Köln. In Köln haben mehrere tausend Menschen – verschiedene Medien beziffern die Zahl auf 4.000 – weitgehend friedlich gegen einen Aufmarsch der rechtsradikalen Gruppierungen „Pro Köln“ und „Pro NRW“ protestiert. Das Rechten-Treffen mit zwischen 150 („Kölner Stadtanzeiger“), 200 („Indymedia“-Ticker) und 300 (Agenturmeldungen) Teilnehmern richtete sich gegen die angebliche Islamisierung Europas, es waren auch rechtsradikale und fremdenfeindliche Politiker aus anderen Staaten Europas angereist.
„Pro NRW“ hat in einer ersten Stellungnahme verbreitet, rund 1.000 Menschen hätten an der Kundgebung teilgenommen, die Onlineausgabe der rechtsnationalen Zeitung „Junge Freiheit“ nannte zuerst die Zahl von 500 „Pro“-Teilnehmern. Unter den „Pro“-Demonstranten waren nach ersten Recherchen auch Neonazis. Laut Live-Ticker des linken Mediennetzwerkes „Indymedia“ – die Autoren hören offenbar den Polizeifunk ab – nahmen an der Kundgebung von „Pro NRW“ auch rund 30 Personen teil, die aus dem Raum Aachen gemeinsam mit einem Zug angereist waren. Laut Polizei kam es bis nachmittags zu einigen Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und Polizisten.
Die Polizei hielt rund 5.600 Beamte bereit, um Ausschreitungen zu verhindern. [© Klarmann]
SpOn dazu:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623847,00.html
Ca. 100 Antirassisten schafften es auf den Barmer Platz und protestierten dort lautstark. Sie wurden schließlich von der Polizei abgedrängt, konnten aber abgetrennt durch die Polizei auf dem Barmer Platz bleiben und weiter protestieren.
Als der Vertreter von Vlaams Belang anfing zu reden, protestierte eine Antirassistin direkt vor der Bühne mit einem Anti-Pro-NRW-T-Shirt und einer Antifa-Fahne gegen die rassistische Propaganda. Sie wurde schliesslich von den pro-NRW-Ordern und der Polizei abgedrängt und zu der lautstark an der anderen Seite der Polizeikette gegen ProNRW protestierenenden Gruppe geschickt.
Eine anständige Bürgerwehr, ähem, -bewegung:
Mehr Videos auf EXPRESS-TV
trotz der offensichtlichen ablehnung ihnen gegenüber mir, muss dies einfach sein:
http://www.klarmann-schmecktgut.de/
lass sie sich dies doch mal auf der zunge zergehen
viele grüße alter haudegen
hätte hempels dies passend gepostet, wäre es heute morgen schon online gewesen – ansonsten: haben ich und mein bauch schon vor ewigkeiten die namensvettere firma entdeckt… mik
abneigung meinte ich hier natürlich, und das „lass“ müsste auch noch angepasst werden
Wieviele Neonazis spielten bei der Kundgebung eigentlich mit?
Stimmt es, das Rouhs ein junges Mädchen schlug und Anzeige erstattet wurde?
Wie „Pro NRW“ scheiterte – WDR-Protokoll/Fotostrecke:
http://www.wdr.de/themen/politik/nrw04/pro_koeln/090509_reportage.jhtml?rubrikenstyle=politik
Noch zwei Videos vom Boulevard:
Mehr Videos auf EXPRESS-TV
Mehr Videos auf EXPRESS-TV
Und noch welche von KStA-TV (wo mit Werbung vorab):
Hallo Klärchen,
hier ne kleine Korrektur um das Geschehen in Kölle mal klarmannzustellen. Lassen wir, und ich hoffe du hast nix dagegen, die Förmlichkeiten mal weg. Hab schon viel von dir gelesen, komme aber nun dazu mal einen Kommentar los zu werden. War da und hab auch Steuergelder verdient. Die Polizei hatte keine Probleme mit einigen Bürgern, die nur ihren Unmut über bauliche Veränderungen in Köln kundtun wollten. Vielmehr waren einige Störer damit beschäftigt, ihre quitschbunte Karte gegen die Exekutive zu strecken. Das wurde selbstverständlich mit den von den Bunten erwartete „Haumichjetzt“ Aktion quitiert.
Hätte ein bischen mehr Profesionalität in deiner Berichterstattung erwartet: Sachlich bleiben!
