GegenRechts: Tagungen zum Feindbild Islam in Köln

Köln. Die Stadt Köln wird zum Ende des Monats September Veranstaltungsort einer Zusammenkunft der europäischen Rechtsaußenparteien sein, die dort unter propagandistischen Vorzeichen einen „Anti-Islamisierungskongress“ durchführen wollen. Die extreme Rechte hat das Angstthema Islamismus als Projektionsfolie zur propagandistischen Popularisierung ihres Rassismus erkoren. Damit kanalisiert sie die vorherrschende emotionalisierte Auseinandersetzung um Islam und Integration nach Rechtsaußen. In Köln finden daher im September drei Tagungen statt, die sich – auch – dem „Feindbild Islam“ bzw. den Protagonisten des besagten „Anti-Islamisierungskongresses“ annehmen.

Schon vom 5. bis zum 7. September findet eine „Antifa Konferenz“ des „Antifa AK Köln“ statt, „um kritisch solidarisch die unterschiedlichen Positionen zu Rechtspopulismus, Moscheebauten, Islam usw. zu debattieren. Der Kongress richtet sich an alle antifaschistisch Gesinnten und soll den Raum eröffnen jenseits eingeprobter Selbstvergewisserungsrituale identitärer Szenekreise die Fragen anzugehen, die meistens gegeneinander als miteinander debattiert werden.“ Infos zu dem Wochenende können im Web abgerufen werden [1]; das genaue Programm soll folgen. Unabhängig davon veranstalten die „Schüler gegen Rechts“ in Köln ebenso einen Bildungstag zum Thema Rechtsextremismus am 6. September [1].

Am darauf folgenden Wochenende veranstalten die „Arbeitsstelle Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf“ und die „Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln“ in Kooperation mit der VHS eine Tagung unter dem Titel „Feindbild Islam“. Ziel sei es, aktuelle Erscheinungsformen eines antiislamisch und populistisch ausgerichteten Rassismus zu beleuchten und den Umgang damit zu diskutieren. Teilnehmen werden u.a. der Islamwissenschaftler Michael Kiefer, die Sozialwissenschaftlerin Karin Priester, der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik, der Theologe Thomas Naumann, der Politikwissenschaftler Kemal Bozay, die Literaturwissenschaftlerin Sabine Kebir, der Soziologe Erol Yildiz und der österreichische Autor Robert Misik.

Diese Tagung findet statt am Samstag, 13. September, ab 10 Uhr in der VHS Köln. Die Teilnahme ist kostenlos, es falle indes ein Unkostenbeitrag für die Verpflegung an. Eine schriftliche Anmeldung sei erforderlich. Das ausführliche Programm sowie weitere Hinweise zur Tagung sollen ab August im Web [3] abrufbar sein. (Interessierte – von der richtigen „Feldpostnummer“ – können eine Vorabversion des Programms auch per E-Mail via .PDF-Datei bei „Klarmanns Welt“ anfordern.) [© Klarmann; unter Einbeziehung verschiedener Infotexte/Pressemitteilungen]

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