Hausmitteilung: Aachener Medienlandschaft bald Wüste…?

Aachen. Diverse Medien berichteten, dass der Aachener Zeitungsverlag auf der Suche nach einem „strategischen Partner“ oder – anders ausgedrückt – nach einem Käufer ist. Verkauft werden soll der Anteil, der zurzeit in der Hand der Aachener Verlagsgesellschaft ist. Nach Aussage der Anteilseigner geht es dabei um die Sicherung der Zukunft des Zeitungsverlages, in dem u.a. die beiden Tageszeitungen „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“ erscheinen.

Der Betriebsrat des Zeitungsverlages befürchtet, dass ein Verkauf über die bereits in den vergangenen Jahren erfolgten und für das Jahr 2009 beschlossenen Zusammenlegungen diverser Redaktionen zu weiteren Einschnitten bis hin zur Einstellung einer der beiden Tageszeitungen führen wird. Er sieht deshalb nicht nur zahlreiche journalistische Arbeitsplätze, sondern auch solche im kaufmännischen und technischen Bereich in Gefahr.
Berichtet wird auch über Auswirkungen der neuesten Entwicklungen auf die Druckerei der beiden Tageszeitungen. Es heißt, dass bestehende Verträge zwischen dem Zeitungsverlag und der Druckerei bereits gekündigt wurden.

Auch die Stadt Aachen betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge. Sollte tatsächlich eine der beiden Tageszeitungen eingestellt werden, dann wäre dies ein herber Schlag für die Meinungsvielfalt in Aachen, außerdem würden viele Arbeitsplätze verloren gehen. Die Stadt Aachen appelliert deshalb an das soziale und gesellschaftspolitische Verantwortungsbewusstsein der Entscheidungsträger und fordert diese auf, alles Erdenkliche zum Erhalt der Meinungsvielfalt und der Arbeitsplätze zu tun. [Textquelle: Stellungnahme der Stadt Aachen]


5 Antworten auf “Hausmitteilung: Aachener Medienlandschaft bald Wüste…?”


  1. 1 Klar, Mann? 09. Januar 2009 um 17:34 Uhr

    Da klagt sogar die „Konkurrenz“…:

    http://www.z-ac.de/content/view/357/2/

  2. 2 D.L. 09. Januar 2009 um 17:58 Uhr

    Eventuel war es ja dann doch nix mit der versprochenen Taschengelderhöhung ^^

  3. 3 Peter 09. Januar 2009 um 18:37 Uhr

    Ich errinnere mich, das wir vor paar Jahren ein ähnliches Dilemma beim Zeitungsverlag hatten, mit nicht unerheblichen personellen Maßnahmen im Bereich Personal.Gerade hier im Bereiche der Publistik sollte man zur Sicherung der Information sozialverträglicher agieren!

  4. 4 Peter 13. Januar 2009 um 0:34 Uhr
  5. 5 Peter 13. Januar 2009 um 21:53 Uhr

    Unerwähnt bleibt natürlich nach einem Verkauf auch die evtl.Umwandlung von Redaktionen zu Gesellschaften mit beschränkter Haftung, wodurch der Tarifvertrag für Redakteure unterlaufen werden kann. Und so weiter und so fort.

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