GegenRechts/Mitte: Wie man eine Resolution gegen Nazigewalt an einer Eliteuni strengkonservativ zerredet…

Aachen. Wie lange darf es denn dauern, wenn das Studierendenparlament (SP) einer Eliteuniversität über eine rund 600 Zeichen lange – auf Zeitungsseiten wäre der Texthappen rund 20 Zeilen schwer – „Resolution gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ debattiert und abstimmt? Abgesehen von schon im Vorfeld geführten Debatten in Webforen und unter den SP-Mitgliedern dauerte es am Mittwochabend (20.5.) an der RWTH noch einmal rund anderthalb Stunden, bevor eine abgeänderte Resolution mit 31 Ja- gegen 4 Neinstimmen, 2 Enthaltungen und einer Ungültigen angenommen wurde. Die AStA-Vorsitzende Kerstin Arlt blieb der Sitzung fern, wie es später hieß wegen einer Magenverstimmung.

Doch der Reihe nach. Alles begann mit einer Vorlage der Grünen Hochschulgruppe (GHG), die folgende Resolution auf der gestrigen SP-Sitzung verabschieden lassen wollte: „In der Stadt und der Region Aachen häufen sich in den letzten Monaten Aufmärsche, Übergriffe und Gewaltdrohungen rechtsextremer Gruppierungen. Wir, die Aachener Studierendenschaft, erteilen den Nazis eine klare Absage. Wir widersprechen den Visionen einer unsozialen Zukunft und lehnen Hass, Ausbeutung, Verleumdung historischer Tatsachen, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zutiefst ab. Die Aachener Studierendenschaft steht für Freiheit, Toleranz, internationales Miteinander, Solidarität und Demokratie.“

Anlass dafür war u.a. auch das verstärkte Auftreten von Neonazis in der Pontstraße, der multikulturellen „Kneipenmeile“ inmitten des Studierendenviertels in Aachen. Rückendeckung bekamen die Grünen indirekt von der Allgemeine Fachschaftsliste (AlFa), der SPD-nahen JUSO-Hochschulgruppe (JUSO-HSG), den Vertretern der Linke-nahen Linken Liste (LiLi), der Internationalen Liste (IL) und ebenso der FDP-nahen Liberalen Hochschulgruppe (LHG). Nach heftigen Diskussionen ordnete ein Vertreter der LHG denn auch ein, worum es im Kern bei der Debatte und der Resolution gehe:

Mehr als 5.000 Studierende der RWTH seien aus dem Ausland, rund 700 Wissenschaftler bzw. wissenschaftliche Mitarbeiter stammten ebenso aus dem Ausland und ungeachtet dessen dürften weitaus mehr Studierende an der RWTH – unabhängig von ihrer deutschen Staatsbürgerschaft – einen Migrationshintergrund haben. Diese Menschen fühlten sich alle „konkret bedroht“ durch die neue Neonazigewalt, eine Resolution wie jene der GHG sei für diese Menschen von „unmittelbarer Relevanz“ – überdies fühlten sich diese nicht von linksextremer Gewalt bedroht. Das nämlich bis dahin auch schon heftig über linksextreme Gewalt diskutiert wurde, lag an den Vertretern des CDU-nahen Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), aber wohl noch mehr an jenen der teils aus Verbindungsstudenten gebildeten, konservativen Liste STUDIUM.

Letztgenannte Liste stellt mit zehn Sitzen die stärkste Fraktion und bildet mit den 8 Sitzen er LHG und den 7 Sitzen des RCDS die Mehrheit alias den AStA. Schon zu Beginn des Tagesordnungspunktes bezüglich der Resolution hatte Christian Niebuhr vom RCDS angeregt, in der Resolution jegliche Art von Extremismus zu verurteilen – allerdings ebenso aufzunehmen, dass „Linksextremisten“ versuchen würden, aus ihrer Arbeit gegen rechte Aktivitäten „propagandistischen Profit zu schlagen“. Barthel Engendahl (AlFa) fragte daraufhin provokativ, ob die RCDS Gewalttaten und deren Folgen auf eine Stufe mit linker „Propaganda“ stellen wolle? Niebuhr konterte, er wolle weder rechte Gewalt verharmlosen, habe aber „selbst die Formulierung nicht gemacht.“ Das brachte ihm hämisches Gelächter ein – und das Gerücht, er referiere einen Entwurf von STUDIUM und die „Verbinderliste“, der auch die abwesende AStA-Chefin angehört, sei zu feige, diesen selbst einzubringen.

Auch wenn sich recht bald abzeichnete, dass auch die RCDS-Gruppe nach Abänderungen der GHG-Vorlage zustimmen könnte, dauerte die Debatte noch gut eine Stunde an. Christoph Rasim (STUDIUM), laut Homepage seiner Liste Projektleiter des AStA-Finanzreferats und ansonsten Mitglied des Corps Montania, sowie Stephan Jühe, CDU und dennoch STUDIUM, stellten sich dabei als die heftigsten Gegner der Resolution heraus. Versuchte Rasim zuerst noch darauf abzulenken, dass eine solche Resolution in die Kommunalpolitik gehöre und keinen „Hochschulbezug“ habe [a] – was der LHG-Vertreter, siehe oben, später konterte –, lenkte Rasim zudem ab, es gebe keinen konkreten Anlass für eine solche Resolution.

Allerdings, so Rasim, säßen „der Linksextremismus“ in Form der Partei Die Linke, und nicht Rechtsextremisten in Aachen im Stadtrat – also müsse sich die Resolution auch gegen „linke Gewalt“ richten [a]. Ein Mitglied der GHG stellte dies später bei einer ausufernden Debatte darüber, was denn überhaupt die „Region Aachen“ sei richtig, indem er erklärte, immerhin säßen im Stolberger Stadtrat drei Rechtsextremisten, und Stolberg gehöre auch zur Region Aachen. Und letztlich ging es in der ausufernden, extrem kontrovers geführten Diskussion fast nur noch darum, ob – je nach Standpunkt – rechtsextreme Gewalt schlimmer als linksextreme Gewalt oder linksextreme schlimmer als rechtsextreme Gewalt war.

Stephan Jühe erwähnte dabei zudem, dass sich linke Gewalt gegen Rechtsextremisten und Polizisten, aber auch „gegen vermeintliche Rechtsextremisten“ richte. Der Begriff „Solidarität“ in der GHG-Vorlage sei überdies ungenau, es könne vieles hineininterpretiert werden und deswegen sei das „Blödsinn“. Rasim verglich unabhängig von der Gewaltdebatte Aufkleber der Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), verklebt an der RWTH, mit Flyerverteilaktionen der linksextrem-sektiererischen SAV. Zudem fand er, wenn man in der Resolution „nur eins von beiden [Extremismusformen] nenne, wird das andere verharmlost.“

Und Rasim blieb weiter dabei, dass die Resolution keinen Uni-Bezug habe. Das SP würde ja auch nicht, falls Al Kaida einen Autobombenanschlag in Aachen verübe, eine Resolution verabschieden, meinte er gar. Nach reichlich hin und her war es schließlich Maximilian Slawinski von der LHG, der insbesondere dem bekennenden Verbindungsstudenten Rasim vorwarf, sein störerisches Auftreten „nicht mehr“ verstehen zu können. Ein weiterer LHG-Vertreter verwies darauf, dass derlei Auftreten und jede Gegenstimme zu der – zu dem Zeitpunkt schon veränderten Resolution – lediglich Vertreter der NPD erfreuen werde.

Was nicht in diesem Zusammenhang diskutiert wurde, waren eher Randnotizen: offenbar wirkt bei STUDIUM ein Mitglied der Aachener Burschenschaft Alania mit. Auch wenn „Klarmanns Welt“ weit davon entfernt ist, besagten Burschenschafter in Verbindung mir einer bei diesem nicht vorhandenen rechtsextremen Gesinnung zu setzen, gehören die Alanen zum Convent Aachener Burschenschaften (CAB). Diesem gehören ebenso die Aachener Burschenschaft Teutonia und die Brünner Burschenschaft Libertas an. Aus den Reihen der Liberten stammt der heute in Stolberg für die NPD im Stadtrat sitzende „Altbursch“ Oliver Harf. Alle drei Burschenschaften des CAB waren bis Ende der 1990er Jahre auch immer wieder in völkisch-nationalen und rechtsextremen Kreisen aufgefallen, insbesondere auf dem Haus der Libertas Brünn war es wiederholt zu Neonazi-Vorträgen gekommen, etwa bei dem Besuch des notorischen Antisemiten Horst Mahler.

Noch 2005 fanden sich auf der Homepage der Liberten antisemitische Passagen [1]. Auf der RCDS-Liste für die SP-Wahl flog im selben Jahr ein Mitglied der Libertas Brünn auf und wurde ausgeschlossen [2]. Auf dem Haus der Liberten lud erst vor wenigen Tagen der CAB – dem, siehe oben, formal auch die Alanen angehören – zum Vortrag mit dem rechtsextremen Anwalt, ehemaligen „Republikaner“ und heutigen Redner auf Neonazitreffen und -aufmärschen, Björn Clemens aus Düsseldorf [3]. Auch wenn Clemens nicht für rechte Gewalt steht – als Redner dürfte er schon vor einer Reihe von Neonazis gesprochen haben, die ganz konkret wissen, was rechtsextreme Gewaltanwendung bedeutet.

