Rechts: Rocky-Horror-Kunkel-Show in Stolberg und Neonazi-Attacken auf DGB-Demos [update]

Stolberg/Dortmund/Siegen/Region. Rund zwanzig Neonazis um den NPD-Ratsmann Willibert Kunkel und den „Kameradschaftsführer“ der Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube (Vettweiß), sind in Stolberg der Gewerkschaft und der SPD auf der Nase herumgetanzt. Die Neonazis besuchten provokativ das gemeinsame Familienfest anlässlich des Maifeiertages vor dem Rathaus, störten laut Lokalpresse [1] Reden der Gewerkschaftsfunktionäre „massiv [mit] Rufen und Gesängen […].

Zwischenzeitlich musste sogar die Polizei eingreifen, um den weiteren Ablauf des Programms zu ermöglichen.“

Seit dem Jahr 2004 schon besucht das ehemalige IG-Metall-Mitglied Kunkel mit Neonazis gemeinsam besagtes Familienfest zum „Tag der Arbeit“ [2]. Ungeachtet dessen, dass Gewerkschaften und SPD im „Stolberger Bündnis gegen Radikalismus“ aktiv sind und sich gegen Neonazis engagieren, scheint man sich trotz der zur provokativen Regelmäßigkeit gewordenen Kleinstaufmärschen noch nicht dazu durchgerungen zu haben, dem braunen Spuk zu begegnen. Ähnlich wie in den Jahren zuvor wurde zwar in Redebeiträgen betont, dass Neonazis auf dem Fest unerwünscht seien – was vom Kunkel-Tross mit provokativen Rufen honoriert wurde. Doch dass die Neonazis, hieß es gegenüber „Klarmanns Welt“ vonseiten örtlicher Beobachter, sich unterdessen sogar unter das Publikum mischen konnten und Besucher des Festes sowie Jugendliche anzuwerben versuchten, sei „beängstigend“ und neu gewesen.

Schon zu Beginn hatten Neonazis versucht, an einem Infostand der Partei „Die Linke“ zu provozieren. Mitglieder der Partei wurden dabei örtlichen Beobachtern zufolge als „Mauermörder“ beschimpft. Später sammelten sich Neonazis rund um Kunkel und Laube unter einem SPD-Schirm und belagerten den Bierstand. Redebeiträge, in denen betont wurde, dass Neonazis unerwünscht seien, wurden mit Buh-Rufen und dem skandieren von Parolen wie „Ohne Nazis wär hier gar nichts los“ sowie „NPD – kann man nicht verbieten“ gestört. Laube und ein weiteres KAL-Mitglied sollen örtlichen Beobachtern zufolge sogar versucht haben, direkt vor der Bühne die Redner mit Rufen zu provozieren. Zudem sollen beide erst von Ordnern daran gehindert worden sein, die Bühne zu entern. Beide Neonazis seien dann von Streifenpolizisten in einem „leichten Gerangel“ abgedrängt worden, hieß es weiter.

Laube, ebenso zweiter stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Düren, war mit einem T-Shirt mit dem Rückenaufdruck „Antifa bedeutet Angst – und die werdet Ihr haben, wenn wir zu Euch kommen“ erschienen. Andere Neonazis waren in KAL-T-Shirts mit aufgedruckten dreiarmigen Hakenkreuzen anwesend. Ein wegen des Tragens von Hakenkreuzen und anderer verbotener Symbole in der Öffentlichkeit einschlägig vorbestrafter Stolberger war im T-Shirt mit dem Aufdruck „N.A.Z.I. – natürlich anständig zuverlässig intelligent“ erschienen.

Nachdem sich die Lage später beruhigt habe, sollen sich die Neonazis unter die rund 200 bis 300 weiteren Besucher gemischt haben, um mit diesen ins Gespräch zu kommen und zu agitieren. Örtliche Beobachter sagten, es habe gewirkt, als hätten Gewerkschaften und SPD den „Nazis das Feld überlassen“. Andere Beobachter sagten indes, da das Fest auf öffentlichem Raum stattfand, hätten die Veranstalter kein Hausrecht wahrnehmen und die Störer des Platzes verweisen können. Die Versammlungen des DGB in Aachen [3] und Düren [4] wurden laut Gewerkschaftsvertreter nicht durch Neonazis gestört.

