Rechts: NPD-Fasching in Kölle am Ring…

Köln. Einen Ausflug an den Rhein haben am Tag der Einheit, dem 3. Oktober, auch Neonazis und NPD-Kader aus der Region dazu genutzt, gegen Ausländer zu hetzen. Ziel des Ausflugs war eine „Mahnwache“ im Rahmen der ausländerfeindlichen NPD-NRW-Hetzkampagne unter dem Motto „Ausländer Stopp“ respektive „Deutsche wehrt Euch – Gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität!“ Die erste Aussage – „Deutsche, wehrt Euch!“ ist bekannt aus dem Nationalsozialismus und wurde im Original ergänzt um die Losung: „Kauft nicht bei Juden!“

Die NPD-Kundgebung selbst fand vor den WDR-Arkaden statt. Als Redner fungierten neben Martin Schadler (NPD-Kreisvorsitzender Köln) und Bruno Kirchner (NPD-Bezirksabgeordneter Köln) auch der erst im April aus der Haft entlassene Neonazi Axel Reitz (Köln) und Ingo Haller, NPD-Chef in Düren und als Beisitzer im NPD-Landesvorstand auch dessen Vize-Landesorganisationsleiter. „Während der Redebeiträge und den Verteilaktionen konnten viele Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, welche sich positiv gegenüber den nationalen Aktivisten äußerten und froh darüber waren, daß endlich einmal jemand die Probleme der Überfremdung wirklich beim Namen nennt,“ frohlockt der NPD-Landesverband in einem Bericht.

Nach Angaben der NPD nahmen 50 Personen an der Aktion teil, nach Angaben von Kölner Antifaschisten waren es indes nur 25 Personen. Peinlich indes dürften für die NPD-Köln in der Großstadt beide Angaben sein: man musste etwa erst Vertreter der „Kameradschaft Hamm“, der „Freien Nationalisten Euskirchen“ und der „Kameradschaft Aachener Land“ um deren Mastermind René Laube zusammenkarren, um ein „schönes“ Bild abzugeben. Und die Parteifotos dokumentieren zudem ziemlich deutlich, dass zumindest die Redner sich nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur an die „Kameraden“ wendeten, mangels Publikum sogar ohne Megaphon. Von größeren Polizeiabsperrungen, die Passanten hätten anhalten können, ist auch nichts überliefert. [© Klarmann]


6 Antworten auf “Rechts: NPD-Fasching in Kölle am Ring…”


  1. 1 Ellen 05. Oktober 2008 um 10:38 Uhr

    Wäre auch zu schön gewesen, wenn die „braune Suppe“ zu Hause geblieben wäre. Nachdenkliche Grüße

  2. 2 Hetzer 05. Oktober 2008 um 14:26 Uhr

    nicht zu glauben, aber wenn ihr schreibt dann schreibt doch auch vernünftige scheisse…

    Erstens waren es 40 Kameraden!!!
    […]

    Bis dahin
    MKG Hetzer

    mit oder ohne gekürzter passage macht ihr beitrag keinen sinn bzw. belegt nirgends, dass ich keine „vernünftige scheiße“ geschrieben habe. allerdings bezichtigen sie ihre eigene partei, derlei verbreitet zu haben, denn sie schrieb von 50 teilnehmern… mik

  3. 3 Antifaschist aus Düren 05. Oktober 2008 um 14:48 Uhr

    Also, wenn man mal die Bilder auf der NPD-Website anschaut kommt man auf 24 oder 25 TeilnehmerInnen (inklusive Fotografen).

  4. 4 AllesKlärchenKlarmann 05. Oktober 2008 um 19:13 Uhr

    ich war auch vor Ort, und es waren tatsächlich nur knapp 30-35 Männer und Frauen…

  5. 5 Peter 06. Oktober 2008 um 0:58 Uhr

    @Hetzer;
    Ohne die kameradschaftliche braune Sippschaft kommt eben bei der NPD gar nichts zustande.
    Offen gesagt würde ich mich schämen, so ein kleines Häufchen al la Stammtisch unter dem Motto einer Kundgebung laufen zu lassen.
    […]

    Tja früher waren es die Gaukler die den Edelherren zum grinsen brachten; heute sind es die Braunen…

  6. 6 Klar, Mann? 06. Oktober 2008 um 13:31 Uhr

    Aus Sicht der NPD-Euskirchen:

    „Anmelder besagter Veranstaltung war unser Kreisvorsitzender Ingo Haller sowie der örtliche Kreisvorsitzende M. Schadler. Rund 50 Teilnehmer folgten dem kurzzeitigen Aufruf und trugen so für ein gutes Gelingen bei. (…) Mit disziplinierten Verhalten konnte so bis 14.00 Uhr an die Bevölkerung hunderte – wenn nicht sogar tausende Flugblätter gebracht werden.“

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