Zwar dürfte die Alania heute von den drei CAB-Burschenschaften die liberalste und auch irgendwie freakigste sein: Geschmäckle hatte es dennoch gestern, dass Rasim weder aktuellen Bezüge, noch Hochschulbezüge in Sachen Rechtsextremismus sehen wollte, obschon ein STUDIUM-Mitstreiter ihm dazu sicher etwas hätte soufflieren können. Dass indes zeitgleich zur Abstimmung im Studierendenwohnheim Turmstraße, wenige Meter neben der SP-Sitzung, zum widerholten Male seit Monaten ein Polizeieinsatz stattfand, weil ein dort lebender Neonazi offenbar politische Gegner attackieren wollte, konnte Rasim indes wirklich nicht ahnen…

Letztlich war es Christine Blesinger von der AlFa, die nach gut anderthalb Stunden Diskussion und besonders Rasims geschmacklosen Autobomben-Vergleich die Reißleine zog und den Antrag zur sofortigen Abstimmung über die leicht veränderte Resolution stellte. Von 38 Stimmberechtigten stimmten 31 der veränderten Resolution zu. Die LHG nannte das Ergebnis wegen der Nein-Stimmen und Enthaltungen „schockierend“, Barthel Engendahl (AlFa) erklärte überdies, es sei „beschämend“, dass die AStA-Vorsitzende nicht an der Sitzung und Abstimmung jenes wichtigen Punktes teilnehme – wie es später hieß, soll eine Magenverstimmung der Grund gewesen sein. Kritik wurde ebenso daran geübt, dass es „peinlich“ sei, wie RCDS und STUDIUM das Thema „zerredet“ hätten, was deren Kompetenz generell in Frage stelle.

Verabschiedet worden war letztlich folgende Fassung (sinngemäß ergänzt): „In der Stadt und der Region Aachen häufen sich in den letzten Monaten Aufmärsche, Übergriffe und Gewaltdrohungen rechtsextremer Gruppierungen. Wir, die Studierendenschaft der RWTH, erteilen den Nazis und jeglichen extremistischen Gruppen und Strömungen eine klare Absage. Wir widersprechen den Visionen einer unsozialen Zukunft und lehnen Hass, Ausbeutung, Leugnung historischer Tatsachen, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zutiefst ab. Die Studierendenschaft der RWTH steht für Freiheit, Toleranz, internationales Miteinander, Solidarität und Demokratie.“ [© Klarmann]

[1] Burschenschaft „Libertas Brünn“ liberalisiert Homepage
[2] Burschenschafter der „Libertas Brünn“ verlässt RCDS; Aufgeflogener christlicher Liberte soll unchristlich rausfliegen
[3] Mögen die Liberten es wieder reichlich mit einem Vortrag von Björn Clemens…?

[a] Rasim hat dieser verkürzten Wiedergabe rund zwei Monate nach Erscheinen des Berichtes widersprochen, siehe seine „Gegendarstellung“ HIER und meine Erwiderung HIER.


49 Antworten auf “GegenRechts/Mitte: Wie man eine Resolution gegen Nazigewalt an einer Eliteuni strengkonservativ zerredet…”


  1. 1 Detlef 21. Mai 2009 um 18:06 Uhr

    Abartig, dass heute selbst Studenten so stockkonservativ und rechtsangehaucht sind, dass sie Linksextremismus in solch einem vernebelten Licht sehen.
    Traurig. Aber dass ist nunmal die Zeit in der wir leben…

  2. 2 Bronsteins Enkel 21. Mai 2009 um 18:36 Uhr

    Traurige Zustände an der „Exzellenz“-Uni!
    Wobei man von der Burschi-Liste STUDIUM nichts anderes erwarten kann.
    Es zeigt sich mal wieder hervorragend, wie STUDIUM argumentiert. Unter dem Deckmantel des „Unpolitischen“ und der Trennung von Hochschulpolitik und Allgemeinpolitik wird rechte Propaganda betrieben.
    Die systematische Leugnung rechter Gewalt und das Fabulieren über „linksextreme Gewalt“ gehört zum üblichen Repartoire rechter und rechtspopulistischer Gruppen.

    Kleine Rüge an den Autor dieses Artikels:
    Warum, trotz aller persönlichen Antipathie die ihm gegönnt sei, kann er es nicht sein lassen, von der „linksextremistisch-sektierischen SAV“ zu schreiben und somit die Ausdrucksweise von politisch rechten und Schnüffelorgangen des bürgelrichen Staates zu übernehmen.
    Und was soll die Etikettierung als „sektierisch“? Wenn die SAV sektierisch wäre, würde sie weder in der LINKEN noch innerhalb von Gewerkschaften arbeiten.

    die SAV ist eine sekte. SAVler sind in der linken und in gewerkschaften aktiv, um diese zu unterwandern oder sich selbst über ämter/mandate, die sie ebd. erringen, zu profilieren. klappt zwar alles nie so richtig, aber macht immer und immer wieder arbeit, siehe derzeitigem zwist in der aachener linken (wobei ich das ja sehr unterhaltsam finde). überdies ist die SAV für mich linksextremistisch – wobei es auch leute gibt, die meinen, SAVler seien a.) wahnsinnig wie viele sektierer und nutzten b.) nur den linksextremismus, um c.) anderen leuten das leben schwer zu machen… mik

  3. 3 Klar, Mann? 21. Mai 2009 um 19:36 Uhr

    Aufgrund von Hinweisen wurden die Passagen zu dem Fernbleiben der AStA-Vorsitzenden konkretisiert und entschärft. Es hieß, sie habe nach einem zehnstündigen Arbeitstag über eine Magenverstimmung geklagt.

    Konkretisiert wurden ebenso Angaben zu dem Ämtern von Chr. Rasim, die evtl. nicht übereinstimm(t)en mit jenen, die er derzeit konkret bekleiden soll, die jedoch der STUDIUM-Homepage entnommen oder falsch von mir wiedergegeben wurden.

  4. 4 Klaus Störtebecker 21. Mai 2009 um 22:43 Uhr

    @mik
    „die SAV ist eine sekte“
    Meiner Erfahrung nachbesonders die Aachener Sektion.
    Das liegt aber an der anarchistisch und K-Gruppen( und nein das schliesst sich nicht aus) geprägten Vergangenheit des Leithammels.
    Ansonsten traurig was da von der Uni kommt. Aber die Mehrheit der Studis fühlt sich ja wohl damit.

  5. 5 Peter 21. Mai 2009 um 23:22 Uhr

    Die Uni Aachen nebst studentischer Vetretungen, bis auf die Fachschaft Philosophie, scheint auch Probleme mit der eigenen Geschichtsverarbeitung zu haben…

  6. 6 EinAachenerStudent 21. Mai 2009 um 23:35 Uhr

    @Störtebecker und überhaupt alle hier:
    DAS die Aachener Studis sich damit wohl fühlen, ist ja wohl wirklich mal die Höhe oder zumindest die falsche Formulierung!
    1. Die Wahlbeteiligung ist, wie überall, erschreckend niedrig. Logische und einfache Schlussfolgerung: Die Aachener Studenten sind unpolitisch wie unsere Generation überhaupt!
    2. Auch das ist nicht richtig! Die meisten, nein quasi 99% der Studenten wissen nichts von dem leidigen Affentheater da im SP. Respekt an Studenten, die sich für andere Studenten engagieren, aber das SP finde ich manchmal wirklich abschreckend, und das meine ich im Allgemeinen. Ich saß selber mal drin, deswegen wissen meine Freunde von dem Zirkus da. Ich weiß nicht, ob es gut wäre, wenn mehr davon wüssten. 1 1/2 Stunden über diese Resolution zu diskutieren ist wirklich bezeichnend. Da wollen sich auf beiden Seiten Leute profilieren. Ich finde den Fall glasklar: Extremismus ist in keiner Form gut und wir gehen entschieden dagegen vor. Ende. Und damit da keiner falscher Eindruck entsteht. GENAU SO sehen das die meisten Studenten. Sie sind aufgeklärt, nicht immer so gut informiert politisch aber vor allem aufgeschlossen! Das habe ich gerade in Diskussionen zu bevorstehenden Wahlen gemerkt. Viele können sich nicht direkt links oder rechts zuordnen, sondern finden Ideen von beiden Seiten gut, je nach Problem. Wäre schön, wenn man diesen veralteten rechts-links-Quatsch mal liegen lassen könnten und zu einer Gesellschaft, die offen für Ideen von allen Seiten ist, wenn sie allen Bürgern hilft.
    Dieser düstere Ton um unsere Uni stört mich gewaltig. Wir sind in den meisten Bereichen nicht exzellent und an einigen Stellen brennt es gewaltig. Aber hier arbeiten und studieren zum größten Teil intelligente und tolerante Menschen. Ich bin schon viel zu allgemein geworden und eigentlich noch nicht am Ende, aber als Denkanstoß sollte das reichen!!Gute Nacht!