In einem Zug zwischen Düren und Aachen sollen indes Neonazis aufgefallen sein, weil sie sowohl im Zug als auch auf dem Bahnsteig in Eschweiler rechte Parolen wie „Nationaler Sozialismus – Jetzt!“ skandiert haben sollen. Die Gruppe soll gegen Mittag schon in Düren von der Polizei kontrolliert worden sein. Der DGB kritisierte derweil gegenüber Agentur-Medien [5], dass mehrere Mai-Kundgebungen in Deutschland von Rechtsextremen gestört worden seien. Die Polizei meldete unter anderem einen Vorfall im niedersächsischen Rotenburg/Wümme, wo 100 Mitglieder des rechten Spektrums eine DGB-Veranstaltung störten und Polizisten attackierten, wobei ein Beamter leicht verletzt wurde.

Nach Ausschreitungen nahm die Polizei in Dortmund zudem 280 Neonazis vorläufig fest. Aus einer Gruppe von teilweise vermummten Demonstranten der rechten Szene seien Knallkörper und Steine auf Mitglieder der DGB-Demonstration geworfen worden, berichtete die Polizei. „Spiegel-Online“ berichtet [6], dass die insgesamt rund 300 Neonazis Teilnehmer der DGB-Kundgebung attackiert hätten und es Verletzte gegeben habe. Die Beamten seien eingeschritten und hätten zwei größere Gruppen Neonazis eingeschlossen. Die Polizei setzte dabei auch Schlagstöcke ein. Gegen die Neonazis bestehe der dringende Tatverdacht des Landfriedensbruchs. Mehrere Polizisten wurden verletzt und ein Streifenwagen beschädigt.

Der Polizei zufolge hatten sich die Neonazis am Freitagvormittag zunächst am Dortmunder Hauptbahnhof getroffen, um angeblich zu einer Demonstration nach Siegen [8] zu fahren. Doch statt in den Zug zu steigen, rannten sie Richtung Innenstadt und seien auch mit Holzstangen und Steinen auf Teilnehmer einer DGB-Kundgebung losgegangen. Laut Polizei sollen die Neonazis „offensichtlich gezielt die Konfrontation mit Teilnehmern der DGB-Kundgebung als auch mit der Polizei“ gesucht haben. Ein Neonazi-Portal gibt in diesem Fall indirekt einen Bericht aus der Lokalpresse [7] wieder und schreibt, „nationale Kräfte“ seien in „geballter Formation in eine Gewerkschafts-Demo [eingefallen]. Für Polizei und Gewerkschaftern völlig unerwartet, attackierten rund 300 Nationalisten den linken Demonstrationszug.“

Laut eines Eintrags eines Neonazis unter den Kommentaren auf besagter Website – er gibt sich als Mitglied der KAL aus – sei die Aktion nicht unerwartet gekommen. Es seien zahlreiche „Kameraden aus ganz NRW, Holland, etc. [nach Dortmund] angereist […]. Auch hier hat die Vernetzung sehr gut funktioniert. Es wusste auch jeder, worum es geht…“ An dem eigentlich als NRW-„Ausweichmöglichkeit“ [8] für einen verbotenen Aufmarsch in Hannover gedachten Aufmarsch in Siegen nahmen laut Lokalpresse [9] nur 110 bis 120 Neonazis aus Deutschland, Belgien und Holland teil. Im Zusammenhang mit der Demonstration durchsuchte die Polizei zwei Autos und beschlagnahmte dabei u.a. Messer.

DGB-Chef Michael Sommer kündigte an [10], der rechten Gewalt die Stirn zu bieten: „Rechtsextreme haben heute in Dortmund erneut ihr wahres Gesicht gezeigt: Sie sind Feinde von Demokratie und Vielfalt. Die Gewerkschaftsbewegung wird sich davon nicht beeindrucken lassen.“ Denn der 1. Mai „ist bunt und nicht braun“. Die Gewalttäter müssten zur Verantwortung gezogen und die NPD endlich verboten werden. Unterdessen hat die Polizei ihre zuerst genannte Zahl von zuerst 200 in Gewahrsam genommenen Neonazis auf 280 erhöht [11]. Demnach wurden gegen 19.30 Uhr die letzten Eingekesselten aus der Innenstadt abgeführt. Fünf Polizisten wurden verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. Auch Scheiben von Polizeiwagen wurden von den Rechten eingeschlagen. Irrtümlicherweise sprach Dortmunds Polizeipräsident Hans Schulze davon, dass es einen Angriff von Neonazis auf eine friedliche Demonstration bundesweit bisher noch nicht gegeben habe – indes fand dasselbe vor gut einem Jahr in Aachen schon einmal statt [12]. [© Klarmann]

