Rechts: Auch Hitler trug mal Schlips und Anzug…

Der Screenshot zeigt eine Seite des Wahlkampf-Blogs des Pulheimer Neonazis Axel Reitz, der für die NPD bei den Kommunalwahlen 2009 als Kandidat für das Amt des Landrates antritt. Zu Hintergründen siehe die längere Analyse dazu: DER HERRGOTT SANDTE DER NPD IM RHEIN-ERFT-KREIS EINEN NATIONALSOZIALISTEN


10 Antworten auf “Rechts: Auch Hitler trug mal Schlips und Anzug…”


  1. 1 Axel W. Reitz 12. Mai 2009 um 23:27 Uhr

    …und nicht zu vergessen auch Hosen. Wohlunterrichteten Kreisen zufolge sogar Socken, Schuhe und ab an mal eine Mütze.

    Potztausend!

    - Axel Reitz -

  2. 2 Paul Breuer 12. Mai 2009 um 23:52 Uhr

    Auch andere Personen der Zeitgeschichte trugen Schlips und Kragen!

    Wieso als Aufmacher nicht noch allgemeiner:

    Auch Hitler atmete!

    werte herren reitz und breuer,

    auch wenn sie den unterschied hinreichend als „nationale sozialisten“ kennen, möchte ich zu ihrer eigentümlichen auffassung von ironie stellung nehmen:

    der unterschied zu herrn hitler ist jener, dass viele andere menschen, die auch atme(te)n, socken und hosen tragen oder trugen, derselbe ansonsten mehr auf braunhemden und uniformfetischismus stand. den anzug, den frack und zylinder, trug hitler seit beginn seiner „politischen laufbahn“ eher ungern und oft nur in jenen fällen, in denen er aus politisch-taktischen beweggründen den biedermann mimen musste.

    hitler verstand sich auch weniger als (einfacher) mensch, politiker oder wohltäter, sondern als „politischer soldat“, kriegs- und feldherr, als gott und „führer“ sowie in konsequenz dessen auch als massenmörder infolge jener ideologie, die man heute auch den „nationalen sozialismus“ nennt.

    für diese ideologie stehen sie doch auch?

    by the way: ich las letztens in einem buch die aussage von einem aussteiger, dass, hätten hitler und ein teil seiner clique die selbst verfassten (und letztlich mssenmörderischen) nürnberger „rassegesetze“ auf sich selbst angewendet, die SA und SS sie ebenso hätte abholen müssen zum haft- und todesantritt in die KZ bzw. am rande einer grube…

    der eine als esoteriker geisteskrank, der andere aus unerwiderter liebe durchgeknallt – der eine versagte als schriftsteller und schuf sich aus konsequenz dazu die welt, wie sie seinem „führer“ gefällt, der andere war dicker als ein windhund und nahm drogen.

    und über allem stand ein gescheiterter postkartenmaler, der seine eigenen minderwertigkeitskomplexe und arier-ferne kleinwüchig- sowie dunkelhaarigkeit dadurch komprimierte, dass er meist uniformen statt anzug trug und am ende 6 mio. juden killen ließ.

    und dank des krieges kamen insgesamt rund 55 mio. menschen in europa zu tode, darunter auch viele deutsche „volksgenossen“.

    meinen sie, dass eine diskussion darüber, ob hitler nun atmete oder socken trug, ihm und ihnen selbst gerecht werden kann?

    oder den opfern?

    mik

  3. 3 Peter 13. Mai 2009 um 9:56 Uhr

    Die echten Nazis und dazi zähle ich nicht die Schlägertrupps und „§130/86″ Kriminelle, tragen Anzug und Krawatte und sind mächtiger als man glaubt. Die Alki-Prügelbrüder wie freie und autonome Nazis, also die Schlägertrupps der Nazis sind nur kleine Lichter und Mitläufer.

  4. 4 Marcel 13. Mai 2009 um 9:57 Uhr

    Ach, Axel Reitz ist also laut eigener Aussage „Journalist“ :D

    formal kann er das sagen, weil der journalist kein eingetragerner beruf ist (anders als der redakteur) und quereinsteigern immer wieder die möglichkeit des broderwerbs erlaubt (siehe meinereiner). andererseits sollte sich journalist eigentlich auf dauer nur nennen, der oder die ausreichend veröffentlichungen (nicht interviews seiner selbst) in als medien geltenden formaten vorweisen kann. auf dauer sollten journalisten auch teile ihres lebensunterhaltes oder denselben in gänze von (ihrer) journalistischen tätigkeit bestreiten (können), d.h. zumindest regelmäßig honorare durch ihre journalistische arbeit erwirtschaften und/oder auftraggeber vorweisen können (in ausnahmefällen zählen dazu auch berater- oder recherchehonorare für kollegen, die nahezu ausschließlich recherchieren und beiträge der berichtenden kollegen mit materialien supporten). reitz sagte einst mal zum WDR, er sei zwar arbeits-, aber nicht beschäftigungslos. ich denke, ähnlich definiert er auch seine berufsangabe. er würde wohl weder in die medien-gruppe von ver.di, noch den DJV, geschweige denn in die künstlersozialkasse aufgenommen werden – und letztgenannte definiert den journalismus sogar so weit, dass grabredner (auf honorarbasis!) als solche gelten und in die KSK aufgenommen werden im weiten rund der journalisten… mik

  5. 5 Marcel 13. Mai 2009 um 11:41 Uhr

    Dass „Journalist“ keine geschützte Berufsbezeichnung ist, weiß ich… Axel Reitz anscheinend auch :)

    „Arbeitssuchend“ kommt auf so einer Seite halt nicht so gut an :)

  6. 6 HansImGlück 13. Mai 2009 um 12:07 Uhr

    Jaja „Nationaler Sozialismus“ anstatt Nationalsozialismus. Kein altbackener Nazi, Herr Reitz? Wie war das noch gleich auf dem Julfest: „Und jetzt ein dreifaches ‚SH‘ für unseren Führer Adolf Hitler“?

    Bla und kotz.

    der vorwurf kann/konnte nicht überprüft werden, da der autor dieser zeilen zwar eine einladung vorliegen hatte, aber nicht gerne gesehen war… mik

  7. 7 HansImGlück 13. Mai 2009 um 12:20 Uhr

    @Peter

    Aber deshalb sind sie nicht minder gefährlich. Sie sind die direkte Bedrohung auf der Straße und somit ebenso „wichtig“ zu belämpfen wie die schlipstrangenden Nazileuchten wie Axel Reitz.

  8. 8 Peter 13. Mai 2009 um 20:18 Uhr

    HansImGlück ;

    Ich drohe Ihnen nicht mit der üblen Nachrede gemäß STGB und nehme ihr Statement als konstruktiven Dialog auf!!
    Eines steht fest; ich bin weder ein Antifant noch ein Fascho-eben ein Mensch, der aus der Vergangenheit gelernt hat. Meine Großmutter klärte mich mit Zeitzeugen darüber auf, wie es Minderheiten im NS System erging.
    Ich verabscheue Straßenkämpfe jeglicher Art.
    Eines jedoch muss klar sein, das rechtsextremistische Umtriebe gesellschaftspolitisch bekämpft werden müssen.

    Evtl. linksextremistische Umtriebe sind in der Minderheit und werden schon verfolgt.

    Ich denke, das hier in Aachen die wenigsten Antifaschisten extremistisch handeln!

  9. 9 T* 14. Mai 2009 um 2:41 Uhr

    Unter den StammschreiberInnen hier sehe ich genau EINEN „Extremisten“.

    Und jetzt *nachdenk*

  10. 10 Klar, Mann? 16. Mai 2009 um 18:36 Uhr

    redok über die Verwendung eines antisemtischen KPD-Plakates via Neuauflage bei Reitz als National(er)Sozialist:

    http://www.redok.de/content/view/1438/36/

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