GegenRechts/Rechts: Kriminelle Fackelmarsch-Nazis Raus…

Polizeibericht siehe HIER (Genannte Zahl der Gegendemonstranten unvollständig, da zudem rund 100 bis 150 Menschen an der NS-Route spontan demonstrierten und die Besucher des Solidaritätsfestes auf der Mühle inkl. BM Gatzweiler nicht mitgezählt wurden. Siehe dazu LOKALPRESSE.)

Hintergründe (Vorabbericht und Links auf weitere [Hintergrund-]Berichte) siehe HIER

Gezwitscher zum NPD-Aufmarsch schon mal HIER, HIER und HIER

Ergänzungen in der Fotogalerie und Bericht können erst am Sonntag folgen…


16 Antworten auf “GegenRechts/Rechts: Kriminelle Fackelmarsch-Nazis Raus…”


  1. 1 Antifaschist aus der Region 04. April 2009 um 0:38 Uhr

    Die Parole „Kriminelle Ausländer raus, Ausländer raus, raus“ war auch an der Bundesstraße am Stadtrand von Stolberg noch meilenweit zu hören.

    Die Empörung über den Naziaufmarsch war groß, so groß, das laut Augenzeugenberichte ein einzelner Polizist glaubte, seinen Hund auf einen der spontanen Gegendemonstranten beim Marsch am Rand der Mühle loslassen zu müssen.

  2. 2 Francesco Hausfrau 04. April 2009 um 0:51 Uhr

    Jaja, es kam ja laut Presse zu keinen Übergriffen seitens der Polizei….. -.-

    nun ja, woher soll die presse es wissen – zumal um 22 uhr schicht ich schacht (meint: printvorstufe) ist… mik

  3. 3 Francesco Hausfrau 04. April 2009 um 1:00 Uhr

    na dann :)

  4. 4 Weil Senf 04. April 2009 um 1:41 Uhr

    Der junge Antifaschist erlitt Bisswunden am Bein, nachdem er einen Polizisten in einer Blockadensituation darauf aufmerksam machte, dass die, durch den Lärm deutlich scharf gemachten Hunde, mit Maulkorb zu führen seien. Kurz darauf ließ der Beamte dem ihm anvertrauten Tier genug Leine um den Demonstranten anzufallen und sich festzubeissen. Als er wenig später erneut angesprochen wurde, sagte er vor einer großen Menge Zeugen, dass es mit Maulkorb ja schließlich keinen Spaß mache, da der Hund dann nicht beißen könne.
    Kurz darauf kam es zu einer Situation, in der eine Gruppe Beamter,die versuchte die vor allem jugendlichen Demonstranten zurückzudrängen, kurzzeitig von der wütenden Menge eingeschlossen wurde. Im Falle einer Eskalation wäre die Situation diesmal für beide Seiten, zunächst aber für die Polizei, mehr als unvorteilhaft ausgefallen.

    Der Zorn scheint groß zu sein, nicht nur in Stolberg.

    Wieviel Gewalt muss es geben bis dieser Staat aufhört seine eigene Bevölkerung und Exekutive aufeinander loszulassen wie beim Hahnenkampf, um ein paar bekennenden möchtegern-Massenmördern ihre Abendspaziergänge zu genehmigen???

    Wie soll das jetzt weitergehen? Was wäre passiert wenn es zu ernsthafter Gegenwehr der Stolberger Bevölkerung gegen diesen Berufsrambo in Polizeiuniform gekommen wäre?
    Dann heißt es bald:

    „Gesichert kann ich doch nicht feuern. Macht doch keinen Spaß.“

    Ich kann nur hoffen, dass insbesondere diesem Mann nahegelegt wird seinen Dienst zu quittieren.

  5. 5 *-_-* 04. April 2009 um 18:18 Uhr

    Als der durch Bisse verletzte Demonstrant will ich meinen Senf dazu geben:

    Von einer Blockadesituation (von unserer Seite aus) habe ich nichts mitbekommen. Eine Gruppe DemonstrantInnen hat sich lediglich in eine Seitenstraße bewegt und wurde von PolizistInnen gestoppt. Diese PolizistInnen waren sehr aggressiv und schienen stark überfordert (vermutlich wegen des Großereignisses in Baden-Baden/Strasbourg sowie NPD-Parteitag in Berlin).
    Obwohl es von unserer Seite aus nur verbal unruhig war, wurde dem bissige Hund viel Spielraum gegeben, sodass er sich in meinem oberschenkel verbeissen konnte. Der Polizist, der den Hund „führte“, hatte diesen nicht unter Kontrolle: Er rief oft „Aus!“, der Hund blieb verbissen.