[1] Direktlink
[2] SAME KUNKEL AS EVERY YEAR…
[3] Direktlink
[4] Direktlink
[5] Direktlink
[6] Direktlink
[7] Direktlink; Direktlink; Direktlink (alle mit guten Fotostrecken)
[8] STATT HANNOVER NUN EIN KESSEL BRAUNES IN SIEGEN – ZUDEM SPONTANAKTIONEN AUCH GEGEN DGB-VERSAMMLUNGEN
[9] Direktlink; Direktlink
[10] Direktlink
[11] Direktlink
[12] Siehe Berichte: NEONAZIS GREIFEN ANTIFADEMONSTRATION AN; ERMITTLUNGEN GEGEN NPD-FUNKTIONÄRE; RHEINLÄNDER AN ANGRIFF AUF ANTIFA-DEMO BETEILIGT; zudem Stellungnahme der Antifaschisten und Fotoserie zum Überfall der Neonazis: ANTIFASCHISTEN SCHIESSEN SICH RHETORISCH AUF PROZESS NACH NÖNAZI-ÜBERFALL EIN…


35 Antworten auf “Rechts: Rocky-Horror-Kunkel-Show in Stolberg und Neonazi-Attacken auf DGB-Demos [update]”


  1. 1 Wütender 01. Mai 2009 um 21:58 Uhr

    Die Nazis haben in Stolberg die Versammlung von SPD und Gewerkschaften grob gestört und hätten deshalb vom Versammlungsleiter ausgeschlossen und anschließend von einem angemessenen Polizeiaufgebot von der Versammlung entfernt werden müssen. Es ist mir vollkommen unverständlich, warum diese Leute in Stolberg schon seit Jahren trotz Störungen auf den 1.- Mai-Veranstaltungen von SPD und Gewerkschaften geduldet werden.

    Warum wird an diese gefährlichen Menschen auf der Veranstaltung Bier ausgeschenkt, damit sie sich ordentlich besaufen können, frage ich mich schon seit langem. Den würde ich doch bestenfalls Mineralwasser ausschenken.

    Nachdem dann die z.T. angetrunkenen Nazis sich schliesslich vom von der Maikundgebung entfernt hatten, zogen sie zu einer Gaststätte („Am Altstädtchen“ oder so ähnlich) (gegenüber der Villa Lynen), um ihr Besäufnis fortzusetzen.

  2. 2 Wütender 01. Mai 2009 um 22:52 Uhr

    Die Gaststätte heißt nicht „Am Altstädtchen“, sondern „Am Altertümchen“.

    da hängen die doch schon spätestens seit herbst letzten jahres ab… mik

  3. 3 Bronsteins Enkel 01. Mai 2009 um 23:35 Uhr

    Nazi-Provokationen gehören in Stolberg ja schon fast zum Alltag. Aber der heutige Tag hat ja ein Ereignis hervorgebracht, was dies übersteigt: nämlich den bewaffneten Angriff einer Bande von circa 400 Nazis auf eine DGB-Demo in Dortmund, bei der einige Leute verletzt wurden.
    Damit zeigt sich einmal wieder, was die Hauptaufgabe der Nazis im Kapitalismus und im bürgerlichen System ist: Terror und Gewalt gegen die Arbeiterbewegung auszuüben. Nazis sind die brutalen Kettenhunde des Kapitals. Das ist eigentlich schon eine alte Weisheit, die sich gegenwärtig wieder mal bestätiigt.

    Angeblich war der Angriff vollkommen unerwartet. Aber man muss sich schon fragen, warum die Polizei Hunderte von bewaffneten Neonazis ungestört marschieren liess und in die Nähe der Demo liess. Das kann kein normaler Mensch nachvollziehen.
    Und ähnlich wie in Aachen Ende März 2008 war die Polizei damit beschäftigt, gegen DemoteilnehmerInnen die sich zur Wehr gesetzt haben, vorzugehen.

