Mainz/Stolberg. Die Eltern eines 19-jährigen Berufsschülers, der im April 2008 in Stolberg Opfer einer Bluttat wurde, haben die NPD und Neonazikreise aufgefordert, die trauernde Familie endlich in Ruhe zu lassen und das Andenken an den verstorbenen Sohn nicht weiter zu beschmutzen. Das ARD-Magazin „Report Mainz“ [1] hat heute Abend [2] über den propagandistischen Missbrauch der Bluttat durch NPD und Neonazis berichtet. Neonazis hatten das von einem Migranten erstochene Opfer anfangs zum „Kameraden“ verklärt und bis heute fünf „Trauermärsche“ in Stolberg organisiert [3]. In der TV-Sendung hatten die Eltern sich erstmals persönlich gegenüber Medienvertretern zu dem Fall geäußert. Die Mutter sagte, nach den schlimmen Erlebnissen wisse sie oft nicht, ob sie manchmal mehr Wut gegenüber dem Täter oder gegenüber den Neonazis und der NPD empfinde, die über ihren Sohn Lügen verbreitet hätten. Neonazis wollen sich aufgrund von Einladungen des Dürener NPD-Chefs Ingo Haller bis ins Jahr 2018 jährlich zu zwei „Trauermärsche“ in Stolberg versammeln. [© Klarmann]
[1] Direktlink
[2] Direktlink zum Videofile des Beitrages; Manuskript der Sendung mit Abschrift der Interviewpassagen
[3] MÄR UND MÄRTYRER…
Videoclip der Sendung kann in einer relativ guten Qualität (mit den entsprechenden Tools) unter You Tube gesehen/geladen werden:
http://www.youtube.com/watch?v=yk3S1wKNxdU
Jawohl Herr Klarmann … Danke … Ich liebe Sie ^^
Gruß
Demokrat