  7. 7 NPD KV UNNA / HAMM 22. Mai 2009 um 9:48 Uhr

    Schrecklich, wie kann man linksextreme Gewalt nur mit rechtsextremer Gewalt auf eine Stufe stellen?
    Linksextremisten sind per se Humanisten, die eine bessere Zukunft für alle Unterdrückten mit Brandstiftungen, Prügeleien, ( z.B. hunderte verletzter Polizsten am 1.Mai in Berlin ), Diffamierungen und Entglasungen ( demolieren von Autos Unbeteiligter ) anstreben, während Rechtsextreme Gewalt einfach „fies“ ist.
    Gut, dass wir Herrn Klarmann haben, der solche Themen eingehend dokumentiert.

    aha, die npd-unna und ihr mastermind können auch ironie – wenn sie denn nicht gerade mit verurteilten holocaust-leugner(innen)n und rassisten-ehefrauen auftreten? solche verbalradikalität fällt dann wohl „nur“ unter fies, denn was sind schon 6 mio. vergaste menschen gegen die paar verletzten „bullen“… mik ps. bevor sie es nicht verstehen: is‘ sarkasmus, geine örinö…

  8. 8 Peter 22. Mai 2009 um 9:59 Uhr

    @ EinAachenerStudent;
    Schauen Sie sich doch mal die Verarbeitung der Geschichte ds NS Regimes an der Uni Aachen an!
    Selbst ein Funktionär der HDJ bleb ohne Kritik und öffentliche Debatte!

    belege? handfeste, nix kinderk***e! mik

  9. 9 Hempels 22. Mai 2009 um 11:23 Uhr

    Ok, die Aachener Studierendenschaft erteilt uns eine symbolische Absage.
    Zur Kenntnis genommen.
    Ich werde mich jetzt verkriechen und meine Zukunftspläne an der Uni über Bord werfen^^
    Ich möchte auch noch mal anmerken, daß keiner von uns etwas gegen Ausländer an der Uni hat.
    Die Parole „Ausländer nehmen uns die Studienplätze weg“ habe ich jedenfalls noch nie gehört…#
    Es ist ja schon schwer genug, einen solchen zu kriegen und zu halten, vielleicht sollte sich die Studierendenschaft mal damit auseinandersetzen.

    ach, hempels, alte blitzgescheite ironiegranate. als ich mir angesehen habe, mit wem sie da kürzlich durch randerath und stolberg polterten, dann denke ich, so können wir ganz entspannt bleiben: so lange noch juden und migranten von demokratie wegen an unseren unis sind (und nicht von einer NSDAP-nachwuchsrotze weggemobbt oder gekillt werden), wird der großteil des pöbels auch keinerlei aussicht auf einen studienplatz haben (wollen) – selbst wenn ein ariernachweis nötig wäre, hätte das gros geine chanse! wobei sicherlich einige regeln die ausnahme bestätigen könnten… mik

  10. 10 martin von der gleichen Ip wie Klau S 22. Mai 2009 um 11:33 Uhr

    @einaachnerstudent

    unpolitisch gibt es nicht. aus meiner eigenen zeit als ref. für politische bildung im AStA einer der aachner hochschulen, darf ich dir folgendes sagen. ein großteil der leute lässt jede art von kompetenz vermissen, die ich von einem bürger dieses staates erwarten kann. das fängt an bei den wahlen zur vs. geht weiter über die nichtkenntnis der akademischen selbstverwaltung und endet in ahnungslosigkeit über das parteiensystem dieses staates.
    das unpolitisch sein und das sollen mal andere für uns lösen, hat schon mal zu einem schönen braunen intermezzo geführt.
    die nazis hatten ja dann auch je nach anliegen, diverse schöne lösungen. 99% unserer mitstudierenden sind mehr damit beschäftigt, sich die wänste vollzuhauen und kohle zu verprassen. sie leben im tal der ahnungslosen.
    wenn du also wirklich im SP warst, solltest du deiner pflicht als mdsp nachkommen und die wirklichen tatsachen transportieren. nicht nur lustige allgemeinplätze ala affentheater. das zeigt einfach nur, das du nichts verstanden hast. das sp der rwth ist ein politisches listenstupa. streiten gehört dazu und ist demokratische pflicht.
    naürlich müssen es mehr wissen, was in ihrem höchsten beschlussfassenden, verfassten gremium vorgeht. schliesslich geschieht dort die willensbildung der studierendenschaft.

    ich sehe nirgends, wo die aachner hochschulen gegen rechtsextremismus vorgehen. der schwerte/schneider skandal vor ein paar jahren (schon ein paar mehr) wirft ein WIRKILCH bezeichnendes bild auf die hs.

    wir brauchen keine gesellschaft mit rechten ideen. rechte ideen laufen zwangsläufig auf elitedenken, abqualifizierung, unterdrückung und chauvinismus hinaus.
    das thema dieser stupa sitzung war eine resu gegen rechts. warum auch du wieder auf rechts/ links blabla kommst bleibt für unklar.

    @peter

    das ist ziemlich quarck mein bester.
    eine fachschaft I hat da auch sehr viel getan.

  11. 11 Klaus Störtebecker 22. Mai 2009 um 11:39 Uhr

    Welche rechten Ideen ( je nach Problem) findest Du denn gut?
    Mal wieder ein bisschen mehr für’s Millitär ausgeben?
    Nochmal die Öfen an?
    “ Rechts-Links alles eine Sosse“ ist die grosse Verharmlosung von
    a) überzeugten Antidemokraten
    b) von Trittbrettfahren, die jetzt schmarotzen was mit Blut in der Geschichte bezahlt wurde.

  12. 12 EinAndererAachenerStudent 22. Mai 2009 um 12:57 Uhr

    Anmerkungen zum Text:

    Die LiLi ist keine der LINKEN nahestehenden Gruppe.
    Es gab mal eine LINKE-HSG, diese hat sich aber vor Jahren aufgelöst.
    Die LiLi selbst sieht sich in kritischer Distanz zur Linkspartei und sieht sich als HSG in keinerlei parteilicher Nähe.

    Um eine ältere Selbstdarstellung der LiLi zu zitieren:
    „Den Begriff “links” leiten wir aus den Idealen eines selbstbewußten, solidarischen Zusammenlebens aller Menschen ab.
    Damit grenzen wir uns von rechten Vorstellungen ab, die wir in
    nationalen, ausgrenzenden, rassistischen, konkurrenzfördernden
    und ausbeuterischen Machtansprüchen sehen.“

    @EinAachenerStudent

    „DAS die Aachener Studis sich damit wohl fühlen, ist ja wohl wirklich mal die Höhe oder zumindest die falsche Formulierung!
    1. Die Wahlbeteiligung ist, wie überall, erschreckend niedrig. Logische und einfache Schlussfolgerung: Die Aachener Studenten sind unpolitisch wie unsere Generation überhaupt!“

    Ich weiß nicht was schlimmer ist, sich nicht dafür zu interessieren und sich als unpolitisch zu bezeichnen, das somit zu dulden, ODER sich dabei wohlzufühlen.
    Die Aussage, dass jemand unpolitisch ist, ist ÜBERAUS politisch.

    „Auch das ist nicht richtig! Die meisten, nein quasi 99% der Studenten wissen nichts von dem leidigen Affentheater da im SP.“

    Der Intransparenz stimme ich zu und bin auch kein Freund dieser. Wobei es auch nichts etwas ändern würde, am dem Selbstverständnis der Studenten als „unpolitisch“ und uninteressiert.

    „Wäre schön, wenn man diesen veralteten rechts-links-Quatsch mal liegen lassen könnten und zu einer Gesellschaft, die offen für Ideen von allen Seiten ist, wenn sie allen Bürgern hilft.“

    Rechts-Links Quatsch?
    Die Aussage verwischt komplett die Unterschiede der auseinandergehenden Positionen und reiht dich ein in die unpolitische Gemeinde, die du genannt hast.
    Und hauptsache es hilft allen Bürgern?
    Eine falsche Offenheit, die Ideentechnisch aber einen Ausschluss mitdenkt, halte ich nicht für unterstüzenswert, zumal es zu einer Exklusion von Migranten und Nicht-Staatsbürgern kommt, so ihre Aussage, da nur Bezug auf die Bürger genommen wird , und entzieht vor einer Verantwortung gegenüber der gesamten Menschheit.

    Das soll aber keine Absage an eine offene und solidarischen Gesellschaft sein.

  13. 13 Aachener 22. Mai 2009 um 13:09 Uhr

    Harro Mies, „Corps Saxo Montania“, – lange Zeit Korporationsfunktionär, inzwischen „Alter Herr“, wird gelegentlich mit der Äußerung zitiert, Korporierte seien im Dritten Reich verfolgt worden wie Sozialdemokraten und Kommunisten und jeder könne sich ja denken, was das geheißen habe. Im persönlichen Gespräch wurde von Mitgliedern des o.a. Corps natürlich zugegeben, daß diese Äußerung reine Propaganda und frei von jedem Wahrheitsgehalt war.

  14. 14 Hempels 22. Mai 2009 um 14:16 Uhr

    Um es etwas genauer zu definieren:
    Ich meinte, es ist so schon schwer genug, einen Studienplatz zu bekommen/halten, Studenten aus dem Ausland haben es noch schwerer.
    Somit gibt es da auch keinen Neid auf diese Leute.

    sie sind einer der wenigen nönazis, dem ich das dann doch noch glaube – vielleicht auch nur wegen ihres musikgeschmackes… mik

  15. 15 Ingo 22. Mai 2009 um 15:14 Uhr

    „Ich meinte, es ist so schon schwer genug, einen Studienplatz zu bekommen/halten, Studenten aus dem Ausland haben es noch schwerer.“

    Naja, kommt immer darauf und vor allem auf den Intellekt drauf an.

