Kreis Düren. Im Wahlkampfendspurt vor den Kommunalwahlen am Sonntag beklagen demokratische Parteien weiter Zerstörungen ihrer Plakate mutmaßlich durch Neonazis sowie das Überkleben ihrer Plakate durch die NPD. Laut Polizei liefen schon vor rund einer Woche Ermittlungen wegen des Verdachts des wilden Plakatierens sowie dem Überkleben von Plakaten anderer Parteien gegen die NPD, unter anderem wegen der Vorfälle in Jülich (u.a. Linke [1]), Düren und Vettweiß (u.a. Grüne [1]) sowie in Niederzier und Düren (u.a. SPD und CDU [2]).
Vor zwei Tagen sollen u.a. in der Gemeinde Vettweiß wieder Plakate der demokratischen Parteien durch Unbekannte zerstört worden sein. Auffallend sei es, so lokale Beobachter gegenüber „Klarmanns Welt“, dass zudem zeitgleich Aufkleber der NPD und der Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) massenhaft im Ortsbild verklebt worden seien. Auch seien wieder Plakate demokratischer Parteien von der NPD überklebt worden, hieß es. In Vettweiß lebt der KAL-„Kameradschaftsführer“ René Laube, zudem zweiter stellvertretender Chef des NPD-Kreisverbandes Düren.
In Düren wurden in den letzten Wochen zudem Teile der Innenstadt, Plakate anderer Parteien sowie die Anti-Nazi-Plakate des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt (BgR) großflächig mit speziellen NPD-Aufklebern für die Kommunalwahl sowie jenen der KAL und des „autonom“-nationalistischen „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ABM) beklebt. BgR-Plakate wurden zum Teil auch zerstört. In verschiedenen Außenbezirken Dürens hat die NPD zudem auf den örtlichen Plakatwänden erneut Plakate anderer Parteien überklebt, etwa im Stadtteil Hoven jene der Parteien „Die Linken“ und CDU.
Demgegenüber sollen Antifaschisten und Migranten NPD-Plakate u.a. in Düren [3] und Stolberg entfernt haben. Im Dürener Ortsteil Merken hatten Anwohner selbst NPD-Plakate entfernt, auf denen die Partei die „Todesstrafe für Kinderschänder“ forderte [4]. Die Antifa Düren teilte kürzlich zudem mit: „Die Haltbarkeit der braunen Propaganda scheint aber – wie auch bei den NPD-Aushängen auf den städtischen Plakattafeln – sehr begrenzt zu sein. […] Wir freuen uns natürlich klammheimlich über jedes NPD-Plakat, das nicht mehr hängt.“ [© Klarmann]
[1] WAS DIE NPD IM KREIS DÜREN UNTER DEMOKRATIE VERSTEHT…
[2] INLÄNDERKRIMINALITÄT – STRAFANZEIGEN GEGEN NPD
[3] HEIMATSCHUTZ IST WOHL AUCH UMWELTSCHUTZ…
[4] MERKENER ZEIGEN NEONAZIS DIE KALTEN ROLLLÄDEN
Vor zwei Tagen sollen u.a. in der Gemeinde Vettweiß wieder Plakate der demokratischen Parteien durch Unbekannte zerstört worden sein.
Im Gegensatz dazu
Demgegenüber sollen Antifaschisten und Migranten NPD-Plakate u.a. in Düren [3] und Stolberg entfernt haben.
So ist es richtig
Der Vollständigkeit halber sollte man vielleicht erwähnen, dass die Jugendorganisation der Linkspartei – Linksjugend solid – innerhalb Aachens zur gleichen Strategie greift und Plakate anderer Parteien überklebt.
wo? ich habe keines gesehen, und ich wohne da, wo sie es eigentlich tun könnten… mik
Von Kaiserplatz in den Adalbertsteinweg Richtung Büro der Linkspartei gehen. Direkt am Anfang des Adalbertsteinweg auf der rechten Seite. Sowohl Plakate der SPD als auch der CDU. Grüne blieben unversehrt.
Die Grünen Plakate blieben nicht unversehrt. Die Plakate der Grünen wurden im Frankenberger Viertel von der Linksjugend überklebt. Allerdings wurden diese wieder repariert. Zudem verschwanden die Plakate auf der Oppenhoffalle von den Bäumen und es blieben fast nur die Plakate von UWG und Linkspartei hängen.
eher sav- als linksjugend-taktik… mik ps: *lol*
@ Öcher ; Ist das überkleben der Plakate im Frankenbergerviertel so verwunderlich? Es ist bekannt, das die Linke mit einer kommunistischen Faschistenpartei wie die der DKP zusammenarbeitet. Es färbt dann natürlich auch etwas auf die Linksjugend ab. Genauso wie Rechtsextremisten, agieren auch Linksextremisten. Wenn wir Pech haben, ist nun sogar ein Mitglied der DKP über die Linke in den Rat der Stadt Aachen gekommen.
wieder die UWG im rat bereitet mir erst mal mehr bauchschmerzen, allerdings aus rein persönlichen gründen und langjährigen erfahrungen… mik ps: mal abgesehen davon: SAV und DKB mögen sich wie blechinstrumentalisten und streicher…
@ peter – genau. die ganzen linksextremisten machen auch immer gerne bei der ausländerhatz mit und lauern vor häusern um wahllos bewohner dieser anzugreifen. du glaubst wahrscheinlich auch, dass der linksextremismus wieder zur großen gefahr wird, weil in berlin mal ab und zu ein paar autos brennen und die häuser von hamburger politikern verschönert werden. hey, dein differenzierungswille scheint auf dem niveau der jungen union hängen geblieben zu sein. viel spaß noch.
ja, immer der verweis auf die linken-randale
:
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-fussball-rechtsextreme-ID1251451205125.xml
viel hass noch… mik
@ Peter
Sie verblüffen mich ja schon wieder. Es gibt von Ihnen Kommentare (zugegeben die Meisten), die kann man direkt in die Tonne kloppen und dann hauen Sie ab und an doch echt ma welche raus, die ich glatt unterschreiben würde. Den Letzten beispielsweise
@ Kalle
Was gibts bei Rechtsextremismus und Linksextremismus zu differenzieren?
Ich merke FAST keinen Unterschied.
Gruß
Demokrat
was merken sie schon noch, außer fische… mik
Stellungnahme der linksjugend [’solid] Aachen zum Plakatieren ihrer Plakate auf Wahlplakate anderer Parteien
Im Zuge der Kommunalwahl wurden in Aachen Plakatwände zur Kommunalwahl verschiedener Parteien mit Plakaten der linksjugend [’solid] überklebt.
Die linksjugend [’solid] Aachen ist eine bewegungsorientierte sozialistische Jugendorganisation. Sie versucht, Jugendliche zu politisieren und mit ihnen zusammen längst überfällige gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Zu diesem Zweck werden unter anderem auch Materialien an Interessierte verteilt.
Die linksjugend [’solid] Aachen begrüßt es, dass diese Menschen versuchen, mit diesen Materialien linke und sozialistische Ideen zu verbreiten.
Gleichzeitig verteidigt die linksjugend [’solid] Aachen das Recht auf Verbreitung aller nicht-faschistischen Ideen. Ihr tut es leid, dass ihre Plakate über der Wahlwerbung anderer Parteien angebracht wurden und somit deren Möglichkeit zur Verbreitung ihrer Ideen beschnitten wurde.
Inzwischen wurde der ursprüngliche Zustand der überklebten Plakate wiederhergestellt.
Intern wird diese Frage problematisiert werden.
@Demokrat;
Ich differenziere schon! Rechtsextremismus genau wie Linksextremismus, egal aus welcher Richtung ist zu verurteilen. Zur Zeit überwiegt aber der Rechtsextremismus in der Region Aachen. Ich denke auch bei der Linken wurde der Wähler, der nicht über Internet und dem Budget für Tageszeitungen verfügt, nicht richtig aufgeklärt, das bei der Kommunalwahl auf ihrer Liste, eine Kandidatin der linksextremistischen DKP im Rat der Stadt Aachen Einzug hält. Auf keinem Wahlplakat war dies zu entnehmen. Feststellbar ist, das Rechtsextremisten und Linksextremisten versuchen, die Parlamente zu stürmen. Dies birgt auch in Aachen mit dem Einzug der DKP über die Liste der Linken eine Gefahr für unsere Gesellschaft und unsere freihheitliche demokratische Grundordnung.
Im übrigen halte ich eine Leitstelle für Extremismus für mehr als überfällig, allerdings sollte diese Leitstelle mit angegliederter anonymer Onlineberatung nicht über die VHS Aachen geführt werden, sondern direkt in städtischer Hand bleiben. Ein erweiterter Bürgerantrag gemäß §24 GO NRW meinerseits ist zur Zeit in Bearbeitung.
Die linksextremistische DKP‘lerin hat auch noch einen Vertreter der zutiefst auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verhafteten Mustermittepolitiker wie Herr Treude verdrängt. Jaja, diese Linksrutsche sind schon bedenklich.
@ Peter
Was gibts denn zu differenzieren?
Wie Sie bereits sagten:
Rechts- und Linksextremismus ist zu verurteilen.
Da gibts einfach nix zu differenzieren.
Nur damit macht man sich hier ja keine Freunde
Gruß …