Stolberg. Offenbar aus Rache hat der Chef des NPD-Kreisverbandes Düren, Ingo Haller, einen Fackelmarsch in Stolberg in den Abendstunden des 3. Aprils angemeldet. Haller hatte einen „Trauermarsch“ für den 4. April angemeldet, indes hatte die Polizei diese ursprüngliche Anmeldung nicht anerkannt [1]. So war es einem breiten gesellschaftlichen Bündnis in Stolberg möglich, im gesamten Innenstadtbereich eigene Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen anzumelden, um den Neonazimarsch durch das Zentrum Stolbergs zu verhindern [2]. Der braune Aufmarsch am 4. April wird deswegen offenbar nur vom Hauptbahnhof aus bis an den Rand der Innenstadt ziehen können. Zu dem Aufmarsch wird derzeit bundesweit mobilisiert, erwartet werden mehrere hundert Neonazis.
Haller hatte sich in Stellungnahmen darüber beklagt, dass die Behörden ihn offenbar hatten auflaufen lassen. Der Kölner Neonazi Axel Reitz verkündete heute am Ende eines Neonazi-Aufmarschs in Heinsberg, dass Haller in Stolberg am 3. April einen „Fackelmarsch“ angemeldet habe. Reitz rief die „Kameraden“ zur Teilnahme an diesem auf. Unterdessen war von gut unterrichteter Seite zu erfahren, dass Haller für den „Fackelmarsch“ dieselbe Route angemeldet haben soll, die er ursprünglich für den 4. April vorgesehen hatte. Erwartet werden offenbar für den Marsch von Oberstolberg durch das Migrantenviertel Mühle rund 50 Teilnehmer. Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es gegenüber „Klarmanns Welt“ zudem, dass Haller eine Anmeldung für einen weiteren Aufmarsch am 5. April in petto halte, sollte es bei der Anmeldung für den 3. April erneut Probleme geben. [© Klarmann]
[1] STOLBERG MACHT DICHT – HALLER OFFENBAR GAR NICHT ERST AUF…?
[2] STOLBERG MACHT DICHT…
Während die „deutschen Fackelträger“ („Kein Vergeben kein Vergessen – Türken haben Namen und Adressen“/ Mölln, Solingen) mit Fackeln durch ihr Viertel ziehen, sollen sich die Jugendlichen solange nicht in der Mühle aufhalten. Sie könnten ja den lieben „Nationalisten“ in den Arm fallen.
Und Stolberg wird sich an diesem Abend in aktiver Ignoranz üben.
Pfui Deibel.
Wer sagt den daß der 04.04.09 nicht genehmigt ist/wurde? Wir haben eine Zusage. Deine Quellen waren aber mal um Welten besser.
Auch was die Route des Fackelmarsches angeht, liegt Klarmann eher im Trübenmann.
wo steht denn genau, dass ein aufmarsch am 4.4. nicht genehmigt ist (zur verhinderung weiterer missverständnisse habe ich jedoch den begriff „ursprünglich“ im satz ein paar stellen weiter verschoben, damit es verständlicher klingt)? zur route: könnte an lokalen „unebenheiten“ bei den ortsangaben liegen… ansonsten vielsagend, dass meine wortwahl „rache“ nicht dementiert wurde. reitz meinte übrigens via lauti, „kamerad haller“ sei nicht in randerath, sondern „beruflich verhindert“. glückwunsch zum neuen job… mik
Antifa-Mobilisierungsvideo zum „Trauermarsch“ am 4.4.:
Danke
Lokalpresse dazu:
http://www.an-online.de/lokales/stolberg-detail-an/844280?_link=&skip=&_g=Ignorieren-am-Freitag-agieren-am-Samstag.html
Traurig, das diesen braunen Fackelträgern hier eine Demo gestattet wird. Ich denke es geht hier nicht um eine Meinungsfreiheit, sondern einfach um das primitivste glorifieren des NS Systems, eben nur in abgewandelter Form.
Daher muss klar sein, keinen Nazi in Stolberg dulden!
Lokalpresse zu Fackelmarsch und Gegendemo:
http://www.az-web.de/lokales/stolberg-detail-az/846542
Katastrophal ist mal wieder das Verhalten vom Bürgermeister der Stadt, Super-“Ferdi“ Gatzweiler.
Er ruft dazu auf, den Aufmarsch „aktiv“ zu ignorieren (anknüpfend an Jürgen Lindens Schwachsinns-Wortschöpfung) und stattdessen „einfach das Licht in den Fenstern zu verdunkeln“.
-Super Idee! Da kommen die Fackeln besser zur Geltung!…
@ Bronsteins Enkel:
Hast du mal kurz die Quelle?