    Da Letzteres bei Nönazis traditionell sehr dünn gesät ist, dürfte ein Studienplatz, sofern denn überhaupt die allgemeine Hochschulreife errungen wurde, wirklich in nicht erreichbaren Sphären schweben.

    Es ist ja kein Zufall, dass sich Nönazis eher selten in die Uni verirren denn wer diesen Intellekt besitzt, erkennt innerhalb von einer Nanosekunde, wie Schwachsinnig doch die rechtsextreme Ideologie ist.

  16. 16 Peter 22. Mai 2009 um 18:25 Uhr

    @Mik;
    Es gibt bisher an der Uni Aachen kein Projekt, was die NS Vergangenheit aufarbeitet!
    Ein Rektor namens Schwerte entpuppte sich als Nazi, dies wäre schon ein Anlaß gewesen, die Vergangenheit richtig öffentlich zu aufzuarbeiten.
    Der Germanist Schwerte, von 1970 bis 1973 Rektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, hatte im April 1995 zugegeben, daß sein richtiger Name Hans Ernst Schneider sei und daß er während des Nazi-Regimes als Hauptsturmführer in der SS-Organisation „Ahnenerbe“ tätig gewesen sei. Drei Mitglieder der Erlanger Philosophischen Fakultäten hatten daraufhin verlangt, die Verleihung des Doktortitels an Hans Schwerte zu widerrufen oder für ungültig zu erklären. In mehreren Sitzungen befaßte sich der Promotionsausschuß mit diesen Forderungen, hörte Gegner und Befürworter einer Entziehung des Doktorgrades, bezog auch die Meinungen studentischer Vertreter in seine Beratungen ein und griff auf eine juristische Stellungnahme der Universitätsverwaltung zurück.

    In der Würdigung aller dabei vorgebrachten Argumente und aller bekannten Tatsachen stellten die Ausschußmitglieder fest, daß das Verhalten von Schwerte/ Schneider bis zur Promotion ebensowenig wie sein Verhalten ab 1948 eine Aberkennung des Doktortitels rechtfertigt. Ausschlaggebend war dabei, daß keine strafrechtliche Verurteilung erfolgt ist. Zwar bejahte der Promotionsausschuß das Vorliegen eines Täuschungsdeliktes, stufte aber die Täuschung über Namen und Lebenslauf als nachgeordnet ein – anders als eine Täuschung über Prüfungsleistungen, die auch nach fast fünfzig Jahren ein ausreichender Grund für eine Entziehung des Doktorgrades gewesen wäre.

    Desweiteren studieren und arbeiten an der Uni ohne entsprechenden Protest der Lehrstühle sowie der Studentenschaft Rechtsextremisten, die zum Beispiel der KAL angehören.

    Aus den Fehlern des NS Regimes sollte die RWTH lernen und dem Rechtsextremismus keine Türen mehr öffnen.
    Ein Projekt “RWTH“ gegen Rechtsextremismus“ ist daher hinsichtlich der öffentlichen Aufklärung mehr als überfällig.

  17. 17 Peter 22. Mai 2009 um 18:27 Uhr

    Im übrigen frage ich mich, was SS Schergen an einer Uni zu suchen haben!

  18. 18 Peter 22. Mai 2009 um 18:39 Uhr

    @MIK;
    Ein federführender Rechtsextremist der HDJ, konnte unbeschadet an der UNI seinem Studium sowie seiner Promotion nachkommen. Der Name ist mir leider entfallen, jedoch müsste hier im Blog ein Hinweis sein. Evtl. kennst Du die besagte Person ja.

    die frage, die mich bewegte, war eher die, ob er denn noch zu seinen studienzeiten federführender HDJler war… mik

  19. 19 Peter 22. Mai 2009 um 18:52 Uhr

    @ NPD KV UNNA / HAMM ;
    Nur mal ganz nebenher; die Zahl der rechtsectremistischen Straftaten im letzten Jahr lagen bei ca. 12500, die der linksextremistischen Straftaten bei ca 3600.
    Hinzu kommt noch, das durch Rechtsextremisten seit der Wiedervereinigung, über 140 Personen bis heute durch Rechtsextremisten hinterhältig getötet wurden.

    Ihr Zynismus ist an Dümmlichkeit nicht mehr zu überbieten!

    Interessieren würde mich allerdings mal, wann die NPD NRW begreift, das sie hier in NRW so überflüssig ist wie ein Kropf?

    12.500? „Der Verfassungsschutz hat im Vorjahr eine Zunahme rechtsradikaler Straftaten in Deutschland um 15,8 Prozent auf 19.894 Fälle registriert. Darunter sind mehr als 1000 Gewalttaten gewesen, heißt es in dem Verfassungsschutzbericht 2008, den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) an diesem Dienstag in Berlin der Öffentlichkeit vorstellt.“

    quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Rechtsextremismus-Verfassungsschutz;art122,2801728

    3.600? „Schäuble verwies allerdings auch auf das linksextreme Potenzial. Linksextremistische Straftaten (insgesamt 3124) nahmen um 13 Prozent zu, die Gewalttaten gingen indes um 15,8 Prozent zurück.“

    quelle: http://de.news.yahoo.com/2/20090519/tpl-starker-anstieg-rechtsradikaler-stra-ee974b3.html

    jetzt nur mal so auf die schnelle ihre „fakten“ gecheckt. künftig machen sie das selbst, bei aufkommenden zweifeln spare ich mir die 5 minuten googeln und drücke die löschtaste…

    mik

  20. 20 Peter 22. Mai 2009 um 18:54 Uhr

    @ Hempels ;
    Wenn man sich als Rechtsextremist an der Hochschule nicht outet, mag das Leben ja noch einfach sein……….

  21. 21 Peter 22. Mai 2009 um 18:55 Uhr

    @ Ingo ;
    An der FH haben sich auch paar von den Nönazis verirrt…..

  22. 22 Klar, Mann? 22. Mai 2009 um 22:57 Uhr

    Nachgereicht: die „Nachrichten“-Fassung…

    http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/911605

  23. 23 Peter 22. Mai 2009 um 23:29 Uhr

    @Mik;

    Zur Frage;
    Der Bundesgeschäftsführer der »Heimattreuen Deutschen Jugend« aus dem Jahr 1994 war ein Hagen Schmöller.

    Ich denke, dies war noch während der Studienzeit bzw. der Promotion.

    http://www.addn.me/nazis/hdj-und-bundische-jugend-auf-burg-hohnstein/

    http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Heimattreue%20Jugend.htm

    http://a2p.antifa.net/cms/2008/11/03/hdj-und-bundische-jugend-auf-burg-hohnstein/

    denken ist weiterhin kein wissen – niemand bestreitet die tatsachen, aber das 1994 und promotion zusammen gehören ist eben (noch) keine… mik

  24. 24 Bronsteins Enkel 22. Mai 2009 um 23:50 Uhr

    @miks Kommentare zu meinen Ausführungen
    Zitat: „SAVler sind in der linken und in gewerkschaften aktiv, um diese zu unterwandern oder sich selbst über ämter/mandate, die sie ebd. erringen, zu profilieren.“
    1. Klingt das ehr nach Paranoia und Agentenhysterie. Außerdem tritt die pöse pöse „Sekte“ immer sehr offen und direkt auf. Unter „Unterwanderung“ verstehe ich ein heimliches und verdecktes Arbeiten, da immer auch mit Täuschung einhergeht.
    2. Ist es nicht etwas völlig Normales und Legitimes, sich um Ämter udn Mandate zu bewerben, um sich positiv zu profilieren? Tun das nciht alle, die sich zu Wahlen stellen?
    3. wikipedia erklärt: „Sekte (lat. secta „Richtung“, von sequi, „folgen“, in der Bedeutung beeinflusst von secare, „schneiden, abtrennen“) ist eine ursprünglich wertneutrale Bezeichnung für eine philosophische, religiöse oder politische Gruppierung, die durch ihre Lehre oder ihren Ritus im Konflikt mit herrschenden Überzeugungen steht.“ -In dem Sinne wäre die SAV eine „Sekte“.
    Aber bei der SAV gibt es weder Gurus, noch Gehirnwäsche noch Auditing. Und keinen verlangten Abbrauch aller Kontakte außerhalb der „Sekte“.

    das erstaunlich ist ja, dass die SAV immer wieder „neue“ findet, die das behaupten, was sie schreiben, wenn es nicht „alte“ sind, die sich taktisch so äußern – aber wenn die „neuen“ dann aussteigen, stimmen sie meiner zuvor von ihnen selbst bestrittenen analyse plötzlich zu. und es ist ja nicht nur meine analyse, das geht ja schon seit mitte der 1990er jahre so… und dass sie SAV eben nur offen auftritt, wenn es ihr nutzt, hatten wir ja schon mal:

    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/175441

    das ist nur ein link zu einem meiner berichte/(kritischen) analysen, und die gut gepflegte feindschaft von „alt“-SAVlern seitdem ist ja gut dokumentiert.

