GegenRechts: Ab Montag ist Eschweiler ein Ort der Vielfalt…

…titelt die Lokalpresse und berichtet [1] darüber, dass Eschweiler am kommenden Montag in Berlin als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet wird, weil man sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt engagiert. Neben Eschweiler dürfen sich in unserer Region am Montag zudem die Städte Aachen und der gesamte Kreis Düren über die Auszeichnung freuen. Überdies wird Pulheim zu einem „Ort der Vielfalt“. Herzogenrath kann sich heute schon so bezeichnen, Stolberg will sich noch bewerben… [© Klarmann]

[1] Direktlink
[2] Aachen wird ein Ort der Vielfalt…


8 Antworten auf “GegenRechts: Ab Montag ist Eschweiler ein Ort der Vielfalt…”


  1. 1 Flo 20. Mai 2009 um 22:58 Uhr

    Super, dann besteht in Kürze also die gesamte Region Aachen aus Orten der Vielfalt! Hurra!!!

    Hat man eigentlich irgendwelche triftigen Beweise dafür, dass solche Bezeichnungen etwas gegen Neonazis bewirken? Dürfen sich Angehörige der KAL vielleicht nicht mehr in diesen Orten aufhalten? Dann – aber nur auch nur dann – würde die Vielfaltsbetitelung auch etwas bringen. Ansonsten ist sie nichts anderes als eine reine Schönheitsreparatur des beschädigten Images der Region ohne die wirklichen Ursachen dafür auch nur zu benennen geschweige denn zu beseitigen. Ich sage nur: „Aktive Ignoranz“…

    unsere kleine knickerbocker-antifa ist auch noch da? naja, wer merkels besuch in aachen indirekt mit der „pro-nrw“-gaudi in köln vergleicht, muss sich nicht wundern, wenn niemand mehr mit ihm spielen will. aber vielleicht erklären ihnen ja einige leserinnen und leser, die sich in eschweiler seit jahren gegen neonazis engagieren – von denen kam übrigens auch der anstoß zu den „orten“ –, was für ein dummes ar***loch sie sind… mik

  2. 2 Flo 20. Mai 2009 um 23:24 Uhr

    Vielen Dank für die Beleidigung. Ich hätte Sie eigentlich für ein Stück weit toleranter gehalten, was Meinungen anderer angeht. Mich direkt als „Ar***loch“ zu bezeichnen, nur weil ich scheinbar andere Meinungen habe als Sie, zeugt jedenfalls von einem Niveau, das ich von einem Journalisten mit Ihren Referenzen nicht erwartet hätte. Aber schön, dass Sie an dieser Stelle mal so offen zu mir waren, dann wissen wir wenigstens, was wir in Zukunft von Ihnen zu halten haben.

    im twitter-style: #SELBSTREFLEXION mik

  3. 3 E. Norton 21. Mai 2009 um 1:35 Uhr

    @Klarmann:
    Ich wollte ihnen einfach schon immer mal sagen, dass sie ein richtiger dummer Wi***er sind.
    lg

    ich hoffe, sie fühlen sich ebenso befreit von allem ballast der kleinkariertheit, wie ich, nachdem ich gestern am späten abend diesen zwar höchst primitiven, indes extrem befreienden urschrei aus der höhle des neanderthalers getätigt hatte… mik

  4. 4 Klar, Mann? 21. Mai 2009 um 15:12 Uhr
  5. 5 Flo 21. Mai 2009 um 18:09 Uhr

    Ja, ich kapiere, was Sie meinen. Aber Ihre Meinung teile ich deswegen noch lange nicht.

    Vielleicht haben Sie mich auch einfach falsch verstanden. Solche Aktionen wie die „Orte der Vielfalt“ oder „Resolutionen“ gegen Rechts sind zwar schön und gut – aber doch nur in der Theorie?! Denn was können solche Manifestationen der generellen Abneigung gegen Nazis schon ausrichten? Verhindern sie, dass jährlich zehntausende rechtsradikale Straftaten in Deutschland verübt werden? Ich glaube nicht. Sie sind lediglich ein positives Zeichen für die meist immer noch vorhandene Sensibilität der Zivilgesellschaft in Bezug auf Rechtsradikalismus. Mehr aber auch nicht. Als aktives Instrument im Kampf gegen Neonazis können sie jedenfalls nicht dienen.
    Ebenso das Beispiel der „aktiven Ignoranz“ – schön und gut ist es, den Neonazis die kalte Schulter zu zeigen und einfach „wegzuschauen“, um das allgemeine Desinteresse an deren Ideologie zu demonstrieren. Aber haben wir den gleichen Fehler nicht schon mal gemacht? Gerade Sie, Herr Klarmann, müssten das eigentlich am besten wissen.

    Das ist meine Meinung. Und jetzt können Sie mich beleidigen und beschimpfen, wie Sie wollen. Das tun Sie ja offensichtlich so gerne, um sich vom „Ballast“ zu befreien. Achten Sie nur darauf, diesen Ballast nicht auf andere zu werfen, deren Meinung Sie zur Abwechslung gerade mal nicht sind.

    stimmt, ich könnte wieder lospöbeln. denn sie haben immer noch nichts kapiert: die „aktive ignoranz“ hat erst einmal GAR NICHTS mit den „orten der vielfalt“ zu tun, zumindest – und darum geht es in DIESEM text oben – wenn es um eschweiler geht. gerade in eschweiler arbeitete man seit mitte der 1990er jahre sehr konsequent gegen rouhs damaliges „braunes haus“. nachdem jenes aus dem sinn war, hat man vonseiten der stadt immer weiter mit der BI gegen neonazis kooperiert und sich gegen rechtsextremismus und fremdenhass engagiert. die „orte“ sind für eschweiler also NUR ein weiterer schritt oder ein i-tüpfelchen, um konsequent nach außen darzustellen, was man ist. und nur SIE sind es hier, der permanent eschweiler beleidigt, indem sie das engagement von stadt und BI wiederholt ABWERTEN und auf eine stufe mit der peinlichen „aktive ignoranz“ stellen. und das ist der grund, warum sie ihre schnauze offenbar trotz unwissenheit immer noch zu weit aufreißen und jegliches bürgerliches (misch-)engagement runterbuttern. aber in eschweiler haben sich die leute, die sie nun wiederholt beleidigt haben, schon gegen neonazis engagiert und zum teil erhebliche konsequenzen wie polizeischutz hinnehmen müssen, als ich nicht im entferntesten daran dachte, sie könnten ein ar***loch sein… mik

  6. 6 Flo 21. Mai 2009 um 22:59 Uhr

    Sie haben es immer noch nicht verstanden. Ich gewinne langsam den Eindruck, dass Sie es auch gar nicht verstehen wollen. Deshalb jetzt zum letzten Mal:

    Wo habe ich bitte „permanent“ Eschweiler beleidigt? Meine Kritik richtet sich nicht gegen das Engagement von Stadt und BI Eschweiler – das meiner Meinung nach äußerst sinnvoll und notwendig ist, sondern an das Konzept der „Orte der Vielfalt“ allgemein, welches mir aus im ersten Kommentar dargelegten Gründen eher sinnlos erscheint.

    Dass die Idee der „Aktiven Ignoranz“ nichts mit den „Orten der Vielfalt“ zu tun hat, ist mir durchaus bewusst, Herr Klarmann. Wie Sie es schon richtig erkannt haben, dienen aber beide Konzepte nur der Außendarstellung und sind deshalb meiner Meinung nach eher irrelevant bezüglich der Bekämpfung des Rechtsextremismus.

    Und da Sie es jetzt wahrscheinlich wieder falsch verstanden haben: Ich beleidige hiermit weder Eschweiler noch buttere ich das Engagement der Stadt oder der BI herunter. Es geht mir einzig und allein um die Tatsache, dass solche Bezeichnungen von Städten als „Orte der Vielfalt“ meiner Meinung nach nichts bringen. Vielleicht können Sie mir ja auch das Gegenteil in Form einer anständigen Argumentation beweisen, statt permanent große Töne zu spucken und Meinungsgegner zu beleidigen?

    ehrlich gesagt? ist mir meine zeit langsam zu knapp für und ich glaube auch, alles ist gesagt… mik

  7. 7 Klar, Mann? 25. Mai 2009 um 16:22 Uhr
  8. 8 Klar, Mann? 26. Mai 2009 um 15:38 Uhr
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