Dortmund. Zahlreiche Neonazi-Aufkleber und -Plakate, die in der Region in den vergangenen Jahren verklebt wurden, stammen von einem Neonazi-Versand aus Dortmund, der durch die Behörden gefördert wurde. Berichten der Lokalpresse [1] und der „Lotta“ [2] zufolge hat der Neonazi Dennis G., einer der führenden Köpfe der „Autonomen Nationalisten“ (AN), seinen „Resistore-Versand“ mit Fördermitteln der Arge aufgebaut. Unterschiedlichen Berichten zufolge soll er drei Jahre mit Geldern zur Gründung einer Ich-AG gefördert worden sein. Laut Arge soll die Förderung zur Existenzgründung jedoch nicht so lange gezahlt worden sein. Man werde versuchen, die Mittel wieder zurückzufordern, hieß es vonseiten der Behörde.

G. handelt ebenso mit T-Shirts, die mit rechtsextremen und antisemitischen Motiven bedruckt sind – Neonazis aus der Region trugen solche T-Shirts bei zahlreichen Anlässen. Anti-antifaschistische Aufkleber-Motive von „Resistore“ wurden in der Region oftmals auch zusätzlich zu Sprühaktionen an Häusern, auf Autos und im Wohnumfeld verklebt, so Neonazis Antifaschisten bedrohten. Ebenso wurden „Resistore“-Aufkleber immer wieder an Schulen verklebt. Neben Propagandamaterialien und Szene-Bekleidung bietet G. auch Waffen und Waffenzubehör wie Pfeffersprays, Steinschleudern und Stahlkugeln an.

G. gilt auch als einer der Rädelsführer der Ausschreitungen am 1. Mai in Dortmund. Er soll zusammen mit einem weiteren „Kameraden“ die Neonazis im Hauptbahnhof per Handzeichen aufgerufen haben, in die Innenstadt zu ziehen. Dort hatten sie anschließend die Teilnehmer einer DGB-Kundgebung angegriffen [3]. G. war ebenso Redner auf einer fremdenfeindlichen Demonstration von 800 Neonazis in Stolberg am 12. April 2008 [4], in deren Verlauf es zu 31 Festnahmen von Neonazis gekommen war. [© Klarmann]
[1] Direktlink; Direktlink
[2] NEUE LOTTA ZU DIES UND DAS UND…
[3] ROCKY-HORROR-KUNKEL-SHOW IN STOLBERG UND NEONAZI-ATTACKEN AUF DGB-DEMOS
[4] RECHTSEXTREMISTEN HALTEN AN „IHREM“ MÄRTYRER FEST
„Neben Propagandamaterialien und Szene-Bekleidung bot G. auch Waffen und Waffenzubehör wie Pfeffersprays, Steinschleudern und Stahlkugeln an.“
Wieso „bot“? Giemsch (auf dem Sticker im ersten Bild ist der Nachname zu lesen) verkauft den Kram immernoch.
das ist korrekt. und wurde geändert. passierte, weil ich den text zuerst in diesem gegenwarts-bezogenen bereich in der vergangenheits-form geschrieben hatte, dann alles änderte, und diesen satz wohl vergessen hatte. mik
Was hat denn die Förderung einer Ich-Ag ( eine Maßnahme der Arbeitsagentur ) mit der politischen Ausrichtung des Betreibers zu tun?
Wenn ein Antifa Anhänger durch die Arbeitsagentur gefördert würde, wäre das auch nicht zu beanstanden.
Die Arbeitsagentur hat einzig und allein die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes zu beurteilen.
Auch die Besteuerung von Unternehmen erfolgt noch nicht nach der politischen Einstellung des Besitzers.Sonst wären wir sehr schnell in einem diktatorischen System. Beachtlich, dass Klarmanns Welt, die sich doch nicht zu Unrecht einiges auf eine gewisse Seriösität einbildet, diesen Gegensatz nicht ausspricht.
Sollten im Angebot des Herrn G. Dinge sein, die strafbar wären, würden und sollten die Staatsanwaltschaften tätig werden.
Bis dahin ist diese ganze Diskussion recht gegenstandslos, was uns allerdings nicht wundert, kommt doch eine der Hauptpersonen Frau Jelpke ( heute MdB der Linken )ursprünglich aus ausgesprochen linksradikalen Zusammenhängen, die auch überwacht werden durch den VS.
