Rechts: Neue Drohkulisse gegen Familie von bedrohtem Antifaschisten

Aachen. Abermals ist ein Mitglied einer Familie eines von Neonazis bedrohten Jugendlichen zum Opfer neuer Drohkulissen geworden. Wie „Klarmanns Welt“ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wurden Mitte Mai die Haustür und das Wohnumfeld eines Gewerkschafters aus Aachen mit rechten Aufklebern beklebt. Auf einigen der Aufklebern wurde gedroht, „Antifagruppen [zu] zerschlagen“ und gewaltsam gegen Linke vorzugehen.

Der Betroffene ist Vater des bedrohten Antifaschisten, der in der Vergangenheit mehrfach von Neonazis bedroht worden war [1]. In der Wohnung seiner Mutter waren nach ähnlichen Aufkleberaktionen [2] zwei Scheiben eingeworfen worden [3]. Eine darauf folgende antifaschistische Demonstration mit rund 200 Menschen war Ende März von 30 Neonazis provoziert und attackiert worden [4]. Der Sohn lebt zeitweise in den Wohnungen seiner getrennt lebenden Eltern.

Der nun von den Drohkulissen betroffene Vater engagiert sich als Gewerkschafter auch gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit. Indes geht er davon aus, dass zwischen den Aktionen ein Zusammenhang besteht, hieß es aus gut unterrichteten Kreisen gegenüber „Klarmanns Welt“. Wie „Klarmanns Welt“ ferner erfuhr, hat zwar der polizeiliche Staatsschutz die neuen Vorfälle ernst genommen, indes sollen Streifenbeamte und Spurensicherung bei der Aufnahme des Falls nachlässig gehandelt haben. [© Klarmann]

[1] Drohungen aus der vermeintlichen Anonymität des Webs heraus…; AUSEINANDERSETZUNGEN ZWISCHEN NEONAZIS UND ANTIFASCHISTEN AN KARNEVAL
[2] NAZIS ALS DROHKULISSE GEGEN 16-JÄHRIGEN ANTIFASCHISTEN
[3] GLASBRUCH BEI BEDROHTEM ANTIFASCHISTEN…
[4] NEONAZIS GREIFEN ANTIFADEMONSTRATION AN


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