Links: Wirtschaftsdemokratie als Alternative…

Aachen. Unter dem Titel „Wirtschaftsdemokratie als Alternative“ veranstalten die Rosa Luxemburg-Stiftung NRW, der Marxlesekreis an der RWTH und das Infocafé der Fachschaft Philosophie einen Vortrag mit Alex Demirovic: Das Verhältnis von Gesellschaft, Staat und Wirtschaft ändert sich – nicht nur unter dem Eindruck wirtschaftlicher Krisen. Die jahrelange Vorherrschaft neoliberaler Politik hat zu einer Aushöhlung der politischen Demokratie geführt. Die Durchsetzung marktorientierter Steuerungsmechanismen ging einher mit einem Rückgang der politischen Gestaltungsmöglichkeiten. Was bedeutet das für Gewerkschaften, soziale Bewegungen und andere Kräfte in der Zivilgesellschaft, die sich für eine politische und gesellschaftliche Demokratie einsetzen? Der Vortrag von Demirovic soll deutlich machen, dass die Frage der Wirtschaftsdemokratie nach wie vor aktuell ist. Sie muss allerdings unter den Bedingungen globalisierter Weltwirtschaft und Finanzkapitalismus neu gestellt werden. Dazu müssen sich Gewerkschaften stärker als bisher als demokratiepolitische Akteure verstehen, Formen internationaler Solidarität aufbauen und in die politischen Entwicklungen eingreifen. Demirovic lehrt als Gastprofessor politische Theorie an der Technischen Universität Berlin, ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PROKLA und Autor beim Historisch-Kritischen Wörterbuch des Marxismus (HKWM). Donnerstag, 15. Januar,19 Uhr; Fo3 (Kármán Auditorium). [Textquelle: redigierte Veranstalterinfo]