Rechts: NPD-Hilfspersonal und das etwas andere Müttergehalt…

Düren/Aachen. Am 8. Februar 2008 marschierten NPD-Kader und Neonazis durch Düren. Symbolisch wollte man das „Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ (BgR) bzw. dessen Taten zu Grabe tragen. Das BgR hielt an diesem Tag seine erste Jahresvollversammlung ab und rund 500 Menschen versammelten sich daher in der Christuskirche. Hinter dem NPD-Fronttransparent mit der Aufschrift „Ihr habt abgedankt! Möge Euer Gott Euch vergeben. Wir tun´s nicht!“ trugen vier in Mönchskutten gehüllte Personen einen Sarg, darunter eine Person, die den Autor dieser Zeilen bedrohte [1]. Zudem trugen der Webmaster der Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), eine junge Frau sowie eine weitere Person aus der Aachener Neonazi-Szene den Sarg.

Seit Jahresbeginn schon war der Aachener aufgefallen durch zahlreiche Delikte, etwa durch das Rufen rechter Parolen, das teils ausländerfeindliche Beleidigen von Menschen und ebenso wegen des Verdachts auf Körperverletzungsdelikten. Hinzu kamen der Verdacht auf Landfriedensbruch wegen einer Attacke von Neonazis auf eine antifaschistische Demonstration sowie in anderen Fällen der Verdacht auf Widerstand gegen und Beleidigung von Vollstreckungsbeamten. Wegen der Häufigkeit der Vorkommnisse war der 18-Jährige sogar in die Intensivtäterdatei aufgenommen worden.

Das alles war jedoch für eine Reihe der „Kameraden“ kaum Anlass genug, den Kontakt zu dem Heranwachsenden abzubrechen. Doch unterdessen dürften sich einige der „Kameraden“ wünschen, dass ihr „Kamerad“ weniger Szene-Kontakte gehabt und insbesondere nie an exponierter Stelle einen Sarg durch Düren im Rahmen eines NPD-Aufmarsches getragen hätte. Zu den Taten, die dem Aachener zur Last gelegt wurden und werden, gehört auch, dass er laut Aussagen aus seinem – nun nicht mehr – freundschaftlichen [2] Umfeld dazu neigte, seine eigene Mutter zu bedrohen.

Und letztlich wurde ihm genau das auch zum Verhängnis, erfuhr „Klarmanns Welt“ nun aus gut unterrichteten Kreisen. Denn nachdem der Heranwachsende unlängst wieder einmal gegen seine Mutter vorgehen wollte und er der Frau sogar mit einem Schlagstock drohte, wusste diese keinen anderen Rat mehr, als die Polizei zu rufen. Diese bot dem 18-Jährigen daraufhin freie Kost und Logis an – dem Vernehmen nach willigte der Schläger ein, in eine Art Intensivtäterprogramm aufgenommen zu werden. In diesem „freiwilligem Arrest“ sollen Betreuer nun versuchen, ihn wieder auf den Weg der Tugenden zu führen.

Anzunehmen ist, dass die NPD ihre Forderung, ein „Müttergehalt nur deutschen Müttern zukommen zu lassen“, anders meint… [© Klarmann]

[1] NPD UND IHRE ALTERSVORSORGE FÜR KLARMANN
[2] Gemeint ist damit nicht „kameradschaftlichem“.


5 Antworten auf “Rechts: NPD-Hilfspersonal und das etwas andere Müttergehalt…”


  1. 1 Ellen 09. Juli 2008 um 11:42 Uhr

    (…) „willigte der Schläger ein, in einer Art Intensivtäterprogramm aufgenommen zu werden. In diesem „freiwilligem Arrest“ sollen Betreuer nun versuchen, ihn wieder auf den Weg der Tugenden zu führen.“, so Klarmanns Welt.
    Ein wieder mal erschütterndes Beispiel, aus welchem traurigem gesellschaftlichen „Holz“ jene verstörten Geister-(chen) geschnitzt sind, wenn man sie mal ohne ihre Parteiparolen erlebt.
    - Dann noch vielleicht sogar ohne Alkohol – und plötzlich haste sie als „arme Würstchen“, im gesellschaftlichen Abseits.
    - Nicht mehr, aber auch nicht weniger -

  2. 2 Politischer Soldat 09. Juli 2008 um 15:08 Uhr

    Klar, die sind nämlich alle so…

  3. 3 Ellen 09. Juli 2008 um 16:10 Uhr

    @Polso
    gibt reichlich Studien, die sich mit diesen Zusammenhängen beschäftigen.
    Fängt schon bei „Adolf“ an, siehe auch Alice Miller, „Am Anfang war Erziehung“.

  4. 4 Antifaschist aus Düren 09. Juli 2008 um 18:06 Uhr

    Erinnert mich an den Aachener NPD-Wahlkampfhelfer, der später wg. Vergewaltigung verurteilt wurde.

    Die braune Szene in der Region scheint so eine Art „Gewerkschaft“ für Klein- und angehende Schwerstkriminelle zu sein.

    der kommentarschreiber spielt mit dem vergewaltiger auf diese beiden berichte an:

    Ex-NPD-Wahlkämpfer wegen Vergewaltigung vor Gericht
    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/3117030

    Kunkel sagte in Vergewaltigungsprozess aus
    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/3247390

    „klarmanns welt“ fällt dazu noch folgendes ein:

    Echte Naziglatze wandert für zehn Monate hinter Gitter
    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/1829200/

    Keine Haftverschonung für Neonazi mit Faible für NS-Symbolen
    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/2386924/

    mik

  5. 5 Sieglinde 15. August 2008 um 9:30 Uhr

    […]

    sie lügen. dafür nutzen sie ihre eigenen medien. danke. mik

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