Bin triefnass und geh jetzt duschen.
im ersten video ist ein ordner zu sehen, graue jacke, brille, ordner binde, der hat auch schon auf der vorabenddemo bilder gemacht. zwischen christoph str. und friesenplatz. nur mal so als info
Weitere Medien zum „Anti Islam Kongreß“
http://www.n-tv.de/1151526.html
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,7586538,00.html
http://oe1.orf.at/inforadio/105839.html?filter=4
http://www.solinger-tageblatt.de/tv/?id=471
Polizeibericht Köln
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12415/1402047/polizei_koeln
SO morgen nochmal den Spacken in BM zeigen das Contra Köln/NRW gar nicht geht.
Übrigens war es mit ein wenig Taktik (mal ein paar „Anhängern“ anschließen die noch ein gutes Wort einlegen)ein leichtes jederzeit zur Kundgebung zu gelangen und hoffnungslos überforderten und minderbemittelten Ordnern gegenüber zu stehen.Um ein wenig Unsinn zu machen und Provokation hats dann immer noch gereicht. So hat Protest auch mal Spaß gemacht
Leider haben nur wenige den „Plan“ verfolgt sofort auf den Barmer Platz zu gelangen und dort sich bemerkbar zu machen.
Als der Demozug des DGB vor dem Deutzer Bahnhof ankam hat die Polizei relativ schnell und souverän alle Straßen zum Barmer Platz abgesperrt und es war kein durchkommen mehr möglich. Kurze Zeit waren auch 2 Wasserwerfer vorgefahren, die aber auch nach 15 Minuten wieder zurückfuhren.
Im ganzen fand ich die Kundgebung somit etwas nutzlos, da man nicht wirklich was erreichen konnte.
Zitat aus dem Kölner Stadtanzeiger (http://ksta.de)
„12.40 Uhr: Die von Pro Köln engagierten Ordner am Barmer Platz sind jung und scheinen durchweg überfordert mit der Situation. Sogar ein Fotograf wurde von ihnen angegriffen.
Manche Pro Köln-Demonstranten machen aus ihrer neonazistischen Gesinnung keinen Hehl:
So ist auf einem T-Shirt als Aufschrift zu lesen:
„Eure Galgen werden schon gezimmert.“
Überschrift: Deutsch – Stolz – Treue.
Als der Träger fotografiert wird, fordert ihn einer der Ordner auf, eine Jacke überzuziehen.“
Das sind keine „Rechtspopulisten“, das sind Nazis!
Warum sind „Pro Köln“/“Pro NRW“ […] und nicht nur „Rechtspopulisten“?
Ein Teil der mögliche Antworten sind hier zu finden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beisicht
http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Rouhs
Zu den Zahlen:
Die Differenz zwischen Indymedia (200) und Agenturmeldungen (300) lässt sich, für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben weil es bisher nicht grade deutlich wurde, so erklären, dass es einige Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten auf die ProKöln Kundgebung geschafft hatten (ca. 100 an der Zahl).
Übrigens war es ziemlich deutlich zu ersehen, dass die Polizei nicht gegen Leute hatte „die nur ihren Unmut über bauliche Veränderungen in Köln kundtun wollten“ … Selbst die Freunde in Grün scheinen Verfassungsschutzberichte etc. grundsätzlich nicht zu lesen oder sie sind einfach mit einer gottgegebenen Ignoranz gesegnet, wie uns ein künstlich gut gelaunter Polizist verriet, dem nach einigen Kommentaren doch schneller das Lachen verging, als ihm lieb war.
Heute gab es noch eine ProNRW-Kundgebung in Bergheim, wieder ein phänomenaler „Erfolg“ mit „vielen“ Kungebungsteilnehmern und einem „hohen“ Nivau der Redebeiträge:
http://de.indymedia.org/2009/05/250090.shtml
oh, hatte ich auch wegen notorischem ausschlafenwollen verpasst… mik
@ Mensch ;
Wenn Pro Köln so „patriotisch“ wäre, hieße das Motto;
Ausländische Rechtsextremisten sollen in ihren eigenen Ländern die Schnauze aufreissen!
Sind italienische Extremisten keine Ausländer in der Denkweise von „Patrioten“?
Schon eine seltsame Konstelation zwischen Rechtspopulisten und ausländischen Nazigruppen….