  4. 4 Mensch 01. Mai 2009 um 23:36 Uhr

    Im Link Nr. 7 ist ja von dem für die Polizei angeblich überraschenden Angriff von 200 Nazis auf die 1.-Mai-Demo in Dortmund zu lesen. Wahrscheinlich genausso überraschend wie der Angriff auf die Demo am 27.03.08.

    Der Angriff in Aachen kann aber gar nicht stattgefunden haben, denn „Der Westen“ schreibt:

    (Dortmunds) „Polizeipräsident Schulze wies die Kritik auf einer Pressekonferenz zurück.

    Dass Rechtsradikale eine friedliche Kundgebung angriffen, sei ein bundesweit bisher einmaliger Vorgang.“

    Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte.

  5. 5 Antifaschist aus Düren 02. Mai 2009 um 8:41 Uhr

    Im übrigen gab es bereits in 1980er Jahren einen Angriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai – damals noch zu Zeiten der FAP.

  6. 6 Antifaschist aus Düren 02. Mai 2009 um 8:52 Uhr

    „auf die DGB-Kundgebung in Aachen“ muss es heißen. Dennoch: Der Angriff in Dortmund hat sicherlich eine neue „Qualität“.

  7. 7 Klar, Mann? 02. Mai 2009 um 8:54 Uhr

    Evtl. etwas boulevardeske Zuspitzungen, indes ein Bericht mit Augenzeugen-Aussagen zu Dortmund:

    http://www.ruhrbarone.de/nazis-attackieren-maidemonstration-in-dortmund/

  8. 8 Hans Wurst 02. Mai 2009 um 11:12 Uhr

    „Damit zeigt sich einmal wieder, was die Hauptaufgabe der Nazis im Kapitalismus und im bürgerlichen System ist: Terror und Gewalt gegen die Arbeiterbewegung auszuüben. Nazis sind die brutalen Kettenhunde des Kapitals.“

    Naja, ohne kapitalistisch-bürgerliches Justiz- und Polizeisystem würde es wahrscheinlich nicht bei ein paar Verletzten bleiben…

    Wie dem auch sei, sehr dämlich, dass denen Bier ausgeschenkt wird etc. Eine sehr vorbildliche Organisation, der DGB.

    Man könnte meinen, dass die SPD und der DGB aus den Störungen der letzten Jahre gelernt haben. Denen kein Bier auszuschenken und den normalen Besuchern Tipps zu geben, wie sie sich in Gegenwart von solchen Leuten verhalten sollten, wäre ja wohl das Mindeste! (Und ggf. mal drüber nachdenken, welche rechtlichen Mittel man verwenden kann, um die von der Veranstaltung so weit wie möglich weg zu halten.)

    vielleicht von mir etwas unglücklich zusammengefasst: die kundgebung und das familienfest in stolberg werden nicht vom DGB, sondern von IGM, IGBCE und SPD organisiert. mik

  9. 9 DEMOkrat 02. Mai 2009 um 12:45 Uhr

    @ investigative Qualität des VS

    die politische Polizei und der VS auf Länder- und Bundesebene haben ja drei grosse Themen, nämlich Rechte, Linke und Religiöse Extremisten.

    -Bei den Linken beobachtet man jetzt wo es keine Studentenunruhen, rote Zellen oder gar RAF mehr gibt gerne intensiv „DIE LINKE“ und andere hochgradig subversive staatsfeindliche Subjekte…
    -Zur Qualität der Mullahobservation kann ich magels Halbwissen nix sagen.
    -Und bei den Rechten hat man den Vogel ja wohl abgeschossen. Da fliessen Milliarden in eine Behörde, die einen nicht unbeträchtlichen Teil davon direkt als V-Manngehalt an bekennende Faschisten und Verfassungsfeinede weiterleitet, und was kriegt der Steuerzahler dafür: eine Komödie vor dem Bundesverfassungsgericht (NPD-Verbot), handfeste Gefahrenanalysen: „Bis ins Jahr 2007 ging das Bundesamt für Verfassungsschutz von nur 200 „Autonomen Nationalisten“ aus, mittlerweile (nach Hamburg) wurde diese Zahl auf 400(!) hochgesetzt.“ und so Kommentare wie den von Herr Schulze.

