Rechts: Quasi lebenslang für ehemaligen Kameradschaftsführer

Aachen. Das Aachener Landgericht hat laut WDR drei Häftlinge wegen der Misshandlung eines Mitgefangenen zu weiteren Haftstrafen von bis zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Über den 31 Jahre alten Rädelsführer wurde demnach zudem Sicherungsverwahrung verhängt, was quasi eine lebenslange Haft für den Ex-Neonazi aus dem Ruhrgebiet bedeutet. Die Männer hatten Weihnachten 2006 heimlich einen Prozess in der Justizvollzugsanstalt Aachen gegen einen Mithäftling inszeniert und diesen zum „Untermenschen“ erklärt. Das Opfer wurde mehrfach brutal geschlagen und gequält. Kopf des Trios war Stefan B., der Ende 2004 und Anfang 2005 als Anführer einer „Kameradschaft Herne“ galt und Anfang 2005 einen Neonaziaufmarsch in Moers leitete, an dem auch Neonazis aus der Region teilnahmen [1]. B. war später offiziell ausgestiegen und hatte zeitweise in einer vom Verfassungsschutz finanzierten Wohnung in Aachen gelebt. 2006 war er dann wegen sadistischer Taten an einer damaligen Freundin verurteilt worden. [© Klarmann]

[1] RICHTER GNADENLOS ÜBT SELBSTJUSTIZ UND TAUCHT AUS DER VERSENKUNG AUF


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