Was soll also diese Hysterie ?
ich sehe keine hysterie? wo sehen sie sie? wenn es überhaupt eine solche gäbe, dann hinge das ggf. damit zusammen, was die neonazis in dortmund alles treiben durften in den letzten jahren: attacken auf echte und wohl viel öfter vermeintliche gegner und kneipen, aufmärsche mit extremst antisemitischen rednern (kusters etwa) unter polizeischutz usw. soweit ich mich erinnere, wohnten sie jenem aufmarsch ebenso bei.
dass ein „antifa-anhänger“, der gefördert wird, nicht zu beanstanden wäre, widerspricht indes konträr dem ganzen genöle ihrer „kameraden“ – ich glaube auch, der ausführungen ihrer selbst in düsseldorf beim antisemitentreff – gegen bündnisse und initiativen, die staatliche oder sonstige fördermittel erhalten. dass die NPD gelegentlich „antifa“ bis hin zur CDU, der polizei, dem innenministerium definiert, macht es auch nicht leichter, die breite ihrer anmerkung oben zu erkennen.
ansonsten dachte ich, sie seien beauftragt, das finanzchaos der NPD zu entwirren…dass sie dann noch zeit finden, hier zu posten, ehrt mich. gaaaannzzz ääährrlisch… mik
Lieber Herr Klarmann,
Sie verwechseln mich. Der Schreiber ist nicht mit der Aufklärung des Finanzchaos beauftragt. Das macht unser Vorsitzender und wie ich denke sachlich und kompetent.
Als Pressesprecher des Kreisverbandes hat er mich aber gebeten Ihre Internetseite regelmäßig zu lesen und ggfls zu antworten.
Was die Rede bei dem Treffen der Russlanddeutschen in Düsseldorf betrifft, die meinen Sie wohl, kann ich Ihre Vorwürfe nicht aus dem mir vorliegenden Manuskript nach vollziehen.
Für das „Genöle“ irgendwelcher Kameraden ist unser Verband nicht verantwortlich, da gibt bestimmt wie auch auf den anderen Seiten recht viel Unsinn.Genauso wenig dürften Sie verantwortlich sein für Gewalttätigkeiten aus dem linken Lager.
Dummheit und Gewaltätigkeit lässt sich eben nicht auf bestimmte politische Richtungen beschränken.
Herzliche Grüße
H.Halb
Pressesprecher des NPD KV UNNA / HAMM
also, wir könnten noch freunde werden
… aber die reden auf der russlanddeutschen-kundgebung – da sehe ich einiges anders und habe zudem von einem redner mindestens an zwei stellen sehr gravierende abweichungen von den später publizierten manuskripten registriert… mik
@NPD KV UNNA / HAMM ;
Wenn Sie denken, das die Arbeitsagentur nur das wirtschaftliche Konzept zu prüfen hat, dann irren Sie!
Grundlage ist auch nach den allgemeinen Richtlinien, das ein Betrieb nicht gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung wirken darf.
Unterschiede mag es geben, aber nicht bei unserem Vorsitzenden.
nun ja, ich meinte auch eher, wer wo mit wem gemeinsam redet…und dabei bleibt festzuhalten, es war ein antisemtitentreff, wobei ich nicht pauschal jeden teilnehmer als judenhasser definieren würde. mik
„Wenn ein Antifa Anhänger durch die Arbeitsagentur gefördert würde, wäre das auch nicht zu beanstanden.“
Was Sie natürlich auch niemals tun würden
@NPD KV UNNA / HAMM:
Mich wundert das Sie den Begriff des „diktatorischen Systems“ in einem Satz wiedergeben. ^ ^
Wenn man sich dazu mal eine Bewertung des NPD Parteiprogramms anschaut sieht die ganze Sache etwas „ANDERS“ aus:
Die Grundgedanken des NPD-Parteiprogramms entsprechen einer Einleitung in der sie versucht, sich von den etablierten politischen Kräften zu distanzieren. Dabei wird zwischen den “tragenden Schichten in Politik und Gesellschaft” nicht weiter differenziert, alle “im Bundestag vertretenen etablierten Parteien, von der PDS bis zur CSU” werden als einheitliche Masse gesehen, die “sich nur durch die Kontonummern unterscheiden, auf die sie sich Steuergelder überweisen“ (NPD-Aktionsprogramm S.7). Dementsprechend kommt es im Parteiprogramm auch zu der Aussage, dass in all diesen Kreisen “zunehmend […] als einziger Lösungsansatz die „multikulturelle Gesellschaft“ gesehen [wird]”. Die periodisch wiederkehrenden Diskussionen über eine Leitkulturgesellschaft, die häufig von den Unionsparteien angestoßen wird, wird dabei nicht weiter beachtet. Die NPD bezichtigt die etablierten Kräfte das Volk austauschen zu wollen, nur damit sie selber an der Macht bleiben können. Die einzige Kraft die dagegen ankämpfe sei die NPD, “um dem deutschen Volk im Rahmen der europäischen Völkerfamilie eine Zukunft zu geben” will sie die Mächtigen austauschen. Deshalb stehe sie „mit aller Konsequenz gegen die verstaubten Ideologien vergangener Jahrhunderte, gegen Aufklärungsutopien und gegen multiethnische Exzesse, denen derzeitig das deutsche Volk ausgesetzt ist.“ Im Ganzen stellt sich die NPD, als einzige Partei, die die neu aufgetretenen Probleme und Fragestellungen unserer Zeit zur Zufriedenheit des “deutschen Volkes” lösen könnte, dar.
Quelle:
http://denktag2006.denktag.de/Das_NPD-Parteiprogramm.1258.0.html