Aachen. Rund 35 Personen haben am Dienstagabend dem von den Nazis ermordeten Antifaschisten und Autor Adam Kuckhoff gedacht. Kuckhoff war am 30. August 1887 in Aachen geboren worden und hatte teilweise im Rosviertel gelebt. Als Autor von Literatur, Artikeln und Theaterstücken lebte Kuckhoff später in Berlin und engagierte sich im Widerstand gegen Hitler-Deutschland. Er wurde im September 1942 in Prag verhaftet und am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee durch das Fallbeil hingerichtet.
Kuckhoff ist heute – auch in Aachen – fast in Vergessenheit geraten. Unlängst berichteten die „Nachrichten“ sogar darüber, dass das Umfeld der Gedenktafel für Kuckhoff zur Müllhalde verkommt [1]. An der Tafel fand am Todestag Kuckhoffs auch die Gedenkveranstaltung statt. Der gebürtige Aachener hatte sich in Berliner Widerstandsgruppen engagiert, die man als „Roten Kapelle“ bezeichnete. Kuckhoff selbst galt dabei durch die Erziehung in einem konservativen Elternhaus als Konservativer unter Antifaschisten.
Die „Rote Kapelle“ – wohl eher lose als Berliner „Freundeskreise“ aufgebaut – ging zurück auf Diskussionszirkeln aus dem KPD-Umfeld. 1942 sollten Personen aus diesem Umfeld ein europäisches Funknetz ergänzen, das dem russischen Militär Infos aus NS-Deutschland lieferte. Über Tests ist man indes nie hinausgekommen. Zudem verteilte man Flugblätter gegen die Naziherrscher.
Die Gestapo nannte die Gruppe später „Rote Kapelle“ und verhaftete rund 120 der von ihr auf 150 Personen geschätzten Kreise. Im Kalten Krieg glaubte der Westen, die „Rote Kapelle“ sei weiter aktiv; die DDR erklärte die Hingerichteten postum zu „Helden“. [© Klarmann]
[1] KUCKHOFF-GEDENKSTÄTTE VERKOMMT…
ich darf noch die namen trepper, gurewitsch,schulze boysen und harnack ins spiel bringen.
da war durchaus etwas mehr dabei als nur ein „freundeskreis“, der zweifelsohne gerade durch h.s.b. bestand und weiter entwickelt wurde…..
für die ganz genauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Kapelle
mik
Lokalpresse dazu:
http://neu.az-web.de/sixcms/detail.php?template=an_detail&id=607011&_wo=Lokales:Aachen
Hier ein Bericht über das Leben vom Kuckhoff für die die ihn nur schwach geschichtlich kennen;
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt97/9712pord.htm
Man will ihn nicht kennen @ Peter
Kevin;
Ich glaube doch!
Kann man sich drüber streiten , Peter !
als pimpf hat man ja auch genug zeit dazu…mik