Aachen. Ende August ging ein Raunen durch Aachen – zeitig wie selten präsentierte der CDU-nahe „Aachener Karnevalsverein“ (AKV) seinen neuen Ritterordenträger wider den tierischen Ernst 2010. Im Vorfeld der Landtagswahl fiel dem Verein nichts anderes ein, als NRW-Landesvater Jürgen Rüttgers (CDU) zu würdigen. Und zwar, so AKV-Präsident Horst Wollgarten, weil der „ausgezeichnete Büttenredner unserer kleinen Vorortgemeinde Köln einen begnadeten Humor“ habe und zuweilen „einen gefeilten Spott“ [1]. Bewiesen hat das Rüttgers offenbar zuletzt mindestens zweimal bei Wahlkampf-Veranstaltungen im Vorfeld der Kommunalwahlen mit Aussagen über rumänische Faulenzer: „Im Unterschied zu den Arbeitnehmern hier im Ruhrgebiet kommen die in Rumänien eben nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen und wissen nicht, was sie tun.“ [2] Gestern nun war SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier in Aachen und schüttete laut Lokalpresse [3] „Kübel von Spott […] über den selbsternannten Arbeiterführer Jürgen Rüttgers aus. Mit seinen ‚lockeren Sprüchen’ gegen rumänische Arbeiter mache er ‚mehr kaputt, als eine gute Außenpolitik in Jahren reparieren kann’. Steinmeier wörtlich: ‚Das war Wasser auf die Mühlen des braunen Mob.’“ Bleibt also abzuwarten, wie der AKV das sieht…und warum Malocherfürst Rüttgers dem Irrglauben auf saß, eine erste Schicht beginne weder um 5, 5.30 oder 6, sondern erst um 7 Uhr. Vielleicht bleiben die Rumänen ja dann doch bis zum Schluss ihrer Frühschicht, der allerdings auf 13, 13.30 oder 14 Uhr terminiert sein dürfte. Deswegen wird Rüttgers um 16 Uhr auch lange warten dürfen und glauben wollen, die Faulenzer blieben nicht bis zum Schluss… [© Klarmann]
[1] Vgl. Lokalpresse unter folgendem Direktlink
[2] Vgl. u.a. Spiegel-Online unter folgendem Direktlink
[3] Direktlink (gelb); Direktlink (blau)
Es ist nicht die erste und letzte ausländerfeindliche Parole der CDU!
Nachdem Wähler der CDU nicht mehr treu sind, wird eben mal in extremeren Gewässern nach Wählern gefischt. Dazu bedarf es eben solcher Sprücheklopfereien, damit Ausländer unter Generalverdacht stehen!
Extremisten sind eben auch Wähler!
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1637010_Die-CDU-und-der-Rechtsextremismus.html
Rüttgers‘ Selbstkritik:
„Rüttgers erwähnte die aktuelle Debatte um seine eigenen umstrittenen Äußerungen über Rumänen und Chinesen nur indirekt mit einem Satz, als er beim Thema Globalisierung angelangt war. Die Zuhörer wüssten ja: «Ich hab da im Moment so eine Debatte, wie man das diskutieren soll.»“
http://www.az-web.de/lokales/heinsberg-detail-az/1042330
Ok, aus und vorbei Herr R.
Spätestens damit, dass er nicht anerkennt einen Fehler in seinem Aufzug gemacht zu haben ist der Typ so nicht mehr hinzunehmen.
Bei der nächsten Landtagswahl: ABWÄHLEN!!
Dieser Typ ist echt ne miese Nudel.
Die braune Gewalt- sie herrscht immer noch unter uns und die schwarzen Schafe werden nicht mitgezählt. In den Medien wird immer nur von arbeitslosen, propagierenden Ostdeutschen gesprochen, doch in GANZ Deutschland verstecken sich schwarze Schafe.
In Unternehmensführungen, in der Politik, in jeder Branche steckt der Wolf im Schafspelz.
Aussagen wie: „Rumänen kommen und gehen wann Sie wollen“ kann ich nicht unterstützen. Rumänen, Polen und Deutsche sind arbeitswillig und noch viele andere, doch sie alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
Herr Rüttgers sollte sich öffentlich entschuldigen und überdenken, ob er der deutschen Politik wirklich gut tut.
Rüttgers rügt Video-Wahlkampf seiner eigenen Partei
http://www.az-web.de/lokales/euregio-detail-az/1053316