Rechts: Anstieg rechtsextremer Straftaten im Kreis Aachen – aber wo?

Kreis Aachen. Wie berichtet stiegen die Straftaten, die Rechtsextremisten zugerechnet werden, in der Gesamtregion – Aachen, Düren, Heinsberg – im Jahr 2007 massiv an [1]. Im Bereich Stadt und Kreis Aachen stiegen die Zahlen von 107 (2006) auf 135 (2007) an. Gemeinhin gilt Stolberg als braune Hochburg in der Region, die durch Rechtsextremisten begangenen Straftaten stiegen denn auch von 14 (2006) auf 20 (2007) an.

Besonders hervor stechen aber drei andere Städte: in Alsdorf stiegen die Taten von 11 (2006) auf 18 (2007) an; in Herzogenrath stiegen die Straftaten von 6 (2006) auf 13 (2007) und im beschaulichen Eifelstädtchen Simmerath von 3 (2006) auf 9 (2007). Jener Anstieg – etwas mehr als eine Verdoppelung in Herzogenrath und eine Verdreifachung in Simmerath – deckt sich auch mit Ergebnissen einer Befragung des Kreises Aachen, wonach Jugendliche in diesen Kommunen und Stolberg Rechtsextremismus schon als Alltagsphänomen erleben [2].

Laut Polizei gibt es eine Aufklärungsquote von rund 50 Prozent bei solchen Vorfällen. In der Stadt Aachen stiegen die Taten von 50 (2006) auf 60 (2007) an. Aachen dürfte unter anderem auch deswegen Spitzenreiter sein, weil rechte Straftaten auch im Umfeld der Heimspiele des Fußballklubs Alemannia Aachen geschehen, indes ebenso von aus der Gesamtregion angereisten Personen begangen werden [3]. In Baesweiler stiegen die Taten von 4 (2006) auf 5 (2007) an. In Eschweiler sanken die durch Rechtsextremisten begangenen Taten von 7 (2006) auf 4 (2007) ab, ebenso in Monschau von 4 (2006) auf 1 (2007) und in Würselen von 8 (2006) auf 5 (2007). [© Klarmann]

[1] MASSIVER ANSTIEG RECHTSEXTREMER STRAFTATEN IN DER GESAMTREGION – ENTGEGEN DEM LANDESTREND; MASSIVER ANSTIEG RECHTSEXTREMER STRAFTATEN IM RAUM DÜREN
[2] KREISWEITE PROJEKTE GEGEN KREISWEIT AKTIVE RECHTSEXTREMISTEN
[3] FRÜH ÜBT SICH, WAS EIN ANTISEMIT IM FUSSBALL WERDEN WILL…


3 Antworten auf “Rechts: Anstieg rechtsextremer Straftaten im Kreis Aachen – aber wo?”


  1. 1 Statistikfan 12. Juni 2008 um 12:14 Uhr

    Wenn es noch Zahlen für Roetgen gäbe, hätte man alle Kreisgemeinden zusammen.

    fehlt in der liste. gehört roetgen nicht zu aachen oder simmerath? mik

  2. 2 Statistikfan 13. Juni 2008 um 9:22 Uhr

    Nö, Roetgen ist schon eine eigene Gemeinde.

    Mittlerweile habe ich selber mal einen Blick in die Statistik werden können: Der Grund für die Nichtaufführung ist schlicht, dass es in Roetgen keine dokumentierten rechtsextremen Vorfälle gab.

    noch keine…demnächst sollen ja die tatsächlich vorhandenen vorfälle angezeigt werden. mik

  3. 3 Oliver H[.] 13. Juni 2008 um 10:42 Uhr

    Also resümieren wir noch mal:Es werden in jeder Stadt 5-10 Aufkleber mehr geklebt,waß nat. auch wirklich fürchterlich ist und Klarmann dazu veranlasst Alarm zu schlagen.
    Herr Klarmann warum organisieren Sie nicht eine Lichterkette o.ä.?
    Ich mein dieses Problem geht uns alle an und da dürfen wir nicht tatenlos zusehn…hat ja damals genau so angefangen.

    anmerkung zum verständnis der mail: der autor ist (nationaler) zyniker und mehrfach ordner bei NPD-treffen gewesen. mik

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