Rechts: NPD will am 8.8. durch Stolberg marschieren [update2]

Stolberg. Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes plant die NPD einen Aufmarsch in Stolberg. Wie die Polizei auf Anfrage unlängst bestätigte, hat die NPD-Fraktion im Stolberger Stadtrat für den 8. August zwischen 10 und 20 Uhr eine Demonstration angemeldet. Laut NPD soll als Hauptredner dabei Bundesparteichef Udo Voigt fungieren. Einem Bericht in der Lokalpresse zufolge werden 120 Teilnehmer für den Aufmarsch erwartet. Bürgermeister Ferdi Gatzweiler (SPD) hat derweil zu Gegenprotesten aufgerufen.

Geplant, so die Polizei vor wenigen Tagen auf Anfrage, seien eine Auftaktkundgebung, eine Demonstration und eine Abschlussversammlung unter freiem Himmel. Das Motto laute: „Wir wollen Arbeit und Lehrstellen!“ Ob der Aufmarsch wie angemeldet stattfinden kann, muss die Behörde nun prüfen. Nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ ist der Anmelder des Aufmarsches am zweiten August-Samstag der Stolberger NPD-Fraktionschef und Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Aachen, Willibert Kunkel.

Auf der Homepage der NPD-Stolberg wird unterdessen mitgeteilt, dass der Aufmarsch um 12 Uhr in der „Altstadt“ beginnen wird. Unbestätigten Hinweisen zufolge soll die Abschlusskundgebung später auf dem Jordansplatz nahe dem stark von Migranten bewohnten Viertel „Mühle“ stattfinden.

Der Bürgermeister und die demokratischen Parteien in Stolberg haben derweil angekündigt, alle rechtlichen und demokratischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Aufmarsch zu verhindern. Da die Zuständigkeit der Genehmigung beim Polizeipräsidenten liege, sei eine direkte Einflussnahme der Stadt jedoch nicht gegeben. Gatzweiler rief daher nun schon alle Bürgerinnen und Bürger auf, Flagge zu zeigen gegen den braunen Spuk. [© Klarmann]


7 Antworten auf “Rechts: NPD will am 8.8. durch Stolberg marschieren [update2]”


  1. 1 Klar, Mann? 10. Juli 2009 um 14:35 Uhr
  2. 2 Klar, Mann? 10. Juli 2009 um 14:39 Uhr

    Zur Erinnerung eine Passage aus einem alten Manuskript:

    Eigentlich begann das Wiedererstarken der NPD in der Region Aachen mit einer Realsatire. Der heutige NPD-Chef, Willibert Kunkel, stand damals mit anderen DVU-Kreisverbänden vor dem Wechsel zur NPD und organisierte einen Aufmarsch in Stolberg. Motto: „Die Rechten gegen Schächten.“ Kunkel hatte Trillerpfeifen an die rund 30 „Kameraden“ ausgeteilt. Als die Demo am 16. Februar 2002 dann begann, kommandierte er im Kasernenhofton: „Kameraden, Trillerpfeifen raus. Und pfeift!“ Antifaschisten rätselten, ob sie zuerst lachen oder eine Sitzblockade durchführen sollten.

    Jene Lachnummer scheint heute Lichtjahre entfernt. Damals höhnte die Antifa, da seien „Nazi-Dorftrottelz“ aufmarschiert. Doch nachdem Kunkels Trupp dann zur NPD übergelaufen war und er KV-Chef wurde, folgte schon am 24. August 2002 ein neuer Marsch in Stolberg. Diesmal waren es 80 Neonazis. Kunkel versuchte zwar abermals seine Trillerpfeifen-Nummer. Doch der mit Kadern der NPD und des „Wattenscheider Widerstands“ angereiste NPD-Landesvize Claus Cremer schritt gegen Kunkels Idee von Befehl und Gehorsam ein. Cremer übernahm Mikrophon und Regie des braunen Spuks lieber selbst.

  3. 3 Rente 10. Juli 2009 um 20:18 Uhr

    Ich frage mich, wann wieder ein Aufmarsch durch Aachen (Bahnhof) stattfindet wieder am 24.12. naja mal abwarten, eventuell haben wir ja wenigstens noch ein wenig Zeit, bis dieser Lustige Haufen hier wieder aufmaschiert!

    rechtschreibung beachten zum zweiten. ansonsten: wir wollen schlafende hunde ja nicht bellen lassen, aber worch liegt derzeit mit stolberg, lüneburg, oldenburg (?) und ggf. hannover über kreuz; reitz wohl mit bergheim… da finden die sicher was für den heiligabend… mik

  4. 4 Skeptiker 10. Juli 2009 um 23:35 Uhr

    Nachdem sich in Stolberg an dem Mini-Aufmarsch der Nazis beim Familienfest von SPD, IG Metall und IGBCE am 1. Mai kaum jemand ernsthaft gestört hat, dürfe das bei diesem Aufmarsch während der Urlaubszeit ähnlich sein. Naziaufmärsche sind in Stolberg ja nun wirklich Normalität.

  5. 5 anni273 14. Juli 2009 um 22:17 Uhr

    Lasst sie doch Laufen, Fenster auf und den nackten Hintern zeigen.Dann wissen sie was sie wert sind

  6. 6 Jupp 15. Juli 2009 um 12:34 Uhr

    …und schon wieder zieht die braune Fäkalie das gesamte Ungeziefer nach Stolberg, welches nur auf solche genehmigten Veranstaltungen wartet, um fern der Heimat „die Sau“ rauszulassen. Und Herr Schäuble sieht das alles als nicht so schlimm. Arme Stolberger …

  7. 7 Klar, Mann? 03. August 2009 um 21:37 Uhr
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