Gedenken: Todestag des VVN-Ehrenvorsitzenden Rossaint

Stolberg. Der Preisträger des Aachener Friedenspreis e.V. 1989, Josef Rossaint, ist ein besonderes Beispiel für den Widerstand im katholischen Raum während der Naziherrschaft. Rossaint, geboren am 5. August 1902 in Herbesthal (Belgien), ist ab 1927 als Kaplan, zuerst in Oberhausen und ab 1932 in Düsseldorf tätig. 1928 wird er Mitglied des Friedensbundes Deutscher Katholiken. 1929 tritt Josef Rossaint der Zentrumspartei bei. Als diese dem „Ermächtigungsgesetz“ zustimmt, tritt er aus unmittelbarem Protest aus. Am 6. Dezember 1936 wird Josef Rossaint verhaftet und am 28. April 1937 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 11 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Er starb im Jahre 1991, sein Grab befindet sich in Stolberg. Die VVN/BdA erinnert an Leben und Wirken ihres Ehrenvorsitzenden am Samstag, 18. April, 16 Uhr, in Stolberg, auf dem Friedhof. [Textquelle: redigierte Veranstalterinfo]