    übrigens, aber ich finde den link gerade nicht: nachdem oben im link zu findendest wahlbündnis den treude-ratssitz errungen hatte, war es aus mit der SAV-zurückhaltung. auf ihrer homepage hieß es danach: „unser ratsherr“… da war das wahlbündnis fast schon geschichte…

    mik

  25. 25 Bronsteins Enkel 22. Mai 2009 um 23:54 Uhr

    Die Querelen in der LINKEN sind nicht wirklich lustig. Außer für eingefleischte Gegner oder Feinde der LINKEN, hoffnungslose Zyniker oder innerparteiliche Masochisten.

    sie haben jemanden vergessen: mich! und meine beweggründe. seit anfang 2000 habe ich viel mit vertretern von aachens linker szene und sozialer bewegung diskutiert über die SAV bzw. deren bündnispolitik. ich wurde von vielen, die der SAV auf dem leim gegangen sind, persönlich verleumdet und angegriffen. irgendwann habe ich mit menschen darüber nicht mehr gesprochen sondern nur noch gelächelt. man warf mir das als arroganz vor. mag sein, es war überheblichkeit: nämlich die, dass das, was ich (und viele anderen) erlebt hatte(n), selbst manchen personen in der partei die linke, in der sozialen bewegung oder in der linksjugend noch bevorsteht.

    manchmal kommen heute noch menschen zu mir und sagen, sie könnten mich nun verstehen. andere ziehen sich desillussioniert aus der politik zurück und werden nie mehr gesehen. fakt ist: die, die mich damals wegen kritischer blog-berichte/kommentare zur SAV stark kritisiert haben, müssen sich heute mit ihnen und vorfeldgruppen herumschlagen. meine schadenfreude hat genau damit zu tun, und es gibt nur wenige, die ich bedauere, denn wer sich ernsthaft mit der geschichte der SAV in aachen auseinandersetzt, weiß, was los ist…

    die SAV spricht von sich als einzig einigende kraft innerhalb der linken – aber sie spaltet nur; die SAV will die protest- und nichtwähler gewinnen oder vertreten als soziale kraft – und sie verschreckt sie nur; und wenn ich mir ansehe, wie die NPD teilweise behauptet, der staat schleuse provokateure in die NPD ein, um die partei zu schwächen, ist das zwar ebenso murks, wie die behauptung, der staat habe die SAV in die linke eingeschleust, um die partei von innen her zu zersetzen – aber das bild lässt mich dennoch überheblich grinsen… mik

  26. 26 Hempels 23. Mai 2009 um 3:27 Uhr

    Jetzt is aber mal gut, Peter…

  27. 27 Hempels 23. Mai 2009 um 3:33 Uhr

    So nebenbei…ich weiß aus äußerst zuverlässiger Quelle, daß immer wieder das Thema Rechtsextremismus an der Uni herhalten muß.
    Selbst bei Aufgabenstellungen, die mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun haben,
    Den Neulingen an der Uni wird immer wieder klargemacht, wie sehr man sich dafür schämt, daß ein Mann mit Nazi-Vergangenheit mehrere Dekaden Selbige „unbemerkt“ leiten konnte.
    Es ist ja nun wirklich nicht so, daß Studenten und nicht wenige Dozenten nicht immer wieder betonen, daß sie auf uns keinen Bock haben.

  28. 28 NPD KV UNNA / HAMM 23. Mai 2009 um 10:41 Uhr

    Lieber Peter,
    jede Straftat ist eine zuviel.
    Aber beim lesen Ihrer Statistik sollten Sie Schlauberger nicht unterschlagen, dass rund 90 % der „rechten Straftaten“ aus sog Propagandadelikten bestehen.
    Delikten, die es bei Linken überhaupt nicht geben kann, da jeder Kommunist oder was auch immer die Verbrechen der kommunistischen Weltbeglücker leugnen und verharmlosen kann ohne straffällig zu werden.
    Wieso eigentlich ? Recht sollte doch für alle gelten?
    Oder sind doch einige gleicher als die anderen?
    Herzliche Grüße von G.Orwell.

    sie spaßvogel. propagandadelikte sind nicht (nur) holocaust-leugnung (s.o.), sondern auch verbale bedrohungen oder gewaltandrohungen gegen migranten (siehe stolberg) sowie das schmieren von nazisymbolen – sollte man ein HK an der wand etwa wertfrei sehen? mik

  29. 29 NPD KV UNNA / HAMM 23. Mai 2009 um 11:37 Uhr

    Sie Scherzkeks,
    ein HK sollte genauso behandelt werden wie Hammer und Sichel.Dass verbale Bedrohungen unter den Begriff der Propagandadelikte fallen, ist aber wohl eher eine Spezialdefinition des Aachener Landrechts nach dem Kommentator Klarmann.
    Ihr Spaßvogel

    wenn ein HK genauso behandelt werden sollte, wie hammer und sichel, so denken sie falsch, allerdings rein NS-like-deutsch: soweit ich das checken kann in der kürze der zeit, darf ein HK in vielen staaten der welt straffrei gezeigt werden (u.a. in den USA), wobei sich aber aus bekannten gründen besonders west-europäische staaten mit dem HK schwer tun… in deutschland oder österreich ist das zeigen des HK verboten, aus historischen, selbst ihnen, herr v., bekannt sein sollenden gründen. das verbot vom H&S müsste also, dieser logik folgend, in russland bzw. ehemaligen ost-block-staaten entschieden werden. ergo müssten diese staaten diese diskussion führen, was nun mit H&S passieren sollte, ebenso, wie sich deutschland und österreich der diskussion zum HK gestellt haben.

    sie argumentieren also windschief, was auch daran deutlich wird, dass der (ex-?) NPD-außenpolitische sprecher rieger (einst) die demokratie in deutschland zur diktatur erklärte, indes das diktatorische und von einem ex-stasi-mann geführte russland eine freiheitliche republik nannte. um aber in ihrer analogie zu bleiben: wenn in deutschland überhaupt etwas neben dem HK verboten werden müsste, wäre es hammer und zirkel, aber das würde zum problem führen, dass sie die DDR auf eine stufe mit dem nationalsozialismus setzen. aus strategischen gründen –letztlich das vergleichen der vielen millionen toten während der NS-zeit gegenüber den tausenden toten an mauer und stacheldrahtzaun sowie in stasihaft durch die DDR, was lediglich dazu dient, den NS „niedlicher“ erscheinen zu lassen – würden sie das sicher tun wollen…

    aber, s.o., den unrechtsstaat DDR mit dem NS-massenmörderstaat zu vergleichen, ist sowohl historisch, als auch moralisch besehen windschief. politisch gesehen mag das indes ihr stil sein…

    in der definition der propagandadelikte irre ich indes teilweise tatsächlich, wobei propaganda- und volksverhetzungsdelikte teilweise aber auch verschwimmen. das meinte ich, habe es aber nicht klar zum ausdruck gebracht. sorry! mik

    ps. damit dürfte ihrer wortergreifungsstrategie zu ende sein. sie hatten ja in düsseldorf keine probleme, mit holocaust-leugnern und rassisten und antisemiten aufzutreten, und deswegen denke ich, dass ich hier einen schlusspunkt setze – mich mit ihnen argumentativ zu duellieren kommt nämlich langsam einem brechreitz nahe…das dürfen sie gerne auch sehr persönlich nehmen!

  30. 30 Peter 23. Mai 2009 um 15:00 Uhr

    @NPD KV UNNA / HAMM ;

    Kiminalität bleibt Kriminalität, egal on §263 oder §130!
    Aber damit haben ja einige NPDler Erfahrung!

  31. 31 Klar, Mann? 23. Mai 2009 um 18:57 Uhr

    Und ich dachte schon, ich hätte den Autor „NPD KV UNNA / HAMM“ beeindruckt…

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/kamen/2009/5/23/news-120636911/detail.html

  32. 32 Klar, Mann? 16. Juni 2009 um 21:17 Uhr

    Klassischer Nachtritt oder alles hat ein Nachspiel nur das STUDIUM zwei? Zitat aus der STUDIUM-Selbstdarstellung in der neuen „Wahlzeitung“ zu den SP-Wahlen an der RWTH:

    […] Es ist sicherlich nicht Kernaufgabe des Studierendenparlamentes, Extremismus dadurch entgegenzutreten, dass man ihn mit Resolutionen verurteilt. Wir haben nichts dagegen, wenn andere Listen entsprechende Anträge stellen, legen allerdings Wert darauf, dass dann auch jede Art des Extremismus abgelehnt und kein unterschwellige Glorifizierung linker Gewalttäter betrieben wird.