    Da zwingt sich doch die Frage auf: Zu Blöd oder kein Interesse?

  10. 10 Klar, Mann? 02. Mai 2009 um 18:24 Uhr
  11. 11 Peter 02. Mai 2009 um 19:07 Uhr

    Nachhilfe für Willibert Kunkel und Rene Laube;

    Es könnte teuer werden!

    Straf- und Bußgeldvorschriften im Versammlungsgesetz:

    § 21

    Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    § 22

    Wer bei einer öffentlichen Versammlung oder einem Aufzug dem Leiter oder einem Ordner in der rechtmäßigen Ausübung seiner Ordnungsbefugnisse mit Gewalt oder Drohung mit Gewalt Widerstand leistet oder ihn während der rechtmäßigen Ausübung seiner Ordnungsbefugnisse tätlich angreift, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

  12. 12 Peter 02. Mai 2009 um 19:14 Uhr

    Mann sollte Kunkel sowie Laube und andere namentlich bekannte Neonazis zukünftig Hausverbot bei der Veranstaltung durch den Veranstalter erteilen. Rechtlich wäre dies möglich, da der Veranstalter während der Kundgebung Hausrecht hat!

  13. 13 Hempels 02. Mai 2009 um 19:32 Uhr

    http://www.youtube.com/watch?v=xWXoFAaZ11M

    netter kleiner zwischenruf bzgl. der überschrift. aber das werden wir nun in zukunft NICHT übertreiben. mik

  14. 14 Mensch 02. Mai 2009 um 21:47 Uhr

    Meine Kritik an der Polizei bezog sich auf das Totschweigen früherer Naziangriffe durch führende Polizisten – wie hier den Dortmunder Polizeipräsidenten.

    Die Polizisten in Dortmund vor Ort, die die Fehleinschätzungen auszubaden hatten und sich den Nazis trotz Unterbesetzung und unzureichender Ausrüstung mutig entgegenstellten, haben natürlich meine Hochachtung.

  15. 15 Jupp 03. Mai 2009 um 11:02 Uhr

    Bin mir sicher, daß ein paar Kubikmeter Jauche einen hohen Präventivwert gegen Möchtegernadolfs hätten.

    und die anderen besucher des familienfestes? mik

  16. 16 Klar, Mann? 03. Mai 2009 um 15:49 Uhr

    WDR-Lokalzeit zu dem Überfall in Dortmund:

    http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/05/02/lokalzeit-dortmund-rechte.xml

    Und ja, Neonazis, man sieht Migranten, die versuchen, auf Sie loszugehen und die von Polizisten zurück gehalten werden – aber die Bilder hier und jene Fotos in „Der Westen“ stammen offensichtlich nur vom Ende des Tumultes.

    Und am Anfang stand doch wohl Ihr Angriff, man höre, was die Augenzeugen sagen. Dass Sie jene Bilder der Migranten, die sich wehren wollen, nun aber in Ihren eigenen Berichten und Foren als Auslöser für Ihre Attacke darstellen, ist nichts anderes, als die Rede Ihres kleinen schauzbärtigen Säulenheiligen ohne Führerschein.

    Denn nein, Hitler hat Polen nie und nimmer angegriffen, er spie ja ins Mikrophon, es werde nur zurück geschossen… Mann, Mann, Mann, die Nazis – 70 Jahre weiter und immer noch denselben PR-Berater….

  17. 17 Klar, Mann? 03. Mai 2009 um 16:16 Uhr
  18. 18 Peiper 03. Mai 2009 um 21:18 Uhr

    Alles klar und aus Berlin gibt es nichts neues.Herr Peter lustig das heist immer noch Herr Laube.

    der autor jener zeilen gibt sich per e-mail-adresse als eine der beiden von „peter“ benannten personen aus. mik

  19. 19 Mensch 03. Mai 2009 um 23:05 Uhr

    Eine recht gute Analyse ist bei Indymedia zu finden:

    http://de.indymedia.org/2009/05/248997.shtml

    diese analyse mag für dortmund-gesamt gut sein sollen, aber diese:

    http://de.indymedia.org/2009/05/249253.shtml

    ist für dortmund am 1. mai zutreffender.

