Rechts: KAL-Julfest…von wegen…

Stolberg. Das diesjährige „Julfest“ [1] der Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) scheint weniger Zulauf gehabt zu haben, als von Beobachtern zuerst erwartet. So sollen gut unterrichteten Kreisen zufolge knapp über 50 Personen die weitestgehend konspirativ organisierte Feier besucht haben. Abgehalten wurde das rechtsextreme Treffen diesen Informationen zufolge im Bürgerhaus von Stolberg-Venwegen.

Der Ortsteil liegt am Rande von Stolberg in der Nähe des Ortsteils Breinig. Daneben liegen Mulartshütte, ein Dorf der Gemeinde Roetgen und die Aachener Ortsteile Hahn und Walheim. In Breinig, Walheim und Hahn war es zeitweise schon zu rechten Vorfällen gekommen. Offenbar gelang es der KAL, das üblicherweise von örtlichen Vereinen – etwa Dorfschützen – genutzte Bürgerhaus anzumieten, ohne Angaben über den Charakter ihrer Veranstaltung zu machen.

Seit gut zwei Jahren fallen auch in Venwegen Jugendliche, die eine Affinität zur rechten Szene haben, durch das Grölen von fremdenfeindlichen und Nazi-Parolen auf. Zeitweise soll es durch diese auch zu Drohungen gegenüber Jugendlichen oder Bürgern gekommen sein. Mindestens einer der Jugendlichen aus Venwegen dürfte unterdessen der organisierten rechtsextremen Szene angehören und war Teilnehmer eines Naziaufmarsches in Aachen vor wenigen Wochen. [© Klarmann]

[1] KAL WÜNSCHT UND FEIERT EIN FROHES JULFEST


3 Antworten auf “Rechts: KAL-Julfest…von wegen…”


  1. 1 AN 01. Dezember 2008 um 15:21 Uhr

    […] Am Hauptteil der Veranstaltungen nahmen ca. 120 Personen teil. Knapp 50 Kameraden waren noch anwesend, als der offizelle Teil beendet wurde und noch eine Band spielte. […]

    nach einigen kommentaren für die mülltonne hatte ich eigentlich nicht mehr vor, etwas von ihnen nicht zu löschen. wenn sie aber meinen, sachlich etwas beizutragen zu haben, mache ich mal eine ausnahme – wenn auch gekürzt um jene passagen, die in altbekannter manier daher kamen. mik

  2. 2 Klar, Mann? 04. Dezember 2008 um 14:47 Uhr

    Aus Sicht der KAL:

    “ […] Dass Tradition und politische Anlehnung durchaus vereinbar sind, zeigte das jährliche Julfest der Kameradschaft Aachener-Land. Zum 29.11.2008 nahmen über 135 Gäste aus dem Umland die Einladung wahr. Neben einem volkstümlichen Programm, wurden auch verschiedene Beiträge via Medien und eine Grußbotschaft von G. Nahrath vorgetragen. Germanische Dekoration, ein Julbogen, Julleuchter und Gedichte trugen zur weihnachtlichen Atmosphäre bei. […] Ein Zeitzeuge und Soldat der Waffen-SS berichtete aus jüngst vergangener Zeit, was starkes Interesse erweckte. Dem folgte eine Andacht verstorbener Kameraden. Für eine entsprechende Verbindung zwischen dem mythischen Jahreskreislauf und aktueller Politlage sorgten u. a. Redner wie Skoda und Reitz. […] Für musikalische Begleitung und ein anschließendes Konzert sorgte eine Musikgruppe. Einem in der Region lebenden Journalisten, Klarmann alias „publizistischer Kreuzritter linksextremer Suggestion“, dürften seine „gut unterrichteten Kreise“ immens stagnieren. […]“

  3. 3 Klar, Mann? 20. Dezember 2008 um 12:52 Uhr

    @KAL: Ich würde meine Zahl Ihrer Gesamtteilnehmer auf etwa 75 erhöhen wollen.

    @AN: Ihre 50 waren wohl eher 30.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.