Mitte: Ein kollektives Loblied auf Vogelsang…

…titelt die Lokalpresse und berichtet [1] von einem Besuch des NRW-Bauministers Lutz Lienenkämper auf dem Areal der ehemaligen NS-Kaderschmiede „Ordensburg Vogelsang“. Durchzuckt es einen schon bei der Lektüre der Headline, wird es beim Lesentun eher noch schauriger. Besuchte Lienenkämper nun Vogelsang oder den „Projektstand in ‚vogelsang ip’ im Nationalpark Eifel“? Und wen lobliedet man „kollektiv“ bei der „Runde“ im „Standort“? Lienenkämper soll derweil von einem „regionalen Leitprojekt“ und einer „zweite[n] Leitentscheidung“ gesprochen haben – und der Textschmied findet, es gehe um die oder der „Konversion Vogelsangs“. Manfred Poth, Aufsichtsratsvorsitzender der „vogelsang ip“, soll gesagt haben: „Wir legen hier das Fundament für ein solide finanziertes Leuchtturmprojekt, das nachhaltig betrieben wird.“ Klar, Mann fragt sich dann wohl doch, worum, pardon: um was es denn in der Langzeile nun eigentlich gehen soll…und liest resigniert die WDR-Lokalzeit: „Die Landesregierung will den Aus- und Umbau von Burg Vogelsang weiter finanziell unterstützen. NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper kündigte an, der erste Förderbescheid über gut 500.000 Euro solle noch diesen Monat zugeteilt werden. Gefördert werden sollen zum Beispiel die geplante Jugendherberge und das sogenannte Forum Vogelsang.“ Journalismus kann doch so einfach sein, ohne Lokalkriegsberichterstattung statt Sturmgebäck und Textpampe statt Textpampe… [© Klarmann]

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