    ansonsten verweise ich, siehe indymedia-link 2, auf diesen link zu einem älteren text in der lokalpresse, der mir bislang entfallen war:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/5/1/news-118631871/detail.html

    mik

  20. 20 Marcel 04. Mai 2009 um 1:46 Uhr

    Irgendwie komisch… kaum wird mal wieder in größeren Medien offensichtlich, dass die Nazis ein Haufen unterbelichteter Schläger und gewaltbereiter Menschenverachter sind, schon sind die hier bei Klarmann praktisch nicht mehr existent. Wahrscheinlich warten sie ungeduldig darauf, dass sich wieder irgendwo ein Migrant oder ein Linker daneben benimmt um dann wieder mit breiter Brust die Gefahr von Links und von Ausländern zu beschwören.

    Ekelhaft dieses Pack.

    Eine friedliche Maidemo anzugreifen hat schon neue Qualität. Es muss endlich was passieren, bevor diese ekelerregenden Typen schlimmeres verursachen.

    wo sind nazis hier nicht existent? falls sie bei den kommentaren meinen, dann müssen sie ihre beschwerde an den spamfilter senden. der analysiert aber nur, ordnet dann ein und beglückt das blog oder den virtuellen datenkorb. mit dem über inhalte zu diskutieren ist derzeit aber denkbar ungünstig. ziemlich sturkopf, soll er sein… mik

  21. 21 Marcel 04. Mai 2009 um 9:13 Uhr

    @ Klarmann: Genauso meinte ich es auch. Natürlich ist hier ihre Seite gemeint.

  22. 22 Wilde 04. Mai 2009 um 9:13 Uhr

    Seltsam, man Redet über Stolberg und Dortmund, schaut nach Berlin, was die Linken gemacht haben.

    Wir haben nur dem BM gesagt er soll mal weniger Steaks auf Steuergelder Essen.

    War auch ein netter versuch vom BM ins Micro zu Rufen Nazis Raus, er stand alleine damit da :-)

    LG Wilde

    gatzweiler zahlt seine mahlzeiten selbst, und aus dem grunde steht es uns gar nicht an, welche figur er hat – demgemäß sind ihre vorwürfe zum teil nicht politisch, sondern ähnlich proletenhaft, wie ihr auftreten vor der bühne (nebst des herren, der mich auch immer so nett anprollt und am 1. mai im grünen hatecore-pulli anwesend war) sowie am biertisch (als gruppe). ansonsten wäre ich für einen integrationskurs ihrerseits auf steuergelder – dann glabts aur mid där KROSS und gleinschraibung… mik ps. über berlin steht so viel in den medien, wer davon nix mitbekommt, der ist halt bei der schweinegrippe stecken geblieben…

  23. 23 Ingo 04. Mai 2009 um 9:27 Uhr

    Ach schade, waren die NöNazis doch immer für einen Lacher gut.

    Wo bekomme ich jetzt meine fünf Minuten Unterhaltung für den Tag?

    s.o. mik

  24. 24 Klar, Mann? 04. Mai 2009 um 10:42 Uhr

    „[…] Derweil hatte die EDG den Müll der Rechten auf Ostenhellweg und Stefanstraße weggeräumt. Hier lagen noch zahlreiches Propagandamaterial und große Knallkörper. Einige von denen hatten sie zuvor gezündet und gezielt gegen Polizisten und Demonstranten geworfen. In erster Linie Eigenbauten. Einige sichergestellte Knallkörper mussten entschärft werden.“

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/2009/5/3/news-118757693/detail.html

  25. 25 Hempels 04. Mai 2009 um 13:06 Uhr

    „Fünf Polizisten wurden verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro.“

    http://www.youtube.com/watch?v=uQQm7bKJskM

    komischa gangsta-rap… mik

  26. 26 Klar, Mann? 04. Mai 2009 um 13:19 Uhr

    BnR zur „geplanten Randale“ in Dortmund (siehe auch Anmerkung im Bericht oben vom angeblichen KAL-Mann) und über den Aufmarsch in Siegen mit einer Reitz-Aussage, die jeder Spontanität in Dortmund den Garaus macht…

    http://www.bnr.de/content/geplante-randale

  27. 27 Klar, Mann? 04. Mai 2009 um 17:43 Uhr

    In Dortmund rappelt es laut Neonazi-EA im Karton, denn dort schreibt man:

    „Heute Mittag gegen 13.15 Uhr kam es zu einer Hausdurchsuchung bei dem Aktivisten […] (Resistore Vertrieb). Als Grund wurde ein angeblicher Landfriedensbruch am 1. Mai 2009 aufgeführt. Es wurden Computer, Mobiltelefone und andere Speichermedien beschlagnahmt. […]“

  28. 28 Klar, Mann? 04. Mai 2009 um 18:20 Uhr

    ddp zu den politischen Nachwehen bzgl. Dortmund – und der Erkenntnis, dass der Polizei wohl nicht nur im Vorfeld Fehler unterliefen, sondern sie die 280 Neonazis, gegen die sie am Tag selbst mitteilte, zu ermitteln, auf unterdessen „404 Personen“ korrigieren musste…

    http://de.news.yahoo.com/17/20090504/tde-dortmunder-mai-krawalle-mit-nachspie-08c524b.html

  29. 29 Super-Ingo 04. Mai 2009 um 19:14 Uhr

    Wie war das noch vor einem Jahr? Die Autonomen NAtionalisten sind ungefähr 200 Mann stark? Nach dem 1. Mai in Hamburg wurde die Zahl auf 400 korrigiert. Nun, nachdem alleine der Raum um Dortmund ca. 400 Idioten beherbergt, müssen die Zahlen auf 800 bis 1000 korrigiert werden?

  30. 30 Mensch 04. Mai 2009 um 22:19 Uhr

    Der Überfall auf die DGB-Demo in Dortmund ist der Erfolg der Strategie der „aktiven Ignoranz“ gegenüber Nazis – nicht nur durch die Polizei und andere gesellschaftliche Gruppen, sondern auch die Führung des Dortmunder DGB, die bei dere Nazidemo im letzten Jahr in Dortmund dazu aufrief, sich den Nazis nicht in den Weg zu stellen.

    In Stolberg praktizierten die Veranstalter des Maifestes (SPD, IG Metall und IGBCE) am 1. Mai 2009 gegenüber den Nazistörern ebenfalls „aktive Ignoranz“ – und merkten gar nicht, dass die die Störungen der Nazis auch schon ein Überfall auf ihre Veranstaltung waren.

    Es wird Zeit den Dornröschenschlaf zu beenden.

  31. 31 Klar, Mann? 06. Mai 2009 um 8:50 Uhr

    Aus Sicht der KAL:

    „[…] Einige Aktivisten besuchten in Stolberg das demokratisch-extremistische Spektakel […]. Ein Groβteil regionaler Aktivisten fuhr parallel nach Dortmund. […]“

  32. 32 Klar, Mann? 06. Mai 2009 um 21:21 Uhr

    Lokalpresse-Nachklapp zu Dortmund [ auch @ Karl Ashnikow ;) ]:

    Bezirksvertreter an Nazi-Randale beteiligt

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/2009/5/6/news-119071746/detail.html

  33. 33 Mensch 07. Mai 2009 um 0:54 Uhr

    Ich weiss gar nicht, was hier alle haben. NPD und KAL haben am 1. Mai in Stolberg nur „kritisch teilgenommen“ am Familienfest von SPD/IGM/IGBCE. Hätten sie diese Veranstaltung „grob gestört“, wären sie ja mit Sicherheit von den Veranstaltern ausgeschlossen worden – kann also nicht sein. Und was anderes als „kritische Teilnahme“ will die Antifa ja bei der Kundgebung von Pro Köln am 09. Mai in Köln ja auch nicht, oder?

    Da die Polizei in Köln aber die Antifa schlimmerer Dinge verdächtigt (Rassistenkongress verhinden u.ä.), wurde die Kundgebung des „Bündnisses gegen Pro Köln“ schon mal vorsorglich verboten (http://ksta.de).

  34. 34 Klar, Mann? 07. Mai 2009 um 21:12 Uhr
  35. 35 Klar, Mann? 15. Mai 2009 um 11:00 Uhr
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