    Es ist nichts Neues, dass allgemeinpolitische und teilweise extremistische Positionen häufig unter dem Deckmantel eines Kampfes für bessere Bildung vertreten werden. Unter dem Titel „Bildungsstreik 2009“ werden mit Unterstützung von u.a. „DieLinke.SDS“, „Attac“ und „SAVSozialistische Alternative“, aber auch zahlreichen ASten in NRW Aufrufe wie: „Banküberfall zum Bildungsstreik: […] Wir klauen nichts, werden aber das Bankgeschäft real blockieren und unmissverständlich deutlich machen: Geld für Bildung statt für Banken! Kapital vergesellschaften statt private Verluste zu verstaatlichen, damit der gesellschaftliche Reichtum endlich uns allen gehört!“ verbreitet. Wir stellen klar: Nicht mit uns! […]

  33. 33 Freak 16. Juni 2009 um 23:15 Uhr

    Wer eine Resolution gegen Rechtsextremismus missbraucht um ein allgemeinpolitisches und äußerst linkes Statement, mit den üblichen Schlagworten wie „Solidarität“ und „Ausbeutung“ (Was zum Teufel hat Ausbeutung mit rechtsextremer Gewalt in Aachen zu tun?), loszuwerden, der braucht sich nicht zu wundern, wenn man nach ihm tritt.

    habe eher das gefühl, das SP hat einen leichten touch von kindergarten… mik

  34. 34 Wehrhafte Demokratie 17. Juni 2009 um 23:33 Uhr

    Ich glaube noch nichtmal der Bundesverband der Zeitarbeitsfirmen würde auf die Schwachsinnsidee kommen, dass die Ablehnung von Ausbeutung bereits linksextremistisch wäre.

    Ansonsten sehr interessant dass STUDIUM immer nur auf dem Extremismusbegriff rumkauen, aber noch nichtmal auf die Idee kommen, sich mal klar und deutlich von Rassismus etc. zu distanzieren. Oder ist dies wieder zu allgemeinpolitisch?

  35. 35 Soviets 18. Juni 2009 um 15:31 Uhr

    „(Was zum Teufel hat Ausbeutung mit rechtsextremer Gewalt in Aachen zu tun?)“

    Alles.

  36. 36 Gegendarstellung (eingestellt von Klar, Mann?) 19. Juli 2009 um 14:12 Uhr

    Gegendarstellung (eingetroffen per Mail 13.49 Uhr, am 19. Juli 2009; etwaige Verspätungen bezgl. des Erscheinungsdatums des Berichtes wurden mit Prüfungstätigkeiten begründet):

    In dem Artikel „WIE MAN EINE RESOLUTION GEGEN NAZIGEWALT AN EINER ELITEUNI STRENGKONSERVATIV ZERREDET…“ werde ich mit der Aussage zitiert, „„der Linksextremismus“ [säße] in Form der Partei Die Linke, und nicht Rechtsextremisten in Aachen im Stadtrat – also müsse sich die Resolution auch gegen „linke Gewalt“ richten.“. Dieses Zitat ist falsch. Tatsächlich habe ich keinerlei Zusammenhang zwischen der Partei Die Linke und irgendwelchen Gewalttaten hergestellt. Richtig ist, dass ich zum einen erklärt habe, die extrem Linke sei – z.B. durch die Präsenz der Linken im Stadtrat – in Aachen mindestens genauso präsent wie die extrem Rechte. In einem späteren Teil der Diskussion, wo es dann um rechte Gewalt ging, haben ich und andere Diskussionsteilnehmer die Position vertreten, dass rechts- und linksextreme Gewalttaten sehr vergleichbar seien und deshalb nicht getrennt voneinander thematisiert werden können und sollten, sofern es nicht um einen bestimmten, konkreten Vorfall geht.

    Des Weiteren werde ich mit der Aussage zitiert, “dass eine solche Resolution in die Kommunalpolitik gehöre und keinen „Hochschulbezug“ habe.“. Tatsächlich habe ich erklärt, dass eine solche Resolution in die Kommunalpolitik gehört, wo sie ja auch schon verabschiedet worden ist, da die Studierendenvertretung ein Mandat nur für solche Themen hat, die die Studierenden aufgrund ihres Studiums besonders betreffen. Im Gegensatz dazu stehen eben zum Beispiel gesellschaftliche Themen wie Extremismus, von denen im Allgemeinen alle Einwohner der Region betroffen sind.

    Christoph Rasim

  37. 37 Klar, Mann? 19. Juli 2009 um 14:58 Uhr

    Ich hatte eigentlich gedacht, dass diese Diskussion durch sei. Offenbar ist sie es für manche nicht!

    STUDIUM konnte sich einen klassischen Nachtritt [1] nicht verkneifen und verlangt indirekt (über einen ihrer alt gedienten Vordenker, nämlich Chr. Rasim) nun über den Umweg, indes verspätet, oben wiedergegebene Gegendarstellung [2] – diese sollte, ungeachtet des späten Datums, im redaktionellen Teil des Textes platziert werden (schlimmstenfalls könnte ich also damit rechnen, dass dies auch mit rechtlichen Schritten so durchgesetzt wird…).

    Vorerst, so denke ich, erlangt sie als Kommentar mehr Beachtung, zumindest bei meinen Stammlesern. Darüber, ob ich Chr. Rasim richtig wiedergegeben habe, oder Chr. Rasim Recht hat, möchte ich an dieser Stelle NICHT spekulieren oder diskutieren – ich glaube nämlich, dass sowohl das eine, als auch das andere, nichts daran ändert, was die Kernaussage des Beitrages ist.

    Ich möchte diese „Gegendarstellung“ jedoch dazu nutzen, an dieser Stelle einiges aus dem Nähkästchen zu plaudern: nicht nur im Vorfeld hat offenbar insbesondere STUDIUM die Diskussion zur Resolution ausgeweitet, auch während der SP-Sitzung ging es deswegen gut 1,5 Stunden drunter und drüber. Dies, aus welchen Gründen auch immer zelebriert, scheint jedoch nicht zu genügen.

    Der von mir in rund fünf Stunden geschriebene und recherchierte Beitrag beschäftigt bis heute Menschen nachhaltig, alleine bei mir haben sich unterdessen mindestens neun Stunden für Gespräche, weitere Recherchen, Telefonate und Mails dazu summiert (nicht hinzugerechnet dabei die Moderation der Kommentare).

    Könnte man bei gewisser, zeitnah vorgebrachter Kritik noch deren Gründe nachvollziehen (insbesonders im zeitnahen Umfeld der SP-Wahlen), wird es abenteuerlich, wenn plötzlich offen oder versteckt mit (halb-)rechtlichen Schritten gedroht wird, und zwar erst Wochen später. Hier drängt sich der Eindruck auf – und das ist mein zutiefst persönlicher, subjektiver Eindruck und lässt sich rechtlich nicht belegen (aber wir sind ja hier im Bereich der Kommentare) –, dass es um kleinkarierte Nachtreterei, ums Eins-Auswischen, ums Pipimachen-In-Förmchen oder auch Zeitdiebstahl gehen könnte…

    Ehrlich gesagt: von einer Liste oder zumindest Teilen davon, die schon den AStA stellten bzw. als Spitzenkandidaten fungierten – also ein hohes Maß Verantwortung trugen oder zumindest tragen sollten! – erwarte ich ganz anderes, aber sicher kein Kindergarten-likes oder prä-pubertäres Auftreten. Manches mutet hier, zumindest subjektiv, aber so an…

    Wir erinnern uns: Vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2009 wurde an der RWTH ein neues SP gewählt. In diesem Zeitraum wäre es logisch gewesen – sollte „Klarmanns Welt“ ein Fehler nachweisbar sein –, dass sich insbesonders Vertreter der Liste STUDIUM wegen übler Nachrede o.ä. zur Wehr gesetzt hätten. Ein Zitat aus dem Bericht wurde gar auf einem Flyer von STUDIUM-Gegnern verwendet. Was läge also nahe, mir – oder dem Flyerschmied – zeitnah Korrekturen aufzubürden, zumal ich zu der Zeit auch kurz mit Chr. Rasim und weiteren Betroffenen in Kontakt stand?

    Nach dem Wahlende am 3. Juli 2009 [3] änderte sich manches. Nach einer kurzen Anfrage zuvor verlangte am 4. Juli 2009 eher überraschend jemand von mir, ich möge Vorwürfe, die (ihn persönlich oder STUDIUM oder) seine Burschenschaft in ein falsches Licht bringen, konkrektisieren. Da ich mit besagter Person nach Erscheinen des Artikels mehrfach gesprochen hatte bzw. per E-Mail mit ihr in Kontakt stand, dachte ich mir bei der Anfrage zuerst nichts. Ich hatte diese Person als sehr fair kennen lernen dürfen und antwortete ihr noch am selben Tag in mehreren Mails, welche Quellen ich hätte, um meine Recherchen zu untermauern. Überdies betonte ich, dass ich im Jahre 2000 bzw. 2001 bei besagter Burschenschaft (über Umwege) angefragt habe wegen eines Presse-/Hintergrundgespräches, um diese Recherchen zu überprüfen. Weil besagte Burschenschaft dem nicht zustimmen konnte oder wollte, konnte ein Gegenprüfen leider nicht stattfinden.

    Warum schreibe ich nun aber so ausführlich darüber, obschon es sich doch „nur“ um den Wunsch nach „Gegendarstellung“ von Chr. Rasim geht? Heute weiß ich, dass einiges meiner Mails an die Person, die ich bis dato (ebenso wie Chr. Rasim) als sehr fair und vertrauenswürdig ansah, durchaus auch Geschmäckle hatte. Möglicherweise plante man nämlich rechtliche Schritte gegen mich und wollte vorab prüfen, ob und wie ich meine Recherchen belegen kann. Da ich dies ausführlich konnte, wären Anwaltskosten also sinnlos gewesen.