    Ich wurde von Demosanis versorgt und anschließend ins Klinikum gebracht. Dort wurde ich verarztet sowie gegen Tetanus geimpft.

    Vielen Dank an alle HelferInnen!
    Mir geht es psychisch recht gut. Auch körperlich ging es recht glimpflich aus (vor allem „oberflächliche“ Wunden; an der tiefsten Stelle ca. 2cm tief.

    Auch heute hat sich die Polizei wieder vorbildlich ekelhaft gezeigt. Mit aller Macht wurde der kleinen verhassten Minderheit von Nazis der Weg frei geräumt.

  6. 6 Mensch 05. April 2009 um 0:10 Uhr

    Auch ich habe an den Protesten am 3. und 4.4.09 in Stolberg teilgenommen. Dass es am 3.4. einen Biss durch einen Polizeihund gegeben hat, müsste inzwischen bekannt sein.
    Am 4.4. habe ich an der Demo und den anderen Veranstaltungen in der Stolberger Innenstadt teilgenommen.
    Als ich hörte, daß Freunde von mir am Stolberger Hauptbahnhof festhingen, habe ich versucht, zu Fuss dorthin zu kommen. Die Polizei hat mich aber gehindert dorthinzukommen. Ich erhielt von meinen Freunden telefonisch Infos über eine Masseningewahrsamname von ca. 200 Personen mit beabsichtigtem Transport in die Gefangenensammelstelle in Aachen. Später soll dies großtenteils zu einem Platzverweis für Stolberg abgemildert worden sein.
    Nachdem ich abends wieder in meiner Wohnung in Aachen eingtroffen war, erhielt ich den telefonischen Bericht von einer der Personen, die am Stolberger Hauptbahnhof dabeigewesen war. Als besonders empörend wurde das arrogante und zynische Verhalten der Polizei gegenüber den Kindern und Jugendlichen empfunden – die von der Polizei als Menschen anscheinend überhaupt nicht ernst genommen wurden – aber von der Polizei wohl unverständlicherweise als so gefährlich eingestuft wurden, dass sie mit Hunden ohne Maulkorb in Schach gehalten werden mussten. Weitere Berichte dazu auf Indymedia:

    http://de.indymedia.org/2009/
    04/246133.shtml
    http://de.indymedia.org/2009/
    04/246136.shtml
    http://de.indymedia.org/2009/
    04/246165.shtml
    http://de.indymedia.org/2009/
    04/246168.shtml

  7. 7 Peter 05. April 2009 um 0:24 Uhr

    In Anbetracht das es mittlerweile rund 200 Kameradschaften in ganz Deutschland gibt, und der Anzahl der Neonazis in Stolberg, war Hallers Demo ein Reinfall und wohl auch ein Spiegelbild seiner eigenen braunen Politik!
    Die Bürger in Stolberg zeigten auf verschiedene Art und Weise Flagge gegen Rechtsextremisten.

  8. 8 Weil Senf 05. April 2009 um 12:22 Uhr

    …gemeint war auch die (leider viel häufigere) Situation in der die Polizei blockiert

  9. 9 Petermann 05. April 2009 um 18:10 Uhr

    Die Antifaschisten riefen zu Gegendemonstrationen zu den Demos der Nazis in Stolberg auf. Richtig!!!
    Sie erklärten in ihren Aufrufen u.a.: „Wir werden uns ihnen mit Gewalt in den Weg stellen.“ Falsch!!!
    Gewalt ist keine Lösung !!!
    Es kann auch niemand verstehen, dass die Antifa zu ihren Gegendemos auch noch Kinder mitbringt (Hbf Stolberg).
    Des weiteren Tränengas und Schlagstöcke.
    Tränengas, Schlagstöcke, eskalierende Situationen, „tolles Umfeld“ für Kinder.

  10. 10 Wehrhafte Demokratie 05. April 2009 um 22:37 Uhr

    @Petermann:

    Ich vermute mal, dass sie nicht am Hauptbahnhof waren. Die „Gewalt“ beschränkte sich auf eine Sitzblokade, die von der Polizei unsanft aufgelöst wurde. Tränengas und Schlagstöcke sind mir außerhalb der Polizei nicht aufgefallen. Es kann aber sein dass einige der Leute die verhaftet wurden solche mit sich führten. Daraus allerdings zu konstruieren, dass alle 200 Eingekesselten gewaltbereit und bewaffnet warn, ist doch sehr hanebüchen.

