Mitte: Polen schoss zuerst und die Türken stehen vor Dortmund [update]

Düren. Offenbar gab es in Düren beim „Tag der Heimat“ wieder einiges zu (er)klären. Obschon laut Lokalpresse (gelb [1]) Bürgermeister Paul Larue (CDU) in seinem Grußwort am Sonnabend betonte, dass der Zweite Krieg „nur von deutschem Boden ausgegangen“ sei, sah dies mancher dann doch anders. Larue hatte ebenso gemahnt: „Das ist unsere Schuld und unsere Verantwortung.“ SPD-Bundestagskandidat Dietmar Nietan betonte demnach, dass die Erinnerung an die Vertreibung wichtig sei, aber: „Bei dieser Erinnerung darf nicht Revanchismus die treibende Kraft sein, sondern die ausgestreckte Hand der Versöhnung.“ Anders sah es demnach jedoch Manfred Barsuhn, Dürens Kreisvorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV): „Wir wollen die Geschichte nicht umschreiben. Aber auch Polen hat seinen Anteil am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Die Geschichte der Vertreibung beginnt nicht am 1. September 1939. Für mich hat dieser Krieg viele Väter.“

Festredner Michael Weigand aus Mönchengladbach, CDU-Kader, Historiker und stellvertretender Vorsitzender des NRW-BdV, sah das laut dem Bericht ähnlich. Es sei in der Tat wichtig die Geschichte nicht erst ab dem 1. September 1939 zu betrachten: „Die deutsch-polnische Geschichte war schon Jahrhunderte lang voller Probleme.“ Und: „Es darf nicht länger unter den Tisch gekehrt werden, dass Deutsche im Zweiten Weltkrieg auch Opfer waren.“ Es sei ein Unding, wenn Menschen heute vom Breslau des Jahres 1927 als polnischer Stadt sprächen. „Das Dortmund des Jahres 2009 ist eher eine türkische Stadt als Breslau 1927 eine polnische war.“ Wenn das Wien wüsste…

Die Lokalpresse (blau [2]) zitiert Weigand indes nicht in ähnlicher Weise. Ihr zufolge hat Larue Barsuhn indes weitaus mehr ins Gewissen geredet, denn hier zitiert man den Bürgermeister folgendermaßen als Replik auf den BdV-Kader: „Von deutschem Boden aus – und nur von deutschem Boden aus – wurden Krieg und Vernichtung über Europa und große Teile der Welt gebracht. Lassen Sie uns heute keine Legendenbildung betreiben.“ Nietan wird mit den Worten zitiert: „Wir Deutschen haben die Büchse der Pandora geöffnet. […] Es darf nie ein Vergessen, aber es muss Versöhnung geben.“

Zudem zitiert die Lokalpresse den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Rachel, MdB, mit den Worten: „Wir müssen das schreckliche Schicksal der Heimatvertriebenen als Warnung präsent halten, damit so etwas niemals wieder passieren kann.“ Auch aus diesem Grund befürworte und begrüße er eine Gedenkstätte in Berlin. Auch Rachel betonte demnach, dass nie vergessen werden dürfe, dass die Ursache für die Vertreibung der deutsche Angriffskrieg war. Und Weigand soll demnach zu den Vertriebenen gesagt haben: „Seien Sie die Wegbereiter der Integration für alle Ausländer, die nach Deutschland kommen.“ [© Klarmann]

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6 Antworten auf “Mitte: Polen schoss zuerst und die Türken stehen vor Dortmund [update]”


  1. 1 bruder.lustik 07. September 2009 um 14:01 Uhr

    Die Türken stehen nicht vor Dortmund, sondern in Dortmund an der Kasse von Kaufland

    immerhin… mik

  2. 2 Klaus Störtebecker 07. September 2009 um 16:18 Uhr

    Die heimtückischen Polen haben doch nicht umsonst die
    „Schleswig Holstein “ eingeladen, nur um dann als Opfer da zu stehen. Perfide!
    http://www.youtube.com/watch?v=NgENjoWBFf4

    der krieg begann eigentlich schon etwas früher:

    http://www.presseportal.de/pm/7840/1465002/zdf

    die NS-propagandafilmer indes waren in danzig, weswegen wir glauben, alles begann dort.

    und auch in gleiwitz fehlten die NS-PR-filmer…

    mik

  3. 3 Klar, Mann? 10. September 2009 um 11:08 Uhr
  4. 4 Oliver H[.] 11. September 2009 um 13:04 Uhr

    […]

    ein jahr lang geschwiegen und doch nix gelernt… mik

  5. 5 Oliver H[.] 11. September 2009 um 14:12 Uhr

    Tja, wenn man keine sachlichen Argumente hat bleibt eben nur die Löschtaste…..

    sie verwechseln schwachsinn und kankhaften bzw. notorisch-querulantischen geschichtsrevisionismus damit, dass sie glauben, argumente beizubringen.

    mit ihren sich (auch über viele anderen „kameraden“) seit feb. 2008 ewig wiederholenden „beiträgen“ – die sowohl in geschichtsbüchern, via wissenschaft und vielen anderen diskussionen in diesem blog längst widerlegt wurden/sind – wollen sie a.) hetze verbreiten bzw. den nationalsozialismus, den holocaust, einen verbrecherischen angriffskrieg und adele hitler von schuld reinwaschen.

    so versuchen sie zwar auch, einige ihnen wohlgesonnene zu erreichen, doch klappt dies nicht…

    …wollen sie b.) mich oder meine leserInnen dazu zwingen, ihren kurz eingestreuen mist in aussagekräftigen erwiderungen bzw. mittels zeitaufwendigen recherchen zu widerlegen. das hat den nebeneffekt, dass es mich etwa von nötigen sonstigen recherchen abhält und stört meine arbeit. das nutzt weder mir, noch der hälfte meiner leser – und nutzt nur ihnen und der anderen hälfte.

    und noch mal: wenn es wenigstens argumente wären, dann kann man auch diskutieren. aber sie werfen hier ein paar billige sätze hin, ohne nachprüfbare quellen, waschen den NS rein und nutzen dies zudem, um hetze zu betreiben. dafür können sie AM oder GR nutzen.

    mik

  6. 6 Klaus Störtebecker 13. September 2009 um 5:34 Uhr

    Und er hat Sie wieder drangekriegt…….Mann, Sie sind der Hausherr!
    Brust Raus! Bauch rin!
    Hamse überhaupt jedient?

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