…titelt die Lokalpresse und berichtet [1] über den derzeit wohl hilflosesten Versuch im Kreis Heinsberg, etwas gegen Neonazis zu unternehmen: „Einen kostenlosen Besuch der Burg Vogelsang einschließlich einer fachkundigen Führung und der An- und Abreise per Bus bietet der Kreis Heinsberg interessierten Bürgern an. Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Beschluss des Kreistages, eine politische Bildungsoffensive gegen extremistische Gruppierungen zu starten. Auf der Grundlage dieses Beschlusses bietet der Kreis den Bürgern nun diesen kostenlosen Besuch und die Besichtigung der Burg Vogelsang in der Eifel an.“ Als NPD würde ich mich über so viel erlebnisorientiertes, antifaschistisches Engagement freuen – und gleich mal eine Busladung voll Braunvolk anmelden. Zumindest würde dann – vielleicht doch noch – so mancher den Knall hören, den man hat…wobei, dann wäre es ja wieder einmal „Klarmanns Welt“ schuld. Wer auch sonst… [© Klarmann]
[1] Direktlink
Was soll man von diesem niederbayrischen Kreis im Westen auch erwarten? Hier regiert seit Jahrzehnten dieselbe Melange aus unfähigen rechtskonservativen Politikern, die im bestenfall diffus konservativ sind, im schlimmsten Fall rechts-offen. Dass die weder Ahnung vom Umgang mit dem Problem haben, geschweige denn das wirklich als Problem wahrnehmen überrascht nicht wirklich. Das dann solche „hau-ruck“ Aktionen, bei rum kommen, auch das wieder, keine Überraschung.
Zumal alleine das Wort Jugend bei vielen der Kreistagsabgeordneten, Stadträten, Parteisoldaten ekel auslösen dürfte. Schließlich ist der Kreis (und insbesondere die Stadt Wegberg) ja viel zu sehr damit beschäftigt, Seniorenwochen zu veranstalten, JU nahen Bands Konzerte zu ermöglichen, ihr Krankenhaus zu verscherbeln, den Mittelstand stärken. Da muss die Jugend schon zurückstecken und so ein Angebot wie dieses MUSS mit absoluter Dankbarkeit aufgenommen werden, das sollte dann ja auch reichen für die nächsten 5-10 Jahre an zivielem Engagement
Der Anstieg von Rechtsextremismus in Heinsberg und Umgebung ist ja nicht nur in den letzten Wochen aufgrund des Sexualstraftäters in Randerath zu beobachten, sondern schon seit der WM 2006. Dies zeigt sich durch durch den Anstieg von braunen Aufklebern in der Innenstadt von Heinsberg, welche unmöglich nur Einzelpersonen geklebt haben dürften. Dass die heinsberger Regierung jetzt erst „aktiv“ wird und das Problem „erkennt“, bleibt mir ein Rätsel. Anscheinend sind die CDU-Funktionäre in den letzten Jahren mit verbundenen Augen durch Heinsberg gelaufen.
Der Geilenkirchener Heimatverein ist aber auch nicht ohne…
http://www.az-web.de/lokales/geilenkirchen-detail-az/859861
…wobei die reißerische Überschrift…
Die verkaufen eine Politiker-Informationsfahrt nach Vogelsang tatsächlich als politische Bildung gegen Rechtsextremismus…
http://www.az-web.de/lokales/heinsberg-detail-az/888792
Frei nach einer Punkband: brüllen, kopfschütteln und weg…
„[…] Bei der Heimfahrt zeigten sich die Teilnehmer sehr angetan von dem Informationsangebot des Kreises Heinsberg und hoben hervor, dass solche Bildungsmaßnahmen sehr sinnvoll seien. Die gute Resonanz veranlasst den Kreis nun, über eine Wiederholung der Aktion im Jahr 2010 nachzudenken.“
http://www.az-web.de/lokales/heinsberg-detail-az/940985