Bergheim. Eigentlich hatten die „Freien Kräfte Köln“ (FKK) am 1. September gegen die Einweihung eines Mahnmals für die Opfer der NS-Willkürherrschaft [1] und gegen das Gedenken an die „Wehrmachtsdeserteure“ (FKK) aufmarschieren wollen – letztlich blieb die Versammlung in Köln verboten und die Neonazis wichen am Abend auf Bergheim aus. Somit wollten sie offenbar die unter dem Motto „Eidbruch ist keine Heldentat – Ruhm und Ehre dem Wehrmachtsoldat“ stehende, in Köln verbotene Versammlung nachholen. Statt in der Domstadt hätten sich „Nationale Sozialisten […] im Bergheimer Stadtteil Niederaußem am Ehrenmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Gemeinde versammelt, um im Kreise Gleichgesinnter der gefallenen Helden der Front zu gedenken.“ Aufmarschiert worden war bei Dunkelheit mit Fackeln, als Redner fungierten demnach Reitz (Pulheim), der „Pro-NRW“-Aussteiger René Emmerich (Köln) und eine weitere Person. Eine Polizeistreife habe später noch die Personalien der Teilnehmer aufgenommen. [© Klarmann (der Artikel erschien in seiner Ur-Form am 8. September 2009 [11.30 Uhr])]
[1] Siehe Lokalpresse unter Direktlink
0 Antworten auf “Rechts: NS-Heldengedenken nach Bergheim ausgewichen”