Rechts/Links: Starker Anstieg politisch motivierter Straftaten in Region

Aachen. In der Region ist die Zahl der im Jahr 2008 registrierten, politisch motivierten Straftaten stark angestiegen. Laut Polizeipräsidium Aachen wurden im Jahr 2007 in der Region 296 politisch motivierte Straftaten festgestellt – im Jahr 2008 waren es 489 Straftaten. Verantwortlich für den Anstieg sind Delikte, die von Rechtsextremisten begangen wurden sowie Straftaten, die Linksextreme bei Protesten gegen Neonazi-Aufmärsche verübten.

Insgesamt registrierten die Strafverfolger in Stadt und Kreis Aachen im Jahr 2008 373 (2007: 164), im Kreis Düren 59 (2007: 93) und im Kreis Heinsberg 56 Straftaten (2007: 38). Die Steigerung im Bereich Stadt und Kreis Aachen lässt sich laut Polizei „überwiegend“ auf mehrere rechte Aufmärsche in Stolberg und Aachen sowie den dabei stattfindenden Konfrontationen von Neonazis und Antifaschisten zurückführen. Im Kreis Heinsberg habe auch eine Serie von Graffity-Sachbeschädigungen durch Neonazis die Zahl erhöhnt. Waren nach Recherchen unserer Zeitung zwischen 2006 und 2007 die rechtsextremen Straftaten im Kreis Düren noch um 40 Prozent angestiegen, sanken die Delikte 2008 wieder stark. Die Polizei spricht dabei aber nur von einer „Verlagerung zu Lasten der Kreispolizeibehörde Aachen“.

Schon im Vergleich der Jahre 2006 und 2007 war die politisch motivierte Kriminalität in der Gesamtregion angestiegen um rund 30 Prozent. Der Grund dafür war ein Anstieg von rechtsextremistisch motivierten Delikten gewesen. Auch 2008 führten jene Delikte die Statistik an: 78,3 Prozent der politischen Delikte gehen laut Polizei auf das Konto von Rechten, das Gros bildeten dabei Volksverhetzungsdelikte und Zeigen verbotener Symbole. Linksextremisten begingen 2008 15,9 Prozent der politischen Straftaten.

Auffallend ist ein starker Anstieg der Gewaltdelikte, die insgesamt von 18 (2007) auf 35 (2008) anstiegen. Laut einer unserer Zeitung vorliegenden Auflistung wurden 17 (2007: 14) dieser Gewalttaten von Rechtsextremisten und 16 (2007: 3) von Linksextremisten begangen. Zwei Gewaltdelikte konnten keinem der beiden politischen Spektren zugeordnet werden. [© Michael Klarmann; für AN (Politik)]


6 Antworten auf “Rechts/Links: Starker Anstieg politisch motivierter Straftaten in Region”


  1. 1 Klar, Mann? 02. April 2009 um 19:54 Uhr
  2. 2 rr 02. April 2009 um 20:47 Uhr

    wenn der autor dieses beitrags sich als kritischer berichterstatter betaetigen will, so ist der versuch grandios gescheitert.

    unkommentiert ist die gleichsetzung von „linksextremisten“ und „rechtsextremisten. siehe dazu: http://inex.blogsport.de/

    auszerdem wird unbewusst gleich das bestehende bejaht, wenn der ideologisch gefaerbte bericht einer institution wiedergegeben wird, deren ziel es ist keine politischen veraenderungen zuzulassen.

    haben sie sich die mühe gemacht, irgend etwas in diesem blog und sonstwo zu verstehen…? mik

  3. 3 Klar, Mann? 02. April 2009 um 23:07 Uhr
  4. 4 Wehrhafte Demokratie 02. April 2009 um 23:51 Uhr

    Ob bei den Straftaten von Linksextremisten (vermutlich wird dazu alles gerechnet, was der Meinung ist, dass Naziaufmärsche und Überfälle nicht durch „aktive Ignoranz“ zu bekämpfen seien) auch die Notwehr bei dem Überfall im März vergangenen Jahres gerechnet werden?

  5. 5 hase 03. April 2009 um 11:59 Uhr

    Irgendwie erinnert mich die Ergüsse von IT verdächtig an die konstruierten, kaum verständlichen Sätze von wahlweise Antiimps oder Antideutschen (ist er gar einer? Ich blicke nicht mehr durch). Natürlich sind all jene ideologisch total verschieden.
    Tatsächlich gewinnen zu simple Aussagen schwer an Tiefe und Bedeutung wenn die Sätze in Schachtelsätze umkonstruiert werden und mit diffizilen Wendungen und Fremdwörtern gespickt werden. Dadurch wird klar dass der Author belesen sein muß und zwar ausschließlich mit wissenschaftlicher Spitzenfachlitteratur.

    der verzicht auf majuskeln ist natürlich immer ein überzeugender ausdruck von konsequentem antiautoritarismus
    unverständlich ist mir dann aber die verwendung von interpunktion welche die sätze wieder in beherrschbare einheiten gliedert
    glücklicherweise wird die interpunktion nicht immer und wenn doch dann sehr frei verwendet.

    Übrigens- an alle ß-Verachter und Vermeider: das Esszett steht in den meisten Fällen für eine Ligatur aus zwei s-Buchstaben und in den wenigsten eine aus s und z. Wenn ihr also die deutsche Rechtschreibung neu erfinden wollt (nach den Schreibgewohnheiten des 13. Jahrhunderts wohlgemerkt), dann macht es wenigstens konsequent.

    Aber was rede ich hier überhaupt ;)

  6. 6 hase 03. April 2009 um 12:24 Uhr

    *Spitzenfachliteratur (E'‘a'e humanum est! -Asterix auf Korsika)

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