Rechts: Straßenjäger aus der antidemokratischen Hoolzone [update]

Aachen. Ein Neonazi aus dem Aachener Stadtteil Eilendorf soll am Wochenende einen jugendlichen Antifaschisten in der Innenstadt bedrängt und teilweise durch verschiedene Straßen verfolgt haben. Laut gut unterrichteter Kreise habe der Neonazi den Jugendlichen wohl anhand der Kleidung und antifaschistischer Anstecker als Gegner eingeordnet und provoziert. Er habe ihm zudem einen antifaschistischen Anstecker von der Jacke gerissen, hieß es weiter. Das Opfer sei dem Neonazi körperlich unterlegen gewesen und habe die Flucht ergriffen, sei jedoch unter Drohgebärden – Rufe wie „Ich krieg dich noch“ – verfolgt worden.

Der Neonazi, der die Tat begangen haben soll, entspricht nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ äußerlich nicht dem vorherrschenden Klischeebild eines rechten Schlägers. Der Hobbysportler soll aus gutbürgerlich-familiären Verhältnissen stammen und gehört zum Umfeld rechtsextremer Hooligans. Er war zudem in der Fangruppe „E-Ville Alemannen“ aktiv, für die er auch – gemeinsam mit zwei „Kameraden“ – an Fan-Turnieren und Feten im Fanhaus der Alemannia-Fan-IG teilnahm.

Mindestens drei Personen, die der Gruppe „E-Ville Alemannen“ angehörten, sind heute in der Neonazi-Szene aktiv oder betreiben „Anti-Antifa“-Arbeit. Alle drei Heranwachsenden gehörten etwa im August 2007 einer Gruppe von Neonazis und rechtsradikalen Hooligans an, die eine antifaschistische Demonstration auf dem Marktplatz in Aachen provozieren wollten. Diese Demonstration richtete sich gegen den Auftritt der rechtslastigen Hooligan-Band „Kategorie C“.

Eine Person des Trios fiel später auch bei Neonazi-Provokationen gegenüber linken Demonstrationen und Kundgebungen auf und war auch bei dem Überfall von Neonazis auf eine antifaschistische Demonstration in Aachen im März 2008 beteiligt. Zudem war jener Neonazi – gemeint ist nicht der mutmaßliche Täter vom Wochenende – zugegen, als mehre „Kameraden“ Mitte 2008 in Herzogenrath Antifaschisten und Punks eine Antifa-Flagge abnahmen und es zu körperlichen Übergriffen kam.

Örtlichen Antifaschisten zufolge sollen gegen den mutmaßlichen Täter vom Wochenende weitere Verfahren wegen Körperverletzung und Bedrohungen anhänglich sein. Der Neonazi selbst war Karneval zum Opfer einer linken Gewalttat geworden. An Fettdonnerstag 2008 hatten Neonazis und Mitläufer Antifaschisten und Punks auf dem Marktplatz und am Elisenbrunnen provoziert. Im Verlauf der über den Tag verteilten Reibereien war der Eilendorfer dann von mehreren vermummten Personen attackiert worden. [© Klarmann]


13 Antworten auf “Rechts: Straßenjäger aus der antidemokratischen Hoolzone [update]”


  1. 1 Michi-Rechts 10. Februar 2009 um 13:25 Uhr

    Ganz schwach mik!
    Unbeteiligte Fangruppen mit ins Thema zu ziehen hat richtig schwachen Charakter.
    Sie machen sich immer mehr Freunde ;)

    sie müssen es ja wissen, wie unbeteiligt die fangruppe war… mik

  2. 2 Michi-Rechts 10. Februar 2009 um 13:49 Uhr

    Soll also eine jedes Handeln welches ein Mitglied verübt oder nicht auf die Gruppe zurückfallen, obwohl diese in einem ganz anderen Zusammenhang zu der Person steht??!!

    ich sehe es eher so, dass in der gruppe etwas heran gereift ist, was heute nachhalt (drei von etwa zehn ist ja schon eine hausnummer, oder?). und wenn dem so ist, dann kann man das auch mal erwähnen. RR/LA und eilendorf sind sich da sehr ähnlich… mik

  3. 3 Michi-Rechts 10. Februar 2009 um 14:57 Uhr

    Sie sollten schon einmal Ihre Recherchen optimieren, weil mit 3 aus 10 haben Sie ein wenig daneben gegriffen.
    Und ob Eilendorf nun ähnlich mit anderen Teilen ist, tut hier wohl nichts zur Sache.

  4. 4 fred karachko 10. Februar 2009 um 19:30 Uhr

    […]

    da – von jemandem, der mir übrigens vorwirft, nicht objektiv zu recherchieren und zu lügen – völlig zurechtgelogen wieder gelöscht. mik

  5. 5 Michi-Rechts 10. Februar 2009 um 20:45 Uhr

    Und jetzt kommt die Trotzreaktion :D

    zuerst wollen sie, dass die gruppe nicht in ein schlechtes licht gerückt wird – und wenn ich es dann konkretisiere, ist es auch nicht gut… mik

  6. 6 Antifa-Blog 10. Februar 2009 um 21:39 Uhr

    Er ist auch bei nonazi.wordpress geoutet:
    http://xxx.wordpress.com/2009/02/08/david-xxx/

    link frisiert. mik

  7. 7 Antifa-Blog 10. Februar 2009 um 22:15 Uhr

    Der Link muss nicht frisiert werden. Es ist alles legal, da der Bericht schon vom Autor frisiert wurde.

  8. 8 fred karachko 11. Februar 2009 um 18:22 Uhr

    […]

    ahso, objektiv recherchierender fred karachko… mik

  9. 9 D.L. 12. Februar 2009 um 13:35 Uhr

    @ Afa-Blog:

    Ihr werdet demnächst noch einige Probleme mehr bekommen als nur einen Anwalt, der sich einschaltet ;)

  10. 10 Iljitsch 12. Februar 2009 um 15:32 Uhr

    süße drohung….

  11. 11 Antifa-blog 12. Februar 2009 um 21:55 Uhr

    Ach D[…]. Ich hatte dir hier:

    http://klarmann.blogsport.de/2009/02/12/rechts-strassenjaeger-aus-der-noenazi-hoolzone-update-20taeter/#comment-11943

    schon was dazu geschrieben, aber nochmal für ganz dumme.

    Wir werden uns niemals treffen und dein Anwalt ist reine Geldverschwendung ;-)

  12. 12 D.L. 13. Februar 2009 um 10:05 Uhr

    @ Afa-Blog:

    1. Für ganz Dumme, der Post hier ist älter als der, auf den du geantwortet hast.
    2. Kennst du meinen Anwalt gar nicht, der übrigens auch gar nicht eingeschaltet ist, denn Ermittlungen liegen beim Staatsschutz und der Staatsanwaltschaft vor und
    3. Wir werden uns sehen, versprochen ;) und wenn es privat sein wird ;)

  13. 13 e-ville 21. März 2009 um 21:00 Uhr

    Guten Tag,
    ich finde es nicht gut das sie über unsere gruppe reden. Denn die meisten von dennen die dazu gehörten haben nichts damit zu tun. wenn sie mal nach denken könnte es eventuel sein das sie dennen die nicht dazu gehören ihre zukunft versauen. den die meisten arbeitergeber schauen auch mal im internet nach was da so über einen steht und wenn sie mir deswegen die zukunft versauen melde ich mich bei ihnen.
    Gruß E-ville
    PS es wäre nett wenn sie den artikel raus nehmen würden.

    eigentlich gilt hier die deutsche rechtschreibung… mik

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