Stolberg. Das „Stolberger Bündnis gegen Radikalismus – Für Demokratie und Toleranz“ hat ein „Schwarzbuch“ als .PDF-Datei [1] publiziert mit dem Titel „Menschen in Stolberg – verschleppt, zur Zwangsarbeit gezwungen, ermordet“. Die Datei listet auf über 200 Seiten Angaben zu Juden und zumeist osteuropäischen bzw. russischen Zwangsarbeitern, die in Stolberg in der Zeit des Nationalsozialismus zu Tode kamen. Eines der Opfer war demnach Isaak Meyer: Er musste für die Firma Kali-Chemie Zwangsarbeit leisten und war im Judenlager Rhenaniastraße untergebracht. Im großen Lager schlief er zusammen mit einer großen Zahl jüdischer Männer aus der näheren Umgebung Stolbergs auf Pritschen, etagenweise übereinander und in 5 bis 6 Bettgestellen nebeneinander. Er musste bei kärglichster Verpflegung 12 Stunden täglich härteste Arbeit leisten, mit bloßen Händen Chemikalien verladen oder in der Salzsäureproduktion arbeiten. Er wurde zusammen mit seinen Leidensgenossen nach Auflösung des Lagers im Juni 1942 nach Osten abtransportiert. Todesort: Theresienstadt. Grabstelle: keine… [© Klarmann]
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