  11. 11 Antifaschist aus der Region 06. April 2009 um 0:07 Uhr

    @Petermann
    Bei den „Kindern“ dürfte es sich um engangierte Jugendliche gehandelt haben, die ohne ihre Eltern zum Stolberger Hauptbahnhof gekommen waren, um gewaltfrei und konsequent die Nazis zu stoppen.

    In dem Aufruf der AntifaschistInnen ist nirgendwo davon die Rede, daß „Gewalt“ angewendet werden sollte.

    Wenn einzelne Personen am Stolberger Hauptbahnhof verbotene Gegenstände (Taschenmesser) bei sich gehabt haben sollten, kann deshalb nicht alle NazigegnerInnen auf dem Stolberger Hauptbahnhof Gewaltbereitschaft unterstellt werden.

    Die repressive Linie der Polizei ist offensichtlich von oben angeordnet worden. Entgegen dieser von oben angeordneten Linie haben sich viele der eingesetzten PolizistInnen gegenüber den ProtestlerInnen aber durchaus anständig verhalten.

    Bei anderen PolizistInnen kann man das leider nicht sagen. Wenn da wirklich die Hundestaffel zur Auflösung einer Blockade eingesetzt wurde und dabei den ProtestlerInnen die Transparente zerfetzt wurden und beinahe Menschen verletzt wurden, so muß das ein Nachspiel haben.

    Die Verantwortung für den Polizeieinsatz trägt Polizeipräsident Claus Oelze.

  12. 12 Jürgen 06. April 2009 um 11:49 Uhr

    Die Hundestaffel auf der einen Seite der Blockade wurde so locker gelassen dass die Hunde nur wenige Zentimeter vor den Gesichtern der Demonstranten Keiften.
    Auf der anderen Seite der Blockade (von wo aus diese aufgelöst wurde) haben die Polizisten teilweiße Freundlich nachgefragt, ob man freiwillig mitkommt, bevor sie die Person rausgezogen haben. Allerdings sind Sie beim herausziehen teilweiße auch ziemlich Brutal und mithilfe von Schlägen vorgegangen. Die Blockade war übrigens die gesamte Zeit von unserer Seite aus absolut Friedlich und Gewaltfrei. Ich denke dass war auch der Grund warum sich die Polizisten im Kessel zu einer etwas lockereren Politik entschieden haben (Stichwort Wasser, Klingel und Pizza).

  13. 13 Klar, Mann? 06. April 2009 um 20:03 Uhr

    Lokalpresse zu Polizeistatements wegen der Vorwürfe vonseiten der Antifa:

    http://www.az-web.de/lokales/stolberg-detail-az/857077

  14. 14 Peter 07. April 2009 um 0:00 Uhr

    Hat keiner ein Video des Kessels und der dortigen Ereignisse?

  15. 15 Wehrhafte Demokratie 07. April 2009 um 11:12 Uhr

    Die Polizei dürfte mehrere Videos des Kessels haben. Aber die werden vermutlich einen Teufel tun und die Aufnahmen auf denen zu sehen ist, wie Beamte völlig unnötig Menschen in Gefahr bringen oder willkürliche Verhaftungen durchgezogen werden, öffentlich machen.

    An dieser Stelle übrigens noch mal großen Dank, an die Mehrheit der Polizistinnen und Polizisten, die sich korrekt verhalten haben. Streiten sie mal dafür, dass Ihre Arbeit nicht durch einige „Bullenschweine“ in Verruf gebracht wird.

  16. 16 Iljitsch 07. April 2009 um 11:16 Uhr

    @Polizeistatement: Das ist ja mal wieder krass, was die uns weismachen wollen…
    Richtig ist, dass Kinder und Jugendliche vom Rest getrennt wurden. Lüge ist, dass diese die Möglichkeit hatten den Platz zu verlassen. Sie wurden genau wie der gesamte Rest mehrere Stunden festgehalten um am Ende Platzverweise und Anzeigen an sie zu verteilen.

    Getränke und ärztliche Hilfe wurden bereit gestellt.

    Was den gebissenen Demonstranten angeht, ist hier die Wahrheit nachlesbar:
    http://klarmann.blogsport.de/2009/04/03/gegenrechtsrechts-kriminelle-fackelmarsch-nazis-raus/#comment-15606

    Zur polizeilichen Professionalität schweige ich lieber…

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