Frei nach dem Motto von Fidel Castro; Alle Politiker sind Schauspieler!
taz-Reportage dazu:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/souveraen-gegen-rechts/
@kinkerlitz:
„War da und hab auch Steuergelder verdient. Die Polizei hatte keine Probleme mit einigen Bürgern, die nur ihren Unmut über bauliche Veränderungen in Köln kundtun wollten. Vielmehr waren einige Störer damit beschäftigt, ihre quitschbunte Karte gegen die Exekutive zu strecken.“
Waren Sie nun einfach nur dort und glauben demnach ebenso Steuergelder verdient zu haben oder waren Sie beruflich im (durch Steuergelder finanzierten) Einsatz für den Schutz der Veranstaltung zuständig?
Sollte letzeres zutreffen würde ich es äußerst begrüßen wenn in Ihrem Berufsfeld Schulungen zu den einsatzrelevanten Gruppierungen (wie in diesem Falle „Pro Köln“) auch ideologiebezogen regelmäßiger abgehalten würden. Ich denke von ausgebildeten „Staatsmachtausübern“ sollte man wohl erwarten dürfen, dass diese sich im Klaren über die Umstände ihres Einsatzes sind. Die sogenannte „Bürgerbewegung“ hat sicherlich nicht primär und ausschließlich gegen (wie Sie es hier so unschön verfälscht darstellen) bauliche Veränderungen protestiert, sondern einen leicht durchschaubaren Versuch unternommen, allgemeine Hetze zu betreiben. Wieso wird ihre Berufsgruppe nicht zu solch einfachen Durchschauungskompetenzen hin geschult?
Sollte ich den Beitrag falsch verstanden und damit Ihr Vorortsein fehlinterpretiert haben, nehme ich alles zurück. Dann wären Sie „nur“ ein unreflektierter Bürger von vielen, der mich niemals zum Verfassen eines Kommentars verleitet hätte.
ich glaube, ihre vermutung in richtung polizei und hundertschaft gönnte schön stümmen… mik
KStA-Abschlussreport:
http://www.ksta.de/html/artikel/1241185290243.shtml
Noch ganz viele Bilder zum „Anti-Islamisierungs-Kongress“ und zu den Protesten dagegen:
http://www.flickr.com/photos/kietzmann/sets/72157617951302722/
Fotostrecke der Arbeiterfotografie:
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2009/index-2009-05-09-koeln-pro-koeln.html
BnR ausführlich dazu:
http://www.bnr.de/content/viel-heisse-luft
„Pro NRW“ hat unterdessen auf ihrer Homepage Fotos publiziert, die a.) beweisen sollen, dass man mehr als 250 Personen gewesen sei (was diese Bilder nicht beweisen, zieht man erkennbare Journalisten und Gegner sowie Polizeiketten ab), und b.) behauptet man, dass ein Neonazi mit dem T-Shirt der bekannten Rechtsrockband „Deutsch Stolz Treu“ ein eingeschleuster Störer der Gegenseite gewesen sei, um „Pro NRW“ zu verunglimpfen.
Zweite Schattenseite bei den Beweisfotos: sie belegen zwar nicht die höhere Teilnehmerzahl, jedoch das besagter Neonazi am Ende der Kundgebung beim Absingen der Nationalhymne immer noch in der ersten Reihe steht – einen Störer hätte „Pro NRW“ doch wohl ausgeschlossen. Viel schlimmer noch und damit dritte Schattenseite:
Auf einem der „Pro-NRW“-Beweisfotos ist ein junger Neonazi zu erkennen, der im T-Shirt des Nazimarke „coNSDAPle“ erschienen war und ebenso die Nationalhyme mitsingt…
Da „Pro-NRW“ sich also so schön selbst entlarvt:
Link zum Beitrag und der Fotoserie:
http://www.pro-koeln-online.de/artikel09/110509_presse.htm
Beweisfoto „coNSDAPle“ (Glatzkopf im schwarzen T-Shirt, links unten im Bild hinter dem Mädchen mit dem runden Anti-Moscheeschild)
http://www.pro-koeln-online.de/kongress09/w6.jpg
Mik
So so der Mensch mit dem Galgen-Ausspruch war also nur ein Provokateur der Gegenseite. Soweit mir bekannt wollten die Ordner nur, dass er eine Jacke überzieht. Rausgeschmissen wurde er nicht. Sonst hätte mensch ihn ja auch zum Schluss nicht mehr gesehen, als die Nationalhymne gesungen wurde,
Menschen mit Anti-Pro-NRW-T-Shirt und Antifa-Fahne wurde hingegen von den Ordnern aufgefordert, die ProNRW-KUndgebung zu verlassen.