Aachen. Zum 31. Dezember läuft die Stichtagsregelung für zuvor langfristig „geduldete“ Flüchtlinge aus. Menschen, die schon viele Jahre als „Geduldete“ in Deutschland lebten, wurde 2006 scheinbar eine Möglichkeit geboten, ihren Aufenthalt zunächst dauerhaft zu legalisieren. Menschen, die nun zum 31. Dezember nicht nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt allein bestreiten, werden das nach dieser Regelung erhaltene Aufenthaltsrecht wieder verlieren. Ihnen droht somit die Abschiebung. Es ist damit zu rechnen, dass hiervon mehrere zehntausend Menschen betroffen sein werden.
Aus diesem Anlass laden das „Flüchtlingsplenum Aachen“ und das „Café Zuflucht“ zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Das ganze Bleiberecht – Jetzt!“ ein. Sie findet statt am Freitag (18.9.) um 19 Uhr, Infoladen Aachen, Stephanstraße 24. Zur Einführung in das Thema läuft der Film „Roma als Flüchtlinge – am Beispiel des Kosovo“. Eine Referentin des Rom e.V., Köln, wird zudem von ihrer letzten Kosovo-Reise im April 2009 berichten. Anschließend informiert sie über die aktuelle Bleiberechtssituation von Flüchtlingen. [Textquelle: redigierte, gekürzte Veranstalterinfo]
Wieso muss es eine Veranstaltung geben, um Stimmung gegen die bestehenden Gesetze zu machen?
Als wäre Deutschland nicht schon ein sehr asylfreundliches Land.
Gruß
Demokrat
beweise dafür, dass deutschland asylfreundlich ist? mik
Wessen Leben oder Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe einschließlich des Geschlechts oder wegen seiner politischen Überzeugung durch einen Hoheitsträger (Staat, eine Partei oder durch eine sonstige Organisation, welche auf dem Staatsgebiet oder auf Teilen desselben Hoheitsgewalt ausübt), bedroht ist, genießt ein Recht auf Asyl.
Quelle: Wikipedia
Zudem weiß ich, dass Leute nicht abgeschoben werden können, wenn nicht sicher ist, wo sie genau herkommen. Sicherlich kann man sagen, wenn man nicht weiß wo sie herkommen kann man sie auch nicht abschieben. Allerdings berufen sich da viele drauf und nutzen das aus.
Diese beiden Umständen machen Deutschland meines Erachtens sehr asylfreundlich. Für meine Begriffe zu asylfreundlich.
Ich muss doch meinen Freunden hier im Blog die Möglichkeit geben sich über mich aufzuregen.
Schönen Abend noch zusammen
Demokrat
deutschland hat das asylrecht faktisch 1993 abgeschafft (indirekt infolge rassitischer brandanschläge), was die von ihnen genannten faktoren nun zumindest stark aufweicht, was die ständig zurückgehenden zahlen der asylbewerber belegen.
überdies nutzen die besten asylgesetze oder die aussicht auf eine duldung nichts, wenn man etwa in sachen arbeitsrechte migranten teils diskriminiert und flüchtlinge/asylsuchende zudem fast ganz diskiminiert.
eine offene stelle, die beim a-amt (f*** agentur-belaber) gemeldet ist, muss zuerst mit einem (reinrassig) deutschen a-losen besetzt werden.
selbst wenn ein chef einen (geduldeten) flüchtling einstellen will, weil er sich den mann selbst suchte oder dieser sich die stelle eigenhändig suchte und schon probe gearbeitet hat, muss (so sie ausgeschrieben war) ein „deutscher“, „eu-migrant“, „nicht-eu-migrant mit duldung“ in dieser reihenfolge gesucht resp. auf verdacht weitere bewerbungen von solchen in fristen abgewartet werden.
das a-amt soll wiederum gerade „vorrangige“ personen vermitteln, und das selbst dann, wenn sie mit einem flüchtling längst besetzt sein könnte.
dieses prozedere dauert meist mehrere wochen.
mancher chef wäre bis dahin pleite…
…und viele scheuen sich dann, den geduldeten jobs zu geben.
deren duldung verlängert sich mit stichtag aber nur, wenn sie jobs haben und für ihren eigenen lebensunterhalt aufkommen können…
na, fällt die buttermilch in sachen perpetuum mobile-irrationalität?
mik
Herr Klarmann, eigentlich kann man mit Ihnen ja sehr gut diskutieren.
Aber hier muss ich einmal Ihren größten Kritikern Recht geben und sagen, dass Sie voll und ganz am Thema vorbeireden.
Unter der Bezeichnung Asyl (von griech. σῦλος, sylos, „beraubt“ mit α privativum, das heißt „unberaubt“ → „sicher“) versteht man Zufluchtsort, Unterkunft, Obdach und Freistatt bzw. Freistätte, aber auch Schutz vor Gefahr und Verfolgung.
Quelle: Wikipedia
Asyl hat nix mit Arbeit zu tun.
Es soll einzig und allein (zeitlich beschränkt) Schutz vor Verfolgung und Gefahr bieten.
Aber wenn Sie das Asylverfahren in Deutschland so ungerecht finden, dann wäre ich dafür wir schaffen es direkt ganz ab
VORSICHT … GANZ BÖSE IRONIE!
Gruß
Demokrat
eigentlich entlarven sie sich selbst: asly- und fluchtgründe können sehr lange andauern…
ohne arbeit nix moos, und sollen die kinder der asylsuchenden resp. flüchtlinge (rein behördlich gesehen zwei verschiedene begriffe bzw. „zustände“) nicht zur schule gehen, einen vater erleben, der immer zuhause ist?
asylrecht mag vordergründig nichts mit arbeit zu tun haben – aber arbeit und ein eigenes einkommen, wenn man niemanden seiner helfer zur last fallen will, haben etwas mit menschenwürde und ergo einem menschenwürdigen asylverfahren zu tun!
mit verlaub (und ironie?): ihrer hohen kunst des wortspaltens nach sind und bleiben sie ein fremdenfeind und dann eben auch ein ar***loch!
eine schlechte nacht, so wie sie mancher asylsuchende manchmal über jahre dank täglich verlängerter „kettenduldung“ hinweg haben durfte, das wünscht ihnen mit klammheimlicher freude, ihr mik
@Demokrat;
Lieber Demokrat, sicherlich gibt es Gesetze zum Asylrecht und zur Bekämpfung eines evtl. Missbrauchs. Wir sollten allerdings in Deutschland auch mal die ungeschriebenen Gesetze der Ethik, Menschlichkeit und humanitärer Gedankengänge in unsere Entscheidungen einfließen lassen.
Wenn wir in der Situation von Asylanten wären, wären wir heilfroh, wenn wir uns irgendwo eine neue Heimat aufbauen könnten.
So langsam sollten „rechte Zeitgenossen und Politiker“ endlich aufhören, ihren Frust aufgrund ihrer eigenen erfolglosen Politik, auf Kosten der Asylanten auszutragen.
Hier ein interessanter Beitrag der Deutschen Welle;
http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1618554,00.html
Herr Klarmann,
Sie gehören ja zweifelsohne zu den etwas helleren Köpfen.
Wieso haben Sie es dann nötig dauernd persönlich zu werden und vor allem mit diesem Kindermist ich bin eher links und sie sind eher rechts also diss ich sie jetzt damit …
Reden Sie doch einfach wie ich nur über das Thema.
Zurück zum Thema. Ich finde man sollte sich eher Gedanken darüber machen, wie man den Menschen helfen kann, damit sie in ihrem eigenen Land wieder leben können ohne Unterdrückung und Verfolgung.
Damit tut man den Menschen meines Erachtens einen größeren Gefallen mit.
Abgesehen davon darf man ja auch nicht vergessen, dass wir bzw. ganz Europa nicht so leben könnten (wie wir heute leben) wenn wir nicht auch unsere Diktaturen besiegt hätten und Demokratie erschaffen haben, indem halt JEDER ohne Verfolgung und Unterdrückung leben kann.
UND DAS IST AUCH GUT SO!
Gruß und schönes Wochenende zusammen
Demokrat
hm, das europa/nato – siehe jugoslawien – indes ebenso konflikte mit befeuert hat, die dann zum fluchtgrund wurden… hm…
lesen sie mal mira behams „kriegstrommeln“, vgl.
http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/220833356/Medien-Werbung-Reine-Glaubenssache-1-
mehr persönlich darf ich ja nicht mehr werden…
mik
@ Demokrat ;
Europa und auch Deutschland, lebt ja regelrecht von der Unterdrückung zB. afrikanischer Länder.
Die einheimische Wirtschaft wird dort durch die Einfuhr europäischer Billigprodukte kontinuierlich zerstört