Geschichte: Andreas Magdanzens Vogelsang…

Aachen/Schleiden. Spätestens mit der Eröffnung des Nationalparks Eifel ist das militärisch genutzte Areal Vogelsang bundesweit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. In der kontrovers geführten Diskussion um die künftige zivile Nutzung der ehemaligen NS-Ordensburg hat ein zentraler Aspekt bisher nur marginal Beachtung gefunden. Es handelt sich um die Tatsache, dass mit dem Abzug der belgischen Streitkräfte ein bedeutendes Kapitel deutscher Besatzungsgeschichte der Nachkriegszeit unwiderruflich zu Ende gegangen ist.

Mit der zivilen Umnutzung ab 2006 wird nämlich ein Grossteil der historischen Spuren zwangsweise beseitigt werden. Ziel des Projekts „Vogelsang“ von Andreas Magdanz ist daher eine umfassende Bilddokumentation von Camp Vogelsang unter den Aspekten Natur, Architektur und Militär mit dem Medium der Großformatfotografie. Der Aachener Künstler Andreas Magdanz, der mit seinen Arbeiten zu Auschwitz-Birkenau [1], dem BND Standort Pullach [2] oder der Dienststelle Marienthal [3] internationale Beachtung fand, wird in seiner Ausstellung etwa 25 bis 30 großformatige Fotografien aus diesem Projekt zeigen. Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97 – 109. Ausstellungseröffnung in Anwesenheit des Künstlers am Freitag, 18. Juli, 20 Uhr. [Textquelle: redigierte, gekürzte Presseinfo der Stadt Aachen]

[1] Die unheimliche Stille der Monstrosität
[2] Der Fotograf zu Gast bei Heimlichtuern – Bilder vom BND-Innenleben; Ende der Heimlichkeiten
[3] Der Wahnwitz atomarer Kriegsspiele


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