der Deutschen Arbeit (Links führen zum alten Blog.)


4 Antworten auf “Rechts: Same Kunkel as every year…”


  1. 1 Thorsten Meier 02. Mai 2008 um 13:33 Uhr

    Ein Trauerspiel, wie die Gewerkschaften in Stolberg mit der Situation umgegehen. Während anderswo Gewerkschaftsfunktionäre ein Verbot der NPD fordern, gelingt es den Kolleginnen und Kollegen in Stolberg nicht einmal, die Neonazis vom Platz zu halten. Bei soviel Engagment und antifaschistischer Zivilcourage verwundert es nicht, das die Neonazis sich ausgerechnet Stolberg als Märtyter-Pilgerort ausgesucht haben …

  2. 2 Klar, Mann? 02. Mai 2008 um 16:49 Uhr
  3. 3 Klar, Mann? 04. Mai 2008 um 8:34 Uhr

    Aus Sicht der NPD (Schreibweise wie Original!):

    NPD Düren unterstützte den ersten Mai auch in Stolberg

    Stolberg ist immer eine reiße wert, nach diesem Motto zog es einige Mitstreiter der NPD Düren und der Kameradschaft Aachener Land zum traditionellen ersten Maifest der SPD in Stolberg.

    Rund 20 Kameradinnen und Kameraden aus dem nationalen Lager der Region Aachen Düren zeigten erneut Gesicht in Stolberg. Bürgermeister Ferdi Gatzweiler müßte es eigentlich langsam leid sein gegen Nationalisten zu hetzen dachte man doch gegen Ende seiner Ansprache zeigte der Dicke wieder sein anscheinend einziges Ziel „Kampf gegen rechts“. In der Örtlichen Sozial Politik versagte er seit Amtsantritt und da er dies wohl selbst schon bemerkte versucht er jetzt über den Kampf gegen rechts bei den Bürgern, überwiegend Migranten, plus Punkte zu sammeln.

    […] Der Aachener NPD Kreisvorsitzende Willibert Kunkel […] machte nochmals deutlich das entgegengesetzt der Gewerkschaftlichen Lügen der erste Mai seit 1933 Arbeitsfrei ist. Verwundert sei er, wie jedes Jahr, das gerade die die gegen Nationalisten kämpfen den ersten Mai aber dennoch aufrecht halten. […]

  4. 4 Hans-Josef Eiermann 05. Mai 2008 um 13:45 Uhr

    Zu diesem literarischen Erguss kann man den AufRECHTEN DEUTSCHEN nur folgendes auf die Fahne schreiben:

    DEUTSCHLAND DEN DEUTSCHLEHRERN!

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