Rechts: Rhein-Erft-Kreis wird sich an Pro NRW, DVU und NPD erfreuen können

Bergheim. Im Rhein-Erft-Kreis werden bei den Kommunalwahlen 2009 sowohl die rechtsradikale „Bürgerbewegung Pro NRW“ als auch die rechtsextreme, ausländerfeindliche DVU in Kooperation mit der NPD antreten. „Pro NRW“ hatte unlängst mitgeteilt, dass man für die Kreistagswahl zahlreiche Direktkandidaten und die Reserveliste nominiert und zugleich schon „die Hälfte der notwendigen Unterstützungsunterschriften für die Stadtratskandidatur in Bergheim gesammelt“ habe.

Als Kandidaten fungierten der Kreisvorsitzende Jürgen Hintz, Detlef Getzke, Bernhard Dietz, der Bergheimer Bürgermeisterkandidat Hans Over, Hans-Günther Malec, Peter Normann, Andree Mallon, Achim Reimer, Dagobert Forner und Manfred Heiden. Mit dem „Bergheimer Urgestein und jahrzehntelangem Traditionsunternehmer“ Over hofft „Pro NRW“ sogar schon großspurig, bald einen Bürgermeister in NRW stellen zu können. Hintz kündigte demnach einen entschlossenen Wahlkampf im Kreis an. Man werde „große Kampagnen mit regionalen Themen und eigenen Flugblättern des Kreisverbandes“ initiieren.

Daneben haben unlängst DVU und NPD angekündigt, in Bergheim Hand in Hand bei den Kommunalwahlen anzutreten. Anders als in anderen Regionen NRWs, wo die NPD im Rahmen der „Volksfront von Rechts“ stärker und aktiver als die DVU auftritt, gilt die DVU in Bergheim und Teilen des Rhein-Erft-Kreises als ebenso gut aufgestellt. „Ob wir neben dem Kreis auch noch bei einzelne Stadt und Gemeinderäte antreten, wollen wir erst nach der Wahlversammlung Anfang November veröffentlichen,“ teilt die NPD-Düren jedenfalls schon bezüglich der Kommunalwahlen 2009 mit.

Die NPD-Ortsgruppe Bergheim/Erftkreis untersteht formal dem NPD-Kreisverband Düren. Der stellvertretende Kreischef und einschlägig vorbestrafte Führer der Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube, fungiert als Ortsgruppen-Chef der NPD Bergheim/Erftkreis. Laube selbst wohnt in Vettweiß (Kreis Düren). [© Klarmann]


2 Antworten auf “Rechts: Rhein-Erft-Kreis wird sich an Pro NRW, DVU und NPD erfreuen können”


  1. 1 Peter 13. November 2008 um 10:56 Uhr

    Die braune Soßewill tatsächlich in die Parlamente!
    Hätte man dies gedacht, das Rechtsextremisten und Rechtspopulisten (auch ehemalige NPDler) tatsächlich in den Landtag und die Kommunalparlamente wollen?

    Nun einen Vorteil hat dies; die sogenannten „Politiker“ die zur Wahl stehen, werden zwar nicht ins Parlament kommen, dafür aber endlich geoutet werden, mit dem Ergebnis, mit dem Ergebnis, das sie nicht mehr wie ein Maulwurf agieren können und dadurch gesellschaftliche Einbußen erleiden.

    http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/verfassungsschutzbericht/2007/080328.jhtml

  2. 2 nameless&red 14. November 2008 um 0:37 Uhr

    Ist es wirklich so neu, dass Rechtsradikale in den Landtag und Kommunalparlamente wollen? Nein. – Ich befürchte nicht. In den neuen Bundesländern ist dies trauriger Alltag. u.a.:

    http://www.youtube.com/watch?v=RpoVRSZS9kc

    Und einen „Vorteil“ nenne ich das wahrlich auch nicht. (siehe Link.. am Besten direkt die gesamte Dokumentation darüber ansehen.. 6 Teile)

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