Düren. Wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung hat das Amtsgericht Düren einen Neonazi zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Student im August 2007 in Düren mit anderen Neonazis den früheren Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß glorifiziert hatte. Der zuvor schon strafrechtlich in Erscheinung getretene 23-Jährige wird bei der Kommunalwahl für die NPD als Kandidat für den Kreistag und den Dürener Stadtrat antreten.
Das Verfahren stand in Verbindung mit einem weiteren Prozess gegen mehrere Neonazis – darunter der zweite stellvertretende Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren – wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung und Verherrlichung des Naziregimes. Schon im Mai waren daher fünf Neonazis für zahlreiche Aktionen in Düren rund um den Todestag von Heß verurteilt beziehungsweise verwarnt worden. Gegen jenes Urteil haben drei Neonazis Rechtsmittel eingelegt.
Besagte Tätergruppe soll im August 2007 in Düren Heß-Plakate an Telefonzellen und Wänden verklebt haben. Zudem wurden Wände mit Parolen besprüht, in denen Heß ein „Märtyrer für Deutschland“ genannt wurde. Der am Mittwoch nun verurteilte Neonazi soll dabei selbst und mit dem PKW seiner Mutter Teile der Aktionen unterstützt haben. Als man den Wagen im Rahmen einer Polizeikontrolle durchsuchte, wurden Tatutensilien und ein Aufnäher mit Reichsadler und Hakenkreuz beschlagnahmt.
Der Student ließ im Prozess durch den Anwalt ausrichten, er habe das Fahrzeug nur zur Verfügung gestellt. Mitgefahren sei er, um zu verhindern, dass der PKW seiner Mutter zu Schaden komme. Aktiv plakatiert oder gesprüht habe er nicht, so der Anwalt. Der Staatsanwalt forderte für den Neonazi dessen ungeachtet wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 500 Euro. Heß sei als „Stellvertreter Hitlers verherrlicht“ worden. So seien auch die Opfer des Naziregimes verhöhnt worden, so der Staatsanwalt.
Jener Ausführung folgte das Gericht zwar, sah indes keine Beihilfe, sondern sogar eine „mittäterschaftliche Volksverhetzung“ und Sachbeschädigung als erwiesen an. Der 23-Jährige habe bei den nächtlichen Aktionen gewusst, was passiere. Im Auto seien Tatutensilien transportiert worden. Überdies habe er weder die anderen gestoppt, noch sich zurückgezogen. Daher habe er die Tat mit zu verantworten. Mit der Geldstrafe von 600 Euro ging das Gericht zudem über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus.
Gegen den NPD-Kandidaten, der zudem Mitglied der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) ist, laufen derzeit noch eine „ganze Menge Verfahren“ (Staatsanwalt), etwa wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch. Wegen eines Körperverletzungsdeliktes gegenüber einer jungen Frau war er zudem erst Anfang des Jahres zu einer 8-monatigen Haftstrafe, ausgesetzt zur Bewährung verurteilt worden. [© Michael Klarmann, für DN/DZ – ebd. gekürzte Fassung siehe HIER bzw. HIER]
Wen verhetze ich denn, wenn ich Rudolf Heß huldige?
im weitesten sinne verhöhnung der opfer des holocaust und glorifizierung des NS alias dessen „rassen“-politik alias -wahn…
lt. richter zwar im „unterschwelligen bereich der volksverhetzung“ – da kein offener aufruf zu hass und gewalt gegen juden, schwarze, migranten –, „aber dennoch nicht hinzunehmen.“
weitere anfragen richten sie aber bitte an den anwalt des „kameraden“, der ja sehr redegewandt scheint…
er meinte, es seien zwar „verurteilenswerte taten“ gewesen, aber das verfahren sei nur aufgebauscht worden, u.a. durch die medien (bzw. die ermittlungen der polizei).
dabei war es doch die KAL selbst, die deswegen die öffentlichkeit suchte…
mik
Naja, schon ziemlich weit hergeholt…..aber wenn das in karlsruhe endlich entschieden ist, gibt es zumindest klare Grenzen.
Das tut mir jetzt aber wirklich leid für den ‚Kameraden‘. Ich würde sagen ab heute könnten wir dann mal Wetten annehmen, wie lange es noch dauert, bis die Flachzange im Bau sitzt. Es macht immer wieder Spaß mit anzusehen, wie die sich ihr Grab selber schaufeln. Aber als stolzer Teutscher ist es halt chic, im Knast gewesen zu sein. Steigert wohl die Credibility. Grüße von hier, sehr gelungen und ich wette hiermit mal auf die Verhandlung wegen der Geschichte beim Rursee Fest.
„Wen verhetze ich denn, wenn ich Rudolf Heß huldige?“
@ hempels,
mit verlaub sie enddarmöffnung….
http://klarmann.blogsport.de/2009/01/16/hausmitteilunggedenken-unschoene-gruesse-an-die-ns-wortergreifer/
DENKEN SCHADET NICHT!!
Na lieber Herr Klarmann,
hier geht ja die Post ab. Wir haben einmal unseren KV Vorstand überprüft.
Bei uns ist doch tatsächlich niemand vorbestraft. Nur unser Vorsitzender, den haben Sie ja schon einmal erlebt, gestand verschämt, dass er immer im Halteverbot stehen würde.
Natürlich wird er dabei regelmäßig erwischt und darf auch regelmäßig löhnen.
Frage: Muß sich unser Kreisverband jetzt schäamen, weil wir so harmlos sind ?
@ NPD KV UNNA / HAMM
Ihr seid Luschen
@ hempels
Du bis n Lutscher !
sollte ihnen ein „kamerad“ mal eine lustische ohrfeige geben, dann wissen sie auch, wer „hempels“ ist… mik
@NPD KV UNNA / HAMM ;
…und trotzdem hat die NPD einen ordentlichen Haufen an Kriminellen bei sich!
@ hempels;
Nimm doch mal die NPD NRW in Deine Hände und mach stolze Doitsche draus….
http://www.youtube.com/watch?v=UCfXSCUWYhk
@ Peter: hääääääää??!?
@ Hempels ; Die NPD NRW tut doch so demokratisch…und Du nimmst kein Blatt vor dem Mund!