    Umso erstaunter war ich aber, a.) dass Chr. Rasim – er ist NICHT oben genannte, andere Person – nun, am 19. Juli, eine „Gegendarstellung“ wünscht, und b.) dass ich schon am 10. Juli einen aufgeregten Anruf erhalten hatte von einer Person, die mit besagtem Zitat von mir im SP-Wahlkampf gearbeitet hatte. Man soll von dieser Person aus STUDIUM/Burschenkreisen freundlich, aber bestimmt (ebenso freundlich und bestimmt wie Chr. Rasim die „Gegendarstellung“ erbat) verlangt haben, dass sie einen Wahlkampfflyer mit offenbar nicht belegbaren Zitaten, u.a. aus „Klarmanns Welt“, quasi zurücknehmen müsse. Da dies bei einem Flyer problamtisch ist (wie sähe eine Quasi-Gegendarstellung dabei wohl aus), soll darum gebeten worden sein, auf eigene Kosten einen „Gegendarstellungs“-Flyer drucken zu lassen, der u.a. eben auch das Zitat aus „Klarmanns Welt“ richtig stellen müsse…

    Lange Rede kurzer Sinn: „Klarmanns Welt“ ist bislang, selbst bei Vertretern der wirklich anderen „Feldpostnummer“, bekannt dafür, auch wirklich im Blog begangene Fehler zu korrigieren. Ein zeitnaher Anruf oder eine ebensolche Mail genügen, allerdings muss in diesem Fall auch sicher erklärt/belegt werden, dass der Anrufer/Schreiber authentisch bzw. berechtigt ist. (Auf anonyme Hinweise wird sicher nicht eine nachprüfbare Info über einen NPD-Kader verändert…) Was ich jedoch alles mit oben erwähntem Artikel bislang erlebte, hat mich überrascht: Offenheit, Gespräche und Fairness wenden sich plötzlich gegen einen oder Dritte, und plötzlich kommt nach Wochen wieder etwas Neues hinzu (während vielleicht andere rechtliche Schritte aussichtslos erscheinen?). Wie lange soll das, was auch ein Geschmäckle von Nachtreten hat, noch so weiter gehen?

    Im Jahre 2006 hatte sich ein Streit wegen des so genannten „Che Hauses“ in Aachen zwischen Linken Gruppen und dem AStA zugespitzt. Ein Kollege sagte in jenen Tagen, nachdem LHG und STUDIUM einen Studierenden – rein rechtlich gesehen wahrscheinlich zurecht – wegen verschiedener Delikte angezeigt hatten, das möge rein rechtlich besehen zwar berechtigt sein, aber bisher habe man im SP und im AStA und unter den Fachschaften noch immer über alles reden können, alles regeln können, ohne dass man sich gegenseitig angezeigt oder verklagt habe…

    Und nun habe ich noch eine Stunde dafür verschwendet, dass manche Menschen offenbar das Erwachsenwerden mit einem Kindergarten verwechseln… Mik

    PS: Frei nach einer Broschüre [4]: Vorsicht vor „national gesinnten Menschen, die in führende Berufe entsendet“ werden sollen…

    [1] http://klarmann.blogsport.de/2009/05/21/gegenrechtsmitte-wie-man-eine-resolution-gegen-nazigewalt-an-einer-eliteuni-strengkonservativ-zerredet/#comment-22651
    [2] http://klarmann.blogsport.de/2009/05/21/gegenrechtsmitte-wie-man-eine-resolution-gegen-nazigewalt-an-einer-eliteuni-strengkonservativ-zerredet/#comment-24936
    [3] http://klarmann.blogsport.de/2009/07/04/mitte-wird-der-rwth-asta-wieder-linker-und-pragmatischer/
    [4] http://rapidshare.com/files/248802549/File0001.pdf (PDF. 10 BM)

  38. 38 Klaus Störtebecker 20. Juli 2009 um 0:38 Uhr

    Sie nehmen sich das viel zu sehr zu Herzen……
    das führt zu Magengrimmen und galligem Beigeschmack!
    Herr Rasim ist in der Studierendenschaft als MDSP mit ADS bekannt.
    Seine zahlreichen PE kann man über die halben dutzend Stpa -Perioden nachlesen.
    Wer gut lachen will, macht das auch.
    Weitere Eindrücke hat er nicht hinterlassen.
    Also
    “ Cheer up, Buttercup!“

  39. 39 Studentinnenenninneninnenen 21. Juli 2009 um 0:19 Uhr

    Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass die Burschenschaft Alania mit den Liberten verglichen wird (das mit dem Zitieren ist immer schwierig) bin ich der Meinung, dass das SP uns mal zu einer Unicard verhelfen sollte und nicht über so sinnfreien Kram diskutieren sollte. Dass wir gegen Rechtsextremismus sind dürfte klar sein und die wenigen Studenten die das anders sehen halten sich sicher nicht im SP und um Himmels Willen auch nicht in sämtlichen Aachener Verbindungen auf. Verwechselt Patriotismus nicht mit Nationalismus und Anarchie nicht mit dem Paradies.

    wurden sie eigentlich vom kindergarten beauftragt, das posting zu setzen? ich meine, wer über google und dem suchbegriffen „klarmann burschenschaft alania“ rein kommt, ein posting setzt und wieder weg ist… mik

  40. 40 Martin von der gleichen IP wie Klau S. 21. Juli 2009 um 10:48 Uhr

    @ sinndesbinnenInichtverstehender

    1. arbeiten die liberten und die alania regional und überregional zusammen? sind die einzelverbindungen im gleichen dachverband? ein schimmliger appel versaut den ganzen (auch schon angestossenen) korb.

    2. würde ich dir empfehlen, dich bei deinem gewählten mitglied des mdsp für eine unicard stark zu machen. das stupa allein, kann das auch nur empfehlen. wie du sicher weisst?!

    3. nein halten sie sich nicht in allen korporationen auf. aber in genügend!

    4. vermute ich mal das du selber bundesbruder bist und das lustige verdummungsspiel“dieanderenkorporationensindschlimmaberunsereistnichtschlimm“ aufführst.das ist natürlich okay und klappern gehört auch im verbindungsunwesen zum geschäft. allerdings kann ich, aus eigenen sehr steilen verbindungsquellen, belegen wie gut die zusammenarbeit zwischen mitgliedsbünden der verschiedenen dachverbände ist. unter anderen in waffenringen etc.

    5. kann ich der öffentlichkeitsarbeit der korporationen nur mehr öffentlichkeit empfehlen. das gefasel: kommt und macht euch euer eigenes bild zieht nicht scharf. einen blick in die satzung darf ein aussenstehender ja nun nicht werfen. ausser er wird schnell mal fux.

  41. 41 Studentinnenenninneninnenen 21. Juli 2009 um 11:02 Uhr

    Ich wüsste nicht, dass mich „der kindergarten“ beauftragt hat. Überhaupt sollte man wohl nur aus eigener Überzeugung kommentieren. Ich halte sehr viel von ihrer Arbeit, aber wenn sie in einem Flyer gegen einen SP Kandidaten zitiert werden finde ich das wahrlich nicht schön. Dass einige Listen gegen einzelne Studenten werben ist meiner Meinung nach nicht gerade gemeinschaftlich. Selbst wenn er in einer nationalistisch orientierten Burschenschaft Aachens Mitglied wäre würde das meiner Meinung nach nicht rechtfertigen einen Flyer gegen ihn zu verteilen. Ich hoffe, dass sie zitiert wurden ohne dies zu wissen. Ansonsten wäre das wirklich schade. Ich bin einfach nur schockiert über diesen Flyer (über den ich übrigens auch auf ihren Blog gestoßen bin, ich hatte nur keine Lust den Link abzutippen. Entschuldigung!). Und ich finde, man KANN auch sachlich argumentieren und muss nicht niveaulos werden.

    ich habe leider in dieser diskussion sehr viel an niveau einbüßen müssen… mik ps. da sie meine marotten nicht kennen: ;-)

  42. 42 Studentinnenenninneninnenen 21. Juli 2009 um 11:13 Uhr

    @Martin

    Mir ist nicht bekannt, dass ich einer Burschenschaft angehöre, denn die einzige gemischte Burschenschaft Aachens ist die Burschenschaft Westmark und von der kenne ich nicht mehr als den Namen und eine Dame. ;-)

    zu 3.) Gibt es idiotische Menschen nicht überall? In jedem Verein, jeder Straße. jeder Vorlesung, jeder Gruppierung? Man sollte das vielleicht nicht verallgemeinern.

  43. 43 Martin von der gleichen IP wie Klau S. 21. Juli 2009 um 11:41 Uhr

    dann hilft lesen.

    hier zum beispiel.
    http://www.tradition-mit-zukunft.de/community/couleurinfo/ort,Aachen.html

    ansonsten tschö bis zur nächsten kneipe.

  44. 44 Soviets 21. Juli 2009 um 17:51 Uhr

    „Ich glaube noch nichtmal der Bundesverband der Zeitarbeitsfirmen würde auf die Schwachsinnsidee kommen, dass die Ablehnung von Ausbeutung bereits linksextremistisch wäre.“

    Die Ablehnung von Ausbeutung, wie süß. Wer aber aus der Ablehung folgert dass er sie abschaffen muss, der ist linksextrem. Wie gemein, wie gemein.

    @ Trotzki : Heul nicht rum, das interessiert hier wirklich keinen und tut auch überhaupt nichts zur Sache.
    @ Andere Trolls : Habt ihr nichts zu tun als den armen Klarmann zuzuspammen ?
    @ Klarmann himself : „wurden sie eigentlich vom kindergarten beauftragt, das posting zu setzen? “ Nein, von Alania.
    Ich bin heute aber auch wieder flach

    das eine oder andere schließt das andere oder eine nicht aus… mik

  45. 45 StudentIn 22. Juli 2009 um 9:07 Uhr

    @Studentinnenenninneninnenen

    „dass das SP uns mal zu einer Unicard verhelfen sollte und nicht über so sinnfreien Kram diskutieren sollte. Dass wir gegen Rechtsextremismus sind dürfte klar sein“

    Die Resolution hat übrigens STUDIUM, insb. Verbinder Rasim, zerredet. Hätten sie, wenn sie ja eh gegen Nazipack sind, einfach zugestimmt, wäre noch genug Zeit für anderes gewesen.

  46. 46 Studentinnenenninneninnenen 24. Juli 2009 um 12:57 Uhr

    @Martin: die Seite ist mir bekannt, aber das ändert nichts daran, dass es in Aachen nur eine gemischte Burschenschaft gibt.
    @Soviet: Dobrui den! Ja ne snaju sto tui chotschesch goworitch. Der Kindergarten kann mit Sicherheit genausowenig für mein Bedürfnis zu der ganzen Sache meinen Senf abzulassen wie irgendwer sonst. Es gibt in einer Demokratie soetwas wie Meinungsfreiheit. ;-)
    @StudentIn: Klar, so kann man das auch sehen. Ich war nicht dabei, also kann ich das leider schlecht beurteilen und muss das als gegeben hinnehmen was ich nachlesen und später hören konnte. Vielleicht bin ich einfach zu sehr dadurch geprägt, dass ich in einer sozialistischen Diktatur geboren wurde, die heute mindestens genauso zerredet wird wie so eine Resolution. Meiner Meinung nach hat allgemeinpolitisches nichts im Stupa zu suchen und wer gern allgemeinpolitisch wirken möchte kann sich ja auch in den Stadtrat wählen lassen. Hätte es einen konkreten Anlass gegeben würde ich das mit anderen Augen sehen. Mal davon abgesehen bin ich der Meinung, dass Extremismus im allgemeinen verurteilt werden sollte. (Ich empfehle dazu: DIE LINKE – der smarte Extremismus einer deutschen Partei von Jesse und Lang)

    zu den konkreten anlässen siehe meinen text, wenn ich das anmerken darf, wo sie schon chr. rasim „nachbeten“. zudem möchte ich anmerken dürfen, ohne nun für „StudentIn“ sprechen zu wollen:

    mich düngt, dass die gradwanderung zwischen „allgemeinpolitisches ausschließen“ und „unpolitisch sein wollen“ eine aberwitzige solche ist.

    „unpolitik“ jedoch war immer schon ein einfallstor für „mitläufer(tum)“, falls es mal derber wird oder wurde. „mitläufertum“ und der „ausschluss“ von „(allgemein)politik“ kann man beim militär erleben, aber ebenso im nationalsozialismus gab es ihn (angeblich, manchmal ja nur als ausrede).

    aber da sie ja lechts und rinks puzzeln:

    die alte blockpartei CDU hielt sich ja auch in der DDR gerne aus der „(allgemein)politik“ raus und stützte so indirekt den SED-unrechtsstaat.

    interessant finde ich aber bei alldem hier:

    es sind oft wirtschaftsliberale (marktextremisten) und konservative oder bisweilen rechtsextremisten, die gerne darauf beharren, die „(allgemein)politik“ aus bestimmten gremien herauszuhalten. das ist aber meines erachtens nach ein (politisches) konstrukt, um (politische) gegner mundtot zu machen.

    und es kann sowohl als einfallstor dienen, rechtsextreme ansichten in die „mitte der gesellschaft“ zu schleusen.

    oder, siehe studiengebühren, eindeutig marktradikales und politisches elitedenken in die uni zu tragen – aber uni, da ist doch gar kein platz für „(allgemein)politik“…

    sollten sie meine argumentation nun als „ideologische“ solche ansehen: stimmt wahrscheinlich.

    ist ihre aber auch, obschon sie ja von politik nichts wissen wollen (überspitzt gepupst).

    deswegen nennt man menschen, die atomkraft kritisieren, ja auch ideologen.

    und solche, die damit ihr geld verdienen, ganz objektive nette menschen, die anderen nur deren ideologische verblendung vorwerfen.

    oder ist die atomlobby doch eine marktradikale sekte, die gemeinsam mit der politik eine (energie-)ideologie vertreten?

    ach, ich schweifte ab…

    mik

  47. 47 Studentinnenenninneninnenen 24. Juli 2009 um 17:08 Uhr

    Würde ich mich nicht für Politik interessieren, würde ich definitiv das falsche Fach studieren. Über den Sinn und Unsinn des Wortes „unpolitisch“ habe ich schon ausführlich nachgedacht. Gibt es denn überhaupt unpolitische Menschen? Kann man ernsthaft „unpolitisch“ sein? Aber das ist ja eine ganz andere Frage.
    Ich sehe in dieser Resolution auf der einen Seite etwas sehr positives. Das SP spricht sich gegen Rechtsextremismus aus. Aber auf der anderen Seite stellt sich doch die Frage, ob die Kompetenz für soetwas überhaupt beim SP liegen und was das Ganze bewirkt. Wir sehen ja an den Resolutionen des Weltsicherheitsrates welche Folgen soetwas haben kann…oder auch nicht. Unter Umständen erweckt das bei den zu recht verurteilten nur hämisches Gelächter. Nötig wären vielmehr Exekutiventscheidungen, die das SP mangels Kompetenzen bei diesem Thema leider nicht treffen kann. Deshalb verstehe ich mangels konkretem Anlass nicht, warum so eine Resolution nötig ist.

    Der Atomlobby Vergleich gefällt mir. Um die Frage zu beantworten müsste ich mir allerdings erstmal ausführlich darüber Gedanken machen was ich unter einer Ideologie verstehe.

    Schönes Wochenende ;-)

    dito, aber warum zieht sich gerade nun der himmel wieder zu? ;-) mik ps. ich hörte einmal von einer CDUlerin und einer reichsflagge…und danach wurde ich taub… :-(

  48. 48 Martin von der gleichen IP wie Klau S. 24. Juli 2009 um 17:51 Uhr

    das ist ja hier kein diskussionsforum. aber eins, zwei gedanken möchte ich dann noch dazu äußern.

    ich zitiere mal folgendes: Das SP spricht sich gegen Rechtsextremismus aus. Aber auf der anderen Seite stellt sich doch die Frage, ob die Kompetenz für soetwas überhaupt beim SP liegen und was das Ganze bewirkt.

    hä? wie bitte? meinst du kompetenz im sinne der fähigkeit, sich zu rechtsextremismus eine meinung zu bilden? oder das recht der sv sich politisch zu äussern?

    dazu sei folgendes gesagt: das politische mandat der sv ist gerichtlich des öfteren schon geprüft worden. kontrovers diskutiert worden. aber auch bestätigt worden und das hg erlaubt der sv und seinem ständigen exekutiven ausschuss dieses recht.

    du studierst politik? was beweisst das? das du ein fachmann bist? der die kompetenz hat? scheinbar ja nicht. siehe unicard!
    über hopo solltest du als powistudent ja besonders viel wissen!

    du fragst was die stellungsnahme bewirkt? du als wissenschaftler der politik? die demokratische pflicht aller beteiligten einer gruppenhochschule, sich zu allen themen die diese gesellschaft angehen, zu äußern. davon schon mal etwas gehört?
    oder ist die uni ein autonomer bereich, der keine wechselwirkung mit diesem staat hat.

    PS:
    was die westmark macht oder nicht macht ist irrelevant.
    denn wie du ja schon richtig erkannt hast, nehmen ungefähr 99% aller anderen keine frauen auf.

    sozialistische diktatur gab es nicht. höchstens die diktatur von bonzen. soo und ich hab selber noch trommel und frösi gelesen.

  49. 49 Klar, Mann? 24. Juli 2009 um 18:05 Uhr

    Streng genommen ist die derzeit laufende Diskussion lächerlich.

    „Studentinnenenninneninnenen“ bewegt sich in genau jenem Umfeld, das die Resolution zerredet hat – und das zumindest partiell in einer Mischung aus Verbinder/Burschen/Damen/FDP/CDU für Markt-/Kapitalismusextremismus meets Konservatismus steht.

    Habe ich aber auch eben erst bemerkt…

    Überspitzt gepupst:

    Statt der damaligen „Störer“ und „Nachtreter“ surft nun jemand anders auf derselben Welle. Kann ja sein, sie will echt diskutieren. Aber nach allem, was ich in der letzten Zeit wegen des Textes erleben durfte, fehlt mir etwas der Glaube an Wunder…

    …die eh nur der Vatikan prüfen würde.

    Mik

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