Dortmund. Medienberichten zufolge sind bei Protesten gegen eine Kundgebung von rund 700 Neonazis in Dortmund zwölf Personen verletzt worden. Unter ihnen sind nach Polizeiangaben zehn Polizisten, die von Feuerwerkskörpern oder Steinen getroffen wurden. Die Beamten nahmen 58 Demonstranten fest, 243 weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen, die meisten von ihnen in den Reihen einer Gegendemonstration. Sowohl Antifaschisten, als auch Neonazis aus der Region hatten dazu aufgerufen, die jeweils eigenen Veranstaltungen in Dortmund aufzusuchen.

Kriegsgegner? „Antikriegstag“-Teilnehmer-Posting in einem Braunszene-Forum… (Screenshot)
Zu der Kundgebung der Rechtsextremisten kamen am Samstag nach Angaben der Polizei rund 700 Teilnehmer. Diese hatten zu einem „Antikriegstag des Nationalen Widerstandes“ [1] aufgerufen. Die Kundgebung war erst am Freitag vom Bundesverfassungsgericht erlaubt worden, nachdem sie zuvor verboten worden war. Der Aufmarsch selbst wurde aus Kreisen der „Autonomen Nationalisten“ (AN) in Dortmund organisiert, die selbst als extrem militant gelten. Motto der Kundgebung: „Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege.“
Die Veranstalter hatten am Freitag in einem letzten Aufruf anreisende Neonazis darauf hingewiesen: „Bitte fragt in euren Reisegruppen schnellstmöglich nach Kameraden für den Ordnerdienst (nicht vorbestraft und keine laufenden Verfahren).“ In der Region hatten unter anderem die Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), die „Freien Nationalisten Euskirchen“ (FNE) sowie verschiedene NPD-Verbände, Russlanddeutsche aus dem NPD-Umfeld und AN-Vertreter für eine Teilnahme an dem „Antikriegstag des Nationalen Widerstandes“ mobilisiert.
„Auf nach Dortmund !!!!!“ hatte etwa die NPD in Krefeld über den Mikro-Blogging-Dienst „Twitter“ die „Kameraden“ wissen lassen. NPD-Landeschef Claus Cremer hatte aus Bochum getwittert: „Heute nationale Antikriegstagskundgebung in DO. Alles Gute an die Teilnehmer und laßt Euch nicht durch staatliche Schikanen provozieren.“ Noch am Freitagabend hatten NPD-Verbände aus Düren und jene vom Niederrhein via Rundmails dazu aufgerufen, an dem Aufmarsch teilzunehmen. Über interne Rufnummern könnten etwa von vertrauenswürdigen Szenemitgliedern Abfahrtszeiten erfragt werden, hieß es zudem in den Mails.
KAL-Extremstpazifist vor einigen Tagen bei einem anderen Aufmarsch.
Dem Aufruf zu zwei Gegendemonstrationen folgten am Mittag rund 5.000 Menschen, unter ihnen 2.100 Teilnehmer einer linksautonomen Protestaktion unter dem Motto „No Nazis – Dem Naziaufmarsch entgegentreten“. Ein von der Stadt Dortmund organisiertes Friedensfest sei am Abend planmäßig und ohne Störungen verlaufen, teilte die Polizei mit; sie gab an, dass daran ebenso rund 5.000 Menschen teilgenommen hätten. Verschiedene Bündnisse gegen Rechts aus der Region sowie antifaschistische Gruppen hatten zuvor aufgerufen, sich den Protesten in Dortmund anzuschließen.. [© Klarmann]
[1] Siehe passenden Passagen unter EIN FÜHRER FÜR ANNE, NEONAZI-KRIEGSTAG ERLAUBT, NÖNAZIS PRO GRUNDGESETZ, BERGHEIM CONTRA BLÖDENBARDEN
Bilderserie auf Recherche-Nord:
http://www.recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=370&Itemid=149
redok und die Analyse, ob Neonazis für Frieden sein können:
http://www.redok.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1500&Itemid=40
Und dann noch das unfassbare Unfassbarste – mit dem roten Ding zweimal 150 KM gefahren…
Lese ich eben in einem Forum, wie sich „Autonome“ Nasen mittlerweile selbst bei der Anreise in die Irre führen:
„Am Bahnhof einer gleichgroßen Horde Menschen begegnet, die komplett in Schwarz gekleidet waren. Da eigentlich keine Gruppe gemeldet hatte, die auf unserem Bahnhof einsteigen wollte stieg die Spannung. Die Polizei kam auf uns zu und sagte „Gehören die zu euch?“ auf die Antwort man wisse ja nicht ob sie links oder rechts wären sagte der Polizist uns nur „Die wollen erst wissen was ihr seid, bevor sie Antworten“ – das Zitat des Tages. Es stellte sich dann heraus, das unsere Reisegruppe ohne gefahr von 20 auf gute 40 Mann gewachsen war.“
Lustig ist das Neonazi-Leben!
Rote Haare, fliehendes Kinn……O Gott so ein “ Frontkämpfer“ hätte auf Vogelsang höchstens die Mülleimer leeren dürfen.