Rechts: Anti-Antifa-Niederrhein und der Datenschutz

Krefeld/Viersen. In der Lokalpresse kann man derzeit lesen, was zu leisten die Anti-Antifa am Niederrhein in der Lage ist – Flugblätter gegen einen politischen Gegner wurden verteilt und eine Scheibe eingeworfen, indes waren Adresse, Bild und Adressaten falsch. Sowohl die „Westdeutsche Zeitung“ [1] als auch die „Rheinische Post“ [2] berichten über den Fall, bei der man in einem Privatwohnhaus eine Scheibe eingeworfen und Flugblätter gegen den 16-Jährigen Sprecher des Jugendverbandes der Partei „Die Linke“ im Bezirk Krefeld/Viersen verteilt hat. Schönheitsfehler: das Bild auf dem Steckbrief-artigen Flugblatt war demnach falsch, in einem Zweifamilienhaus warf man zwar dem Besitzer, aber nicht der vermeintlich gemeinten Familie die Scheibe ein. Überdies sei die betroffene Familie – die lediglich denselben Nachnamen wie der 16-Jährige trägt – mit Telefonanrufen belästigt worden. In den verteilten Flugblättern wird vor einem „linksextremen Aktivisten“ gewarnt, gegen den man als „heimattreuer Deutscher“ vorgehen müsse. Die Verfasser nennen sich „Nationale Sozialisten“. Neonazis werfen dem 16-Jährigen schon länger vor, für eine Homepage verantwortlich zu sein, auf denen Neonazis von Niederrhein und aus dem Rheinland mit Namen, Bild und Adresse „geoutet“ werden. [© Klarmann]

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8 Antworten auf “Rechts: Anti-Antifa-Niederrhein und der Datenschutz”


  1. 1 Antifaschist 31. Dezember 2008 um 18:07 Uhr

    Auch wenn sie der falschen Person die Scheibe eingeworfen haben, haben die Nazis ihr Ziel erreicht – der 16-jährige Sprecher der Linksjugend ist von seinem Amt zurückgetreten (wer will es ihm verdenken).

    Daß solche Attacken in Aachen – und zwar gegen die echten Adressen – inzwischen Normalität sind – ist ja allgemein bekannt. Und längst nicht jeder/jede bleibt standhaft, auch in Aachen lassen sich viele von den Nazis einschüchtern.

    Ein guter Bekannter von mir ist überzeugter Antifaschist, ist während seiner Schulzeit – ohne politischen Hintergrund – übel zusammengeschlagen worden. Während seiner Ausbildungszeit in einem Kleinbetrieb mußte er die ganze Zeit seine rechtsextremen Kollegen ertragen – er hat sich verständlicherweise gehütet, den Mund auzumachen.

  2. 2 antifa mg 31. Dezember 2008 um 18:38 Uhr

    gemeint ist übrigens diese seite www.nonazi.xxxdpress.com einige nette gesichter aus aachen sind auch dabei…

    lg

    und herr klarmann:
    guten rutsch danke für ihre arbeit=) und ich hoffe doch sehr des sie meine kommentare mal veröffentlichen..

    wenn sie sich, trotz ihrer antideutscherei, etwas mehr an rechtschreibung (geht ja langsam) und zeichensetzung gewöhnen könnten, würde ich viel mehr frei schalten… mik ps. link frisiert, soll ja illegal sein, die page… ;)

  3. 3 Der Betroffene 31. Dezember 2008 um 23:15 Uhr

    Ich bin zurückgetreten, um meine Familie und mein direktes Umfeld zu schützen.
    Es sollte keinesfalls eine Bestätigung der Nazis sein, sondern nur um meine meine Verantwortung wahrzunehmen.
    Ich werde vorerst alle Tätigkeiten einstellen, aber zu gegebener Zeit auch wieder einsteigen.
    Dies werde ich auch nach ggf. kommenden Anschlägen auf meine Adresse nicht begraben.
    Die Seite mit dem Inhalt gehört zu eurer Info nicht mir […].
    Die Vorwürfe die gegen mich aufgebracht werden sind unhaltbar.
    Ich danke allen, die mir in den letzten Tagen ihre Solidarität signalisiert haben.

  4. 4 Klar, Mann? 01. Januar 2009 um 10:18 Uhr
  5. 5 Der Betroffene 01. Januar 2009 um 11:50 Uhr

    @Klarmann
    Die Kundghebung ist nicht am Sonnabend, sondern am Freitag!

    hoffentlich ist bald dieser mix aus feiertagen, wochenenden und grippal bedingten geistesminimalismus vorbei… mik

  6. 6 Klar, Mann? 02. Januar 2009 um 11:27 Uhr

    Lokalpresse zu Solidaritätskundgebung heute:

    http://www.wz-newsline.de/?redid=394032

  7. 7 Klar, Mann? 02. Januar 2009 um 13:36 Uhr
  8. 8 Klar, Mann? 03. Januar 2009 um 10:39 Uhr

    Lokalpresse Nachbericht zur Solidaritätskundgebung:

    http://www.wz-newsline.de/?redid=394776

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