Aachen. Die rechtpopulistische Gruppierung „Bürgerbewegung pro NRW“ will nun auch in Aachen mit der charakteristischen Islamphobie [1] und der Hetze gegen Muslime das Zusammenleben zwischen den Menschen erheblich stören: Einem Bericht auf dem Webportal der „Bürgerbewegung“ zufolge will man, ähnlich wie schon in anderen Städten NRWs, ein „Bürgerbegehren gegen die Aachener Großmoschee“ initiieren und sich so für die Kommunalwahlen 2009 in Stellung bringen.
Das aktuell wichtigste Ziel des in Gründung befindlichen Stadt- und Kreisverbandes Aachen sei es, „die größenwahnsinnigen Moscheebaupläne in der alten Kaiserstadt Aachen zu verhindern“, erklärte der unterdessen zum Kreisbeauftragten berufene, 55-jährige Gerd Heusch nach einem Treffen von Funktionsträgern und Interessenten demnach. Das könnten „die Bürger der Stadt nur über eine seriöse Wahlalternative erreichen. Wir werden deshalb zur Stadtratswahl mit einer starken, vorzeigbaren Mannschaft antreten. Daneben wird bereits in einigen Wochen ein Bürgerbegehren gegen die geplante Großmoschee in Aachen gestartet werden!“
Der Neubau einer Moschee im Ostviertel mit angeschlossenen Kultur- und Geschäftsräumen hat bislang kaum für Diskussionen gesorgt. Auch wenn es im Rahmen der Vorstellung der Baupläne über die Größe des Projektes kurz Unstimmigkeiten gab, so war man sich bisher einig, dass der durch die islamische Gemeinde finanzierte Bau umgesetzt werden soll [2]. Bislang nutzt die Gemeinde das Gelände einer alten Tankstelle an der Stolberger Straße als provisorische Moschee, die längst zu klein für die betenden Muslime geworden ist. Ob das weit von der Innenstadt entfernt liegende Neubauvorhaben in einem Randbezirk tatsächlich als „größenwahnsinnige[s]“ Projekt gelten kann, dürfte fraglich sein. Dass es „Pro NRW“ aber nur mit solchen Horrorszenarien gelingt, gerade die Bürger anderer Bezirke anzusprechen, dürfte zum Konzept des Rechtspopulismus gehören [3].
Schon vor Monaten hatten die rechten Hassprediger von „Pro NRW“ –respektive „Pro Aachen“? – Flugblätter in Stadtteilen verteilt und damit auf den Anti-Islamismus gesetzt [4]. Nachdem der Aufbau eines eigenen Kreisverbandes ins Stocken geraten war [5], kündigt man nun auf der eigenen Homepage an, dass die „Aufbauarbeit im Kreisverband Aachen […] auf mehr Schultern verteilt“ wurde. Der bisherige „Kontaktmann“ zum Landesverband, der offenbar in Köln lebende, aber zeitweise wohl auch in Aachen aktive Bauingenieur Bernd Seidel werde nun von Gerd Heusch und dessen „Mannschaft“ unterstützt.
Dies sei, heißt es weiter, entschieden worden auf einem „Strategietreffen in Aachen“ unter Vorsitz des Bezirksvorsitzenden der angeblich „unabhängigen patriotischen Vereinigungen“, Jörg Uckermann. Uckermann ist ein von seiner früheren Partei verstoßener, ehemaliger CDU-Lokalpolitiker [6], gegen den laut Lokalpresse verschiedene Verfahren [7] laufen. [© Klarmann]
[1] TAGUNGEN ZUM FEINDBILD ISLAM IN KÖLN
[2] siehe Bericht im KStA
[3] KONTRA BIEDERSTIFTER UND DIE BRANDPOPULISTEN ALIAS „PRO NRW“
[4] Pro NRW in Aachen aktiv mit anti-islamistischem Flugblatt (Link führt zum alten Blog.)
[5] PRO AACHEN KRIEGT DOCH WAS GEBACKEN…?
[6] siehe Bericht im KStA
[7] siehe Bericht im KStA
Pro Aachen denkt nun, das die Gastronomen dieses Spiel mitspielen!
Das Restaurant […] wurde zwar angemietet, dennoch wird der Pächter überlegen, ob sich dies bei Verlust von Gästen rechnet.
aus rechtlichen gründen – und da bitte ich um verständnis! – werden namen solcher restaurants nicht veröffentlicht, mit ausnahme: sie wissen/wussten, was sie tun/taten. mik
Großmoscheen sollen auch verboten werden ! […]
schauen sie sich bitte mal den bericht an im KStA: dort ist die rede von einem bau, der 600 quadratmeter grundfläche (zzgl. kultur- und geschäftsräumen) hat. wenn sie einigermaßen etwas von mathematik verstehen, werden sie sich vorstellen können, dass der bau 10 mal 60 meter oder 20 mal 30 meter misst. in etwa sind das die maße eines kleineren parkhauses (büschel) in aachen oder einer einigermaßen gängigen kirche in verschiedenen stadtteilen von aachen. merken sie noch etwas, wenn sie den begriff „großmoschee“ oder wenn pro-nrw den begriff „prunk-“ bzw. „protzbau“ benutzen? der bau wird zudem an einer abgelegenen stelle liegen, wo er niemand stört. ohne rechtspopulistische übertreibungen und horrorszenarien würde dreiviertel der oecher es noch nicht mal bemerken, dass sich die mitmenschen, die hier steuern und sozialabgaben zahlen, aus eigenen kräften ein eigenes (offenes) haus bauen, um ihren eigenen glauben auszuüben. und sie wollen das verbieten? mik
Meiner Meinung nach, hat eine Moschee ,egal wie groß sie ist, nichts hier verloren. Meiner Meinung nach hat Religion hier nichts zu suchen. Es ist schon schlimm genug dass kt. Religionsunterricht in den Schulen gelehrt wird. „aus eigenen kräften“ ? Wer bezahlt dieses Teil denn?
siehe KStA-artikel. mik ps. weniger rumnerven, aber mal ratschläge befolgen. pps. wann starten neonazis und rechtpopulisten denn mal eine kampagne nicht gegen moscheebauten, sondern gegen kirchenbauten, wenn religion doch so‘n mist is…?
AllesKlärchenKlarmann :
Dümmer gehts nümmer…..
Auch für AllesKlärchenKlarmann gilt; Religonsfreiheit für alle Bürger, klaro oder brauchst eine Kopie des Grundgesetzes und der Verfassung?
Auch Migranten zahlen im Gegensatz zu manch fauler Neonazi Glatze Steuern!!
Bekommen wir nun einen weiteren […]